accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 52 (1924)

Maurer, H.: Über Echolotungen der nordamerikanischen Marine, 
Tabelle 10. Mittlere Schallgeschwindigkeiten in Normal-Seewasser (09 = 1.026) im Tiefenraum 
von 0 bis h Meter bei gleicher Temperatur t. 
My nach Marti, m; nach Tait, mg nach Bjerknes, Mittel == m. 
Ungefähre Tiefe h |} 0 
750 
1500 | 2250 
3000 
My 
Mr 
Mg 
m 
1460 
1438 
1427 
1440 
1467 
1439 
1439 
1448 
1472 
1445 
1450 
1456 
1477 
1451 
1458 
'462 
1488 
1456 
1463 
1467 
My 
Mm 
Mg 
m 
1477 
1458 
L450 
1462 
1483 
1464 
1461 
1469 
1488 
1470 
1470 
L476 
1503 
1493 | 
1487 
1494 
1494 
1475 
1479 
1483 
1500 
1480 
1487 
1489 
i — 5° 
My 
Mm 
Mg 
m 
1492 
1482 
1470 
1481 
1504 
1505 
1485 
1498 
1498 
"488 
„479 
1488 
1510 
1510 
1494 
1505 
1508 
1498 
1495 
1500 
1514 
1503 
1503 
1507 
t = 10° 
My 
Mr 
Mg 
m 
1516 
1515 
1502 
1511 
1522 
1519 
1510 
1517 
1527 
1523 
1517 
1522 
ı I 
Will man in Tabelle 10 das Mittel m der drei Berechnungsweisen gelten 
lassen, so kann man. in roher Annäherung sagen: Die mittlere Schallgeschwin- 
digkeit in dem Normal-Seewasser von 32.35°%,, Salzgehalt ist an der Oberfläche 
bei 0° = 1440 m und steigt auf 1° Erwärmung um 4m, auf 1000 m Tiefen- 
erstreckung um 9 m. Mit dieser Überschlagsformel würde man also beispielsweise 
bei einer Tiefenerstreckung bis 3000 m und einer Mitteltemperatur von 4° eine 
durchschnittliche Schallgeschwindigkeit m = 1440 +9 X 3 +4 X 4 = 1483 m er- 
halten. Der amerikanische Wert m = 1463 erscheint auch danach zu klein. 
Mit der Korrektur vorstehender Arbeit erhielt ich die Korrektur des im gleichen Annalenheft 
erscheinenden Aufsatzes von Herm Dr. Schumacher zur Kenntnis. Er gibt in Tabelle 1 mittlere 
Schallgeschwindigkeiten für Tiefenräume in einzelnen Meeren, den dort vorkommenden Salzgehalten 
und Temperaturen angepaßt. Auch bei ihm fallen diese Schallgeschwindigkeiten, außer in der eisigen 
Wedellsee, wesentlich größer als 1463 m aus, Für das Gebiet der „Stewart“-Route im Atlantik würde 
aach dieser Tabelle durchschnittlich eine Schallgeschwindigkeit von rund 1500 m anzusetzen sein, so 
daß die Echolottiefen der Amerikaner deshalb etwa 2.6%, zu klein sein würden. Dies ist in guter 
Übereinstimmung mit meiner Schätzung, daß der nach meiner Tabelle 7 gefundene Unterschied von 
4% bis 5%, zwischen Echo- und Drahttiefe etwa zur Hälfte auf die zu klein angenommene Schall- 
reschwindigkeit kommen dürfte. 
Hydrographische Bemerkungen und Hilfsmittel zur akustischen Tiefen- 
messung. 
Von Dr. Arnold Schumacher, Hamburg, Deutsche Seewarte. 
Die akustische Tiefseelotung stellt der Hydrographie die Aufgabe, für die 
Berechnung der Schallgeschwindigkeit im Meerwasser geeignete Hilfsmittel zu 
beschaffen.. Die Änderung der Schallgeschwindigkeit als Funktion der Tiefe 
(des Wasserdrucks), der Wassertemperatur und des Salzgehaltes ist in den 
deutschen einschlägigen Aufsätzen über die Echolotung bislang nur beiläufig 
erwähnt worden, zuerst wohl von H. Maurer!). Von französischer Seite liegt 
seit einigen Jahren eine ausführliche experimentelle und theoretische Unter- 
suchung über die Schallgeschwindigkeit im Meerwasser vor ?). Die Messungen 
1) Das Echolot, Marinerundschau 1922, $S. 348 ff. — Weitere Literaturangaben über das 
Echolot s. bei G. Schott, Tiefseelotungen mittelst Echolot. Ann. d. Hydr. 1923, 8. 192 ff. 
. 2, M. Marti, Note sur la vitesse de propagation du son dans leau de mer. Annales 
hydrographiques, 368 serie, tome 3, 1919-1920, Paris 1920, 3. 165 ff. — Altere Messungen von 
Beudant in Marseille, von Sturm und Colladon im Genfer See können hier übergangen werden. — 
Beiläufig wurde die Martische Arbeit dem Verfasser erst kurz vor Abschluß des vorliegenden 
Aufsatzes bekannt
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.