accessibility__skip_menu__jump_to_main

Full text : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 51 (1923)

Pettersson, O.: Bemerkungen zu der Abhandlung: Die atlantisehe Vertikalzirkulation usw. 69

Ozeans zugeführt wird, steht also in Übereinstimmung mit den dynamischen Berechnungen
 Sandströms und erhält durch diesen ihre Beweiskraft.
Denn von der Lage der Isohalinen oder Isothermen allein auf innere Bewegungen
der Wasserschichten im Meer zu schließen, ist nicht statthaft und könnte leicht
zu verlockenden Trugschlüssen führen (Mimikry!), gerade wie zu der Zeit, wo
Lenz das erste Schema der atlantischen Zirkulation entwarf [1847]. Die Grundzüge
 der ozeanischen Zirkulation müssen auf dynamische}Prinzipien aufgebaut
werden. Motu ignorato, natura ignoratur. —
;  Aequator Sargasso — Meer
z° o* 35,00 10% 90° vo
Leo

O6 M

‚000 »

200»

000”

| 2500‘

! 10”

50°

ZT
£

>

500

» 1000

%

, 1500

, 2000

»500

Fig. 1 und 2,
[sohalinendiagramm nach Merz-Wüst und Geschwindigkeitsdiagramm nach Sandström.
Ich glaube, daß meine Auffassung der verwickelten Vorgänge, welche sich
im Sargasso-Meer abspielen, im Einklang steht mit meinen Ausführungen in den
genannten zwei Abhandlungen von 1904 und 19131) sowie auch mit dem von
Merz und Wüst (lc. Seite 14) ausgesprochenen Prinzip: „Daß die, Wassermassen
 mit ihrem Wärmeinhalt durch andere mächtigere Faktoren so verfrachtet
werden, daß die tatsächliche Wärmeanordnung mit dem Temperaturminimum im
Äquatorialgebiet und dem stark ausgesprochenen Maximum im Nordatlantischen
Ozean zustande kommt“, womit ich einverstanden bin, sofern dieses Prinzip auf
den vorliegenden Spezialfall (Sargasso-See usw.) beschränkt bleibt. Denn gegen
') Die Herren Merz und Wüst machen mir den Vorwurf, daß ich erst nach einigem Schwanken
zu meiner Interpretation gekommen sei. Darin haben sie vollkommen Recht. Die Schwierigkeit für
mich bestand darin, zu entscheiden, bis zu welcher Tiefe das atmosphärische Kraftfeld die Oberhand
äber das innere Kraftfeld im Meere behält. Berechnen kann man das nicht. Deshalb ist meine Ansicht
 noch schwankend. Soll ich mich aufs Geratewohl äußern, so würde ich die Grenze bei 150 m
setzen, Mein Leitmotiv wären dann die kleinen Aal-Larven, welche aus der Tiefe gerade bis zu diesem
Niveau aufsteigen oder vielmehr hinaufgeführt werden.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.