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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

Schumacher, A.: Hydrographische Bemerkungen und Hilfsmittel zur akustischen Tiefenmessung. 95 
Die höchsten Werte der Schallgeschwindigkeit zeigen die äquatorialen und 
die subtropischen Breiten und — in kleinem Abstand — das Mittelmeer. Darin 
kommt die bekannte, zunächst etwas befremdlich erscheinende Tatsache zum Aus- 
druck, daß im Wasser — im Gegensatz zu den übrigen Flüssigkeiten — die 
Zusammendrückbarkeit mit steigender Temperatur abnimmt, die Schall. 
geschwindigkeit also zunimmt. Die rasche Abnahme der Mitteltemperatur 
in den Tiefen von 0 bis 1500 m bewirkt im äquatorialen und subtropischen 
Gebiet eine Abnahme der Geschwindigkeit von der Oberfläche bis zu 1500, ja 
3000 m (Beispiel 2); erst von dieser Tiefe ab erfolgt endgültig die Zunahme der 
Schallgeschwindigkeit, wie sie durchweg von der Oberfläche ab angenommen wird, 
Man könnte hier von „Inversionen“ der Kompressibilität und damit auch der 
Schallgeschwindigkeit sprechen. In den drei übrigen Beispielen wächst die Schall- 
geschwindigkeit stetig mit zunehmender Tiefe, am schnellsten im polaren Wasser, 
weil hier die — an sich zwar geringfügige — Zunahme der Mitteltemperaturen 
(bis 1500 m) den steigernden Einfluß der Druckzunahme verstärkt. Am gleich- 
mäßigsten bleiben die für V errechneten Werte in allen Tiefen im ozeanischen 
Wasser gemäßigter Breiten; der Zuwachs der mittleren Geschwindigkeit beträgt 
nur 5 m'); an zweiter Stelle folgt das Mittelmeer (winterliche Verhältnisse) mit 
8 m Zuwachs. Diese Meerestypen bilden also vom hydrographischen Standpunkt 
aus die idealen Anwendungsgebiete für das Tiefsee-Echolot. 
Neuere Veröffentlichungen. 
Neueste Erscheinungen im Bereiche der Seefahrt- und der Meereskunde sowie auf 
verwandten Gebieten. 
a. Werke. . 
Witterungskunde. Astronomie, terrestrische und astronomische 
Termer, F.: Wetterschäden und Landwirt- Navigation. 
schaft in den Vereinigten Staaten von Hydrographic Office, Washington: The 
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n 60° S — Deelinat. 27° N to 27° S. 4°. 869 p. 
Mecres- "und Gewässerkunde. . Washington 1923. Government Printine 
Rouch, J.: Manuel d’Ocganographie DRYy- | Office. $ 2.25. 
sique. 8°. 229 p. Paris 1922. Masson et Cie, 15 Fr. . 
b. Abhandlungen in Zeitschriften, sonstigen fortlaufenden Veröffentlichungen 
und Sammelwerken. 
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Ass. for the Advanc. of Science, Wellington« 
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freien Atmosphäre in mittleren Breiten. 
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Meeres- und Gewässerkunde, 
IDbservations methodiques de temperature et 
de salinite a diverses profondeurs au large 
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Nr. 436, ; 
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Geodetie Survey. ‚G. T. Rude. »Journ. of 
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Witterungskunde. 
Untersuchungen über die Polarfront. JS. W. 
Sandström, »Meteorol. Ztschr.« 1924, 2. 
Das Problem der Wettervorhersage. HA. Bon- 
gards, »Hansa« 1924, 9. 
Der Wärmeeinbruch (Warmfront) vom 12. bis 
13 Januar 1920 in Mitteleuropa. K Diesing. 
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»Monthly Weather Rev., Washington« 1923, No- 
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Forest fire weather in western Washington. 
GC. Joy. »Monthly Weather Rev., Washington« 
1923, November. . 
Le divisioni dell’ anno a seconda dei feno- 
meni meteorologiei. F. Eredia, »Bollett. 
Bimens. Torino« 1924, 1—3. 
. 1) Für die Oberfläche (t = 13.2°, S = 35.60, vr = 268) ergibt sich in dieser Beispiel 
eine Schallgeschwindigkeit von 1495 m/see. also praktisch derselbe Wert wie für die ganze Wassersäule,
	        
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