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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 51 (1923)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1923. 
Ausfüllung der Lücken (unter Verwendung des Intervalls von 4260 Stunden). 
Für jede der beiden Stationen wurden stündliche Ordinaten eines halben Jahres 
verwendet, die in Catania zehn Lücken mit zusammen 371 Ordinaten, in Tarent 
eine Lücke mit 182 Ordinaten aufwiesen. Es ergab sich: 
Catania mit Ausfüllung der Lücken .... 
ohne » „ » .... 
Tarent mit Ausfüllung der Lücken .... 
ohne ws x . 
3 
Re 
I 
NA 
29 
1.23 ] 110 
1.20 110 
1.15 
1.00 
A 
5 
= 
1 
1892 ı 
V_ 
) 
yo 
50 
57 
Ph Oo 
717 
265 25 
D69 26 
0.67 | 50 
0.66 | 61 
1.15) 66 
123 | 68 
0.80 | 51 
087 | 46 
Der Unterschied zwischen den beiden Ergebnissen liegt im allgemeinen 
innerhalb jener Genauigkeitsgrenzen, die unter Verwendung halbjähriger Beob- 
achtungen, wie ich gelegentlich der Veröffentlichung der gesamten Rechnungs- 
ergebnisse näher darlegen werde, bei so kleinen Amplituden überhaupt er- 
reichbar sind, 
II. Die Hilfstabellen. Um bei allen Partialtiden einen einheitlichen Rechnungs- 
vorgang einhalten zu können, ist es vorteilhaft, die Perioden der Halbtagstiden zu 
verdoppeln, so daß auch sie ungefähr 24 Stunden betragen. Den 24. Teil der 
Periode bezeichnen wir als „Tidestunde‘“ und haben nun die Aufgabe, die 
Ordinaten des Beobachtungsintervalles nach den einzelnen Tidestunden der 
zu suchenden Partialtide zu ordnen. Da die einzelnen Perioden miteinander 
inkommensurabel sind, nimmt man an, daß sich bei dieser Gruppierung und 
Mittelbildung alle Partialtiden außer der gesuchten aus dem Resultat wegheben. 
Genau trifft diese Annahme allerdings nur dann zu, wenn das Beobachtungs- 
intervall ein gemeinsames Vielfaches der Perioden aller einzelnen Partialtiden 
ist, was, wie wir gesehen haben, fast vollkommen exakt bei dem Intervall von 
8520 Stunden (355 Tage) oder, von N abgesehen, auch schon bei dem halb so 
großen Intervall zutrifft, In jedem anderen Fall bleibt von den übrigen Tiden 
ein Restbetrag zurück, der, wenn die zu suchende Tide klein ist, unter Umständen 
auch ziemlich störend wirken kann‘). 
Zur Anordnung der Beobachtungen nach den einzelnen Tidestunden einer 
bestimmten Partialtide bedarf man zweier Hilfstabellen. 
Die Hilfstabelle I hat die nächsten ganzen Stunden an den einzelnen 
Vielfachen der Periode (bzw. doppelten Periode), die wir jetzt mit t bezeichnen, 
zu enthalten. Sie wird einfach mit der Rechenmaschine durch Einstellung von 
t und wiederholtes Drehen der Kurbel hergestellt, wobei man die Resultate immer 
auf ganze Zahlen abkürzt. 
Die Hilfstabelle II gibt ein Verzeichnis der auszulassenden oder doppelt 
einzusetzenden Stundenordinaten. Da nämlich die Tidenstunden nicht mit 
den wahren Stunden zusammenfallen, müssen bei der Übertragung der Ordinaten 
aus Tabelle A einzelne ausgelassen, andere doppelt verwendet werden, wenn 
imıner die der betreffenden Tidestunde nächste Stundenordinate eingetragen 
werden soll. Ist t > 24 Stunden, so verspäten sich die Tidestunden ein wenig 
gegen die wahren Stunden; ist t < 24 Stunden, so eilen die Tidestunden den 
wahren Stunden voran. Da t wahre Stunden gleich 24 Tidestunden sind, so be- 
trägt dieses Zurückbleiben oder Voreilen nach Verlauf einer wahren Stunde 
Or —1 oder 1 — a5 nach k wahren Stunden also k- A oder k- Se, WOo- 
% x . zu |t — 241 . 
für wir einheitlich k- Da schreiben. 
!) Es ist nicht richtig, wenn Prof. Börgen (Ann, d. Hydr. usw. 1884, S. 563) sagt, daß „der 
Einfluß einer zu eliminierenden Tide in der Summe der Beobachtungen, die in irgendeiner Vertikal- 
kolumne enthalten sind, höchstens mit dem einfachen Betrage ihres Koeffizienten sich geltend machen 
kann, und das Mittel für diese Kolumne daher nur um den durch die Auzahl der zum Mittel ver- 
einigten Beobachtungen gegebenen Bruchteil dieses Koeffizienten fehlerhaft werden kann“, Ragt z.B. 
das Beobachtungsintervall um die achtfache Periode von S; über das gemeinsame Vielfache hinaus, 
so kann in der erwähnten Summe die Tide S, nahezu mit ihrem vierfachen Koeffizienten enthalten 
sein, so daß z. B. ein störender Einfluß auf K, durchaus nicht von vornherein ausgeschlossen wäre.
	        
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