Dannmeyer, F.: Über relative Sichtmessung durch Stuten- und Keilfilter.
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innerhalb eines 4.7 X 3.3 X 20.5 em langen
Gehäuses durch eine außen angebrachte
Schraube bewegt wird. Das Sehrohr hat
einen Durchmesser von 2.5 cm. Vor dem
Keil befindet sich ein Sonnenschutzrohr
von 6.5 cm Länge, um Sichtmessungen
gegen die Sonne möglichst reflexlos aus-
führen zu können (Fig. 2).
Verfasser hat diesen Sichtkeil benutzt,
um systematische Untersuchungen über die
Sichtigkeitdes Horizontes, seine schein-
bare Distanz vom Beobachtungsort, auszU- Der Keilsichtmesser im Längsschnitt (1:6).
führen und die meteorologische Bedeutung
dieser Daten für die Wettervorhersage festzulegen. Dies geschah 1922,23 vom
15. Dezember bis 28. Januar auf einer Fahrt von Hamburg nach New York und
zurück, an Bord der Schiffe „Manschuria“ und „Mongolia“ der American-
Line. Hier seien insbesondere einige auf der „Mongolia“ ausgewertete Kurven
mitgeteilt (Fig. 3, 4)').
Fig. 3.
wu 47
a
Süden 19.Jan, 1923 .
Auf dem Atlantik
20 N-Br.
a *10’ W-Lg.
x Be 12% Mittags,
auf d.„Mongolia
Fahrt: osftwärts
Barometer
8ham. 770.2 mm
2 u 770.9 +»
4hpm. 7717
Rh. 771.9
j9.Januar 1923. An Bord der,, Mongolia”
x beobachtete Sicht.
9h10m
8a.m. /
7
1 1
-A wa
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1ıh20m
am.
"40"
a.mM-
Weste.
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a
Norden
AF
Relative Sichtzahlen aufden Achser
v\27* 5678|
Pa A—z——
j
A
m
x
3°
Osten
DE
#z td
2
m 40 a an | ZU am | 29 an , en , MO | 0a | 0 an, 2 an
‚am 4) bh 109 uh 2 D.m. +? LE
Sichtkurven vom Atlantik. Mittagsbreite 40° 12’; -länge 68° 10”.
19. Jan. 1923 an Bord der ‚,Mongolia‘. Auf der Abszissenachse ist
die Tageszeit abgetragen, auf der Ordinatenachse dic relative Sichtzahl:
„0‘‘ bedeutet keine Sicht, d.h. Meer und Horizont haben keinen Kon-
trast gegeneinander, ‚,9‘* bedeutet klarste Sicht. Nicht eingezeichnet
sind die Sonnenreflexe auf dem Wasser, an denen die Sicht sich um-
kehrt, also mit negativen Vorzeichen versehen werden müßte. (Der
Himmel ist dann der Sonne zu dunkler als das Wasser.)
n20"
x
Öff
AT
oO W
„3
ib x
ref
S.
7.
Dieselben Sichtzahlen wie auf Fig. 3 nach den Himmelsrichtungen ge-
ordnet, bei jeweilig gleicher Uhrzeit.
Der Sichtmesser wurde auf verschiedenen Fahrten im Sommer und Herbst
1923 auf der Unterelbe und Nordsee erprobt. Verfasser ist bei diesen Fahrten
nicht nur den Reedereien der verschiedenen Dampfer und deren Kapitänen ver-
') Die Fahrt auf der „Manschuria‘“ wird später behandelt werden, da das nötige meteoro-
logische Material für die damalige Zeit noch nicht ganz vorliegt. Bekanntlich war das Ende des
Dezember 1922 so außerordentlich stürmisch auf dem Atlantik (Verfasser konnte die gewaltige Wellen-
höhe von 10.30 m festlegen) und so anormal, daß durch die in dieser Jahreszeit sehr seltene stark
südliche Eisbergtrift die Schiffahrtsrouten auf den südlichen Sommerkurs gelegt werden mußten,