Sterneck, R.: Zur Praxis der harmonischen Analyse der Gezeitenbeobachtungen, 43
Will man sonach das einzig richtige Prinzip, an jeder einzelnen Tidestunde
die ihr zunächst liegende Stundenordinate einzusetzen, vollkommen streng
durchführen, so hat man jedesmal, wenn dieses Voreilen oder Zurückbleiben in
Tidestunden umgerechnet, durch einen der Werte 3, %, 2, 71---«-<- hindurch-
geht, eine Ordinate aus Tabelle A auszulassen oder zweimal hintereinander zu
verwenden; denn in jedem dieser Fälle gibt es offenbar zwei aufeinanderfolgende
Tidestunden von der Eigenschaft, daß die zwischen ihnen liegende wahre Stunde
entweder für keine von ihnen oder für beide die nächstliegende ist. Aus der
Bezlchung. a A n=0,12.....)
erhalten wir k=@+ zen m=0,12,......
Die nächsten ganzen Zahlen an diesen Werten k sind nichts anderes als
die Nummern der auszulassenden oder doppelt zu verwendenden Ordinaten aus
Tabelle A.
Für die in erster Linie in Betracht zu ziehenden Partialtiden haben t
t
und Tel folgende Werte:
NT
7
|t—24
24.841203 29.5306
24.000000 (]
25.316696 19.2274
23.934469 365.24
24.065891 365.24
95 819341 14.1916
Man erhält die aufeinanderfolgenden Werte von k, indem man in der
letzten Formel n die Reihe der ganzen Zahlen von 0 an durchlaufen läßt, durch
sukzessive weitere Addition einer und derselben Größe, so daß die Rechen-
maschine bei entsprechender Einstellung mit jeder neuen Kurbeldrehung .den
nächsten (auf Einheiten abzukürzenden) Wert von k liefert und die Hilfstabelle II
sonach gleichfalls sozusagen im Moment hergestellt werden kann. Ich teile hier
nur den Beginn der beiden Hilfstabellen!) mit:
Hilfstabelle I.
Mm | si Niko
0 0,
25 24
50 48
25 | 2
39 36
i24 |. 120
149 144
174 L68
199 192
94 216
0 01] 0 N
25 34. 24 . 26
51 48 | 48 | 59
76 72 | 9 | 7
LOL 96 96 ] 102
57 | 120 | 120 | 129
52 | 144 | 14% | 165
„77 | 168 | 168 ! 181
203 | 191 |! 193 | 207
998 | 215 | 9217 | 2392
HS
Hilfstabelle IL
Mills lnNTIKE I Pl Oo
44
74
103
133
162
1092
29]
251
2Q1
9
)
48
€7
7
:06
25
144
— 163
— 183
183
548
913
1278
1644
2009
2374
2739
3105
| 3470
183 | 7
548 21
913 35
1278 50
1644 64
2009 78
2374 92
2739 | 106
3105 | 121
3470 | 135
|
|
USW.
Nur bei K ist t < 24 Stunden, bei allen übrigen Partialtiden t > 24 Stunden,
Die in der Spalte K der Hilfstabelle II verzeichneten Stundenordinaten sind also
bei der Herstellung des zur Tide K zugehörigen Rechenschemas je zweimal
hintereinander einzutragen, die der übrigen Spalten aber beim Übertragen in
das zugehörige Rechenschema auszulassen. Es hätte nicht den geringsten Wert,
die auszulassenden Ordinaten, etwa durch Mittelbildung mit den Nachbarwerten,
doch irgendwie in die Rechnung einzubeziehen; es würde dies sogar störend
sein, da damit die einheitliche Regel, immer die jeder einzelnen Tidestunde am
nächsten liegende Beobachtung einzusetzen, durchbrochen würde.
IV. Die Durchführung der Rechnung. Als Formular für die Berechnung
der Amplitude und Kappazahl einer einzelnen Partialtide bedient man sich
1) Man wird die wesentliche Verschiedenheit von den Dar win-Börgenschen Hilfstabellen
‘Ann. d. Hydr. 1884, S. 561) leicht bemerken.