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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 51 (1923)

Pollak, L, W.: Zur Ableitung der mondtäglichen Schwankung des Luftdruckes in der Atmosphäre. 35 
von Tagesstunden vollkommen erschöpfen, imstande sind, die Häufigkeit der 
zur Mittelbildung verwendeten Tages-Sonnenstunden, ohne das Schema wirk- 
lich niederschreiben zu müssen, für irgendeine willkürlich herausgegriffene 
Mondstunde zu berechnen und daher die an jeden beliebigen Stundenwert des 
mondtäglichen Luftdruckganges erforderliche Korrektion wegen sonnentäglichen 
Ganges anzubringen, 
Es soll nun gezeigt werden, wie mit Hilfe dieser Formeln die Sonnen- 
korrektion wirklich berechnet werden kann. Wir benötigen zunächst die Häufig- 
keitsverteilung der einzelnen Sonnentagesstunden im Darwinschen Schema bis zu 
dem Mondtage, bis zu welchem wir die Mondtage zu einem Mittel vereinigen, 
also, um ein Beispiel zu geben, etwa bis zum 353. Mondtag für jede Mondstunde. 
Wir schließen. so: Unter 353 Mondtagen kommen in der 0-ten Mondstunde gemäß 
Tabelle Nr. 6 56 Doppelstellen vor, deren Stundenwerte sich in Tabelle Nr. 8 
finden. Es verbleiben 353 — 56 = 297 Mondtage. Mit unseren Formeln berechnen 
wir, daß am 353. Mondtage in der 0-ten Mondstunde die Tagesstunde 8 erscheint. 
Wenn wir von 353 daher um 9 (weil die Zahl 0 mitgezählt werden muß) Mond- 
tage, die Doppelstellen nicht mitgerechnet, zurückgehen, so steht dort die Sonnen- 
stunde 23. Das heißt also: 297 — 9 = 288 Mondtage müssen, da die 0-te Mond- 
stunde mit der Tagesstunde 0 beginnt, volle Zyklen bilden, Tatsächlich ist 
288 : 24 — 12. Wir haben somit schon die Häufigkeitsverteilung der 0-ten Mond- 
stunde bis zum 353. Mondtag einschließlich ermittelt, nämlich: Es kommen vor 
12 volle Zyklen der Tagesstunden 0, 1, 2 bis 23, ferner die Stunden 0, 1, 2 bis 8 
und schließlich die 56 in Tabelle Nr. 7 und 8 enthaltenen Sonnenzeitstunden der 
Doppelstellen der 0-ten Mondstunde, 
Hat man einmal die Häufigkeitszahlen der Tagesstunden, deren Barometer- 
stände zur Ableitung des mondtäglichen Luftdruckganges verwendet werden, 
ermittelt, so hat man jede Häufigkeitszahl mit der ihr zugehörigen Abweichung 
des Luftdrucks vom Tagesmittel (Luftdruckgang in Batavia, Gleichung (4), viertes 
bis siebentes Glied) zu multiplizieren, die algebraische Summe dieser Produkte 
zu bilden und zu mitteln, und erhält auf diese Weise die Korrektionsgrößen 
wegen sonnentäglichen Luftdruckganges. Auf diese Weise erhielten wir für alle 
24 Mondstunden der aus 320 bis 378 Mondtagen gebildeten Mittelwerte, die in 
Tabelle Nr. 14 und 15!) zusammengestellten Korrektionsgrößen. Vergleichen wir 
zunächst die so gefundenen Korrektionen für 354 und 372 Mondtage mit den 
bei genauer Interpolation (Tabelle Nr. 1) erhaltenen, so lehrt die Gegenüber- 
stellung Tabelle Nr. 16, daß die Größenordnung der Korrektionen in der Mehr- 
zahl der Mondstunden sehr gut übereinstimmt. Die Mittel der absoluten Beträge 
Genaue Darwinsches . 
Interpolation Verfahren 
354 Mondtage . . . .. . 0.0106 0.0102 
372 „ WO 0.0011 0.0026 
zeigen am deutlichsten die zu gewärtigenden Unter,chiede bei genauer und 
näherungsweiser Berechnung der Sonnenkorrektionen. Die Gänge in den beiden 
Reihen stimmen vorzüglich überein. Alle früher hervorgehobenen Gesetzmäßig- 
keiten der Sonnenkorrektionen bleiben auch hier erhalten. Die Tagesmittel der 
absoluten Beträge in Tabelle Nr. 14 und 15 lehren, daß bei dem aus 331 und 
Tahelle Nr. 16. 254 Mondtarge. 
Mond- | 
stunde | 
Ge- 
naue 
Inter- 
nDoalatı 
Darwin 
Mond- 
stunde! 
1e- 
naue 
Inter- 
nolat 
; Darwin 
Mond- 
stunde 
Ge- 
naue 
Inter- 
Dolat_ 
| 
‚Darwin 
1 0,0075 |-0.0070 6 10.0067 '_0.0038| 12 | 0.0224 0.0224 
- 95 |- 9 7 “1 58, 13 183| 162 
- 118 |- 114 8 78‘ 116j 14 120| 106 
- 136 |- 1l7+H| 9 151° 2177| 15 47 75 
— 138+*/— 101 | 10 206 2217| 16 | 18 9| 
x 115 a 9932 9991 17 I. 651. 6 
Mond- 
stunde 
18 
19 
20 
21 
22 
DR 
Ge- 
naue 
Inter- 
nolat. 
‚Darwin 
-0.0C88 | 0.0069 
9141-78: 
- 81 = 67 
70 1- 70 
65 '- 78 
7“ CO 
( Aus Ersparnisrücksichten hier nicht abgedruckt. Anm, d, Verfassers
	        
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