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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 51 (1923)

Schumacher, A.: Neue Hilfstafeln für die Umkippthermometer nach Richter usw. 279 
Tabelle 4. Übersicht über die thermometrischen Tiefenbestimmungen auf „Poseidon“ 
in den Jahren 1920, 1921, 1922. 
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838 
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81— 9C 
91—10C 
101—150 
151—200 
201—300 
301—400 
401—500 
501—609 
501—700 
Die Differenz thermometr. Messung — Drahtlänge 
war negativ und betrug ‚...min.... Fällen 
Die Differenz thermometr. Messung — Drahtlänge 
war positiv und betrug ...,min.... Fällen 
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rung des Druckkoeffizienten so gering, daß sie bei den vorkommenden Tiefen 
und Temperaturen nicht wirksam wird, Von merklichem Einfluß könnten schon 
eher die Änderungen der Ableseberichtigungen sein, — wenn es möglich wäre, 
aus den alten und neuen Eichungen die für 1920/21 gültigen Berichtigungen 
unbedingt zuverlässig herzuleiten, Von einer Bestimmung des Druckkoeffizienten 
aus zuverlässigen Beobachtungen auf See nach Ruppins Vorgang wurde abge- 
sehen, weil die verfügbaren Tiefen für eine genaue Berechnung von &@ zu gering 
waren. Die größten Tiefen wurden zudem bei stürmischem Wetter im Skagerrak 
genommen, so daß die Drahtlänge nicht die erreichte Tiefe angibt. Die mittlere 
Dichte des Seewassers wurde stets unter Benutzung von Tabelle 3 bestimmt. 
Die wegen der Ablesefehler zu gewärtigende Ungenauigkeit beträgt für die 
beiden benutzten ungeschützten Thermometer im Mittel nicht ganz -+ 5 m (vgl. die 
Bemerkungen zur Gleichung [5]). Von den bearbeiteten 292 Tiefenbestimmungen 
weichen denn auch 235, also 80%, um höchstens {- 5 m von der Angabe der 
Lotmaschine ab. Die Ablesungen verteilen sich nicht symmetrisch um die O- 
Spalte, sondern in 182 Fällen, d. h. reichlich 60%, der Beobachtungen, ist die 
thermometrisch bestimmte Tiefe größer als die von der Lotmaschine angegebene. 
Dies entspricht also der Vermutung Ruppins, daß der Druckkoeffizient @ sich 
nachträglich noch etwas verringert. Jedoch sind die im Laboratorium gefundenen 
Änderungen von «, wie schon gesagt, viel zu gering, um hier wirksam zu werden. 
Eher kann man Änderungen der Ableseberichtigungen als Ursachen der Un- 
symmetrie gelten lassen. Von den 22 Messungen aus über 100 m Tiefe ergaben 
zwei Drittel, im Gegensatz zu den Messungen in den kleinen Tiefen, geringere 
Werte als die Lotmaschine. In den meisten dieser Fälle wird der Draht schräg 
ausgestanden haben (der Drahtwinkel ist nicht gemessen worden), da die 
Messungen bei unruhigem Wetter oder bei merklicher Strömung gemacht wurden. 
So folgt für die größte gemessene Tiefe (nach der Lotmaschine 630 m, thermo- 
metrisch 614 m) ein Drahtwinkel von 13°, der in Anbetracht der Wetter- und 
Stromverhältnisse sehr wohl denkbar ist. 
Die Verwendbarkeit der Umkippthermometer zur Tiefenmessung ist durch 
die vorstehenden Überlegungen und durch die in Tabelle 4 gegebene Übersicht 
neu bestätigt worden. Zusammenfassend sei folgendes nochmals hervorgehoben: 
Selbstverständliche Voraussetzung für die Benutzung der Kippthermo- 
meter zur Tiefenmessung ist von Zeit zu Zeit wiederholte Eichung der Instrumente. 
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