accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 51 (1923)

Geiger, R.: Über quantitative Messungen an Inversionsflächen. 
die geographische Karte und die Stationen, um ihre Zahl und Verteilung zu 
zeigen. Wir werden auf diesen Tag noch zurückkommen. 
Station 
Ösel . . 2... 
Libau . . .. 
Lida, , 2... 
Ruda, +... 
[indenberg . 
Yadersleben , 
Borkum, . .. 
Feldberg 1. X. . 
Ostende. . . . 
Friedrichshafen 
Kandern . . 
„anuar/Februar 1918, jeweils 8h Vm, a 
28. | 29. | 830. | au 1 21 | 2 | 8 | | 8 
630 
900 
‘20 
An 
380 
320 
50 
60 
50 
:550) 
810 | 
arg 
32 
470 
‘700) 
„0 
+4 KR 
"60 |! 
380) 
570 
N 
"0 
170 
780 
650 
"90 
"SO 
305 
150 
750) 
KG 
580 
260 
130 
720 
510) 
560 
345 
400) 
700 
330 
500 
350 
570) 
zen 
100 
305 
1120 
f> 630 
322 | (980) | 780 820 | 
760 770 unter 640 | 
210 220 
0 520 
Ag | 150 
950 (1000) 
820 = 
290 
80 
260 | 
060) | 
270 
(200) 
630 
830 
890 
| 
; 
730 
880 
2. Das Strömungsfeld, Die Beziehungen zwischen dem Strömungsfeld des 
Windes und der Inversionsfläche wurden bisher noch nicht untersucht. Zunächst 
muß der Einfluß der Inversionsflächenbewegung berücksichtigt werden; denn 
die Windbeobachtungen beziehen sich auf die ruhende Erde, während das 
Strömungsfeld auf die ruhende Inversionsfläche bezogen werden muß, Die bisher 
Jer Untersuchung zugänglichen Inversionsflächen sind aber so stabil, daß der 
Einfluß der Inversionsflächenbewegung vernachlässigt werden kann, da dieselbe 
nur in seltenen Fällen 1 m/seec erreicht, 
Selbst bei zahlreichen Beobachtungen empfiehlt es sich nicht, aus diesen 
direkt das Strömungsfeld zu konstruieren, sei es durch Zeichnen der Strom- 
linien auf Grund der Windpfeile nur nach dem Augenschein, sei es nach der 
genaueren Isogonenmethode, Am besten ist, die Erdbeobachtungen, welche meist 
in großer Zahl zur Verfügung stehen, in ähnlicher Weise heranzuziehen, wie es 
V. Bjerknes!) bei der Darstellung des Massenfeldes tut, 
Zunächst zeichnet man das Isogonenfeld für den Wind am Erdboden, so- 
dann eine Karte der Winddrehung zwischen dem Erdboden und der Gleitfläche 
unten, Die Winddrehung wird dabei nach der Bjerknesschen Windrose in 
positiven bzw. negativen Zahlen angegeben?); die Karte der Winddrehung stellt 
somit auch ein skalares Feld dar. Durch graphische Addition erhält man das 
Isogonenfeld für die Gleitfläche unten und geht mittels des Sandströmschen 
Integrometers?) zum Strömungsfeld über. Durch Konstruktion einer Karte der 
Winddrehung innerhalb der Inversionsschicht gelangt man in analoger Weise 
zum Isogonenfeld der Gleitfläche oben und dann mit dem Integrometer zum 
Strömungsfeld über der Gleitfläche. Liegt die Inversionsfläche sehr hoch, so ist 
as besser, zunächst die Isogonenkarte für ein Zwischenniveau (etwa 1000 m oder 
2000 m) zu zeichnen, ebenfalls durch eine Karte der Winddrehung zwischen dem 
Boden und dem betreffenden Niveau, um schon das gleichförmigere Strömungs- 
bild der Höhe als Ausgangslage zu haben. 
Die Karten 2 und 3 bieten ein Beispiel hierfür. Karte 2 enthält die 100 m- 
Isohypsen der Inversionsfläche vom 19. November 1917. Die folgende Tabelle 
(auf S. 86) enthält die Windverhältnisse. 
Spalte 1 gibt die Stunde des Aufstiegs, Spalte 2 die Station, Spalte 3: den 
Wind am Boden nach Richtung und Stärke (m/sec), Spalte 4 die Seehöhe der 
Inversionsfläche in m. Die beiden nächsten Spalten enthalten die Windverhält- 
nisse unter und über der Gleitfläche (Windstärke in m/sec). Man zeichnet zu- 
nächst das-Isogonenfeld des Bodenwindes, und zwar unter Benutzung der Werte 
') Dynam. Meteorologie, Vieweg 1913, Bd. I, Abschn, 69. 
2?) Z. B. Wind dreht von NNW nach NW: Winddrehung +4, Um bei der immer wieder- 
kehrenden Berechnung der Winddrehung Versehen (besonders im Vorzeichen!) zu vermeiden, empfiehlt 
28 sich, eine kleine Tabelle anzulegen, welche in der Horizontalen und Vertikalen Windrichtung und 
Bjerknes-Zahlen enthält und so die Winddrehung in -allen Fällen direkt abzulesen erlaubt. 
3) Vgl. V. Bjerknes, Dynam, Meteorol. II, S. 62. 
Ann. d. Hrdr. usw. 19223. Heft IV.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.