Schumacher, A.: Neue Hilfstafeln für die Umkippthermometer nach Richter usw. 279
Tabelle 4. Übersicht über die thermometrischen Tiefenbestimmungen auf „Poseidon“
in den Jahren 1920, 1921, 1922.
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501—609
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Die Differenz thermometr. Messung — Drahtlänge
war negativ und betrug ‚...min.... Fällen
Die Differenz thermometr. Messung — Drahtlänge
war positiv und betrug ...,min.... Fällen
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rung des Druckkoeffizienten so gering, daß sie bei den vorkommenden Tiefen
und Temperaturen nicht wirksam wird, Von merklichem Einfluß könnten schon
eher die Änderungen der Ableseberichtigungen sein, — wenn es möglich wäre,
aus den alten und neuen Eichungen die für 1920/21 gültigen Berichtigungen
unbedingt zuverlässig herzuleiten, Von einer Bestimmung des Druckkoeffizienten
aus zuverlässigen Beobachtungen auf See nach Ruppins Vorgang wurde abge-
sehen, weil die verfügbaren Tiefen für eine genaue Berechnung von &@ zu gering
waren. Die größten Tiefen wurden zudem bei stürmischem Wetter im Skagerrak
genommen, so daß die Drahtlänge nicht die erreichte Tiefe angibt. Die mittlere
Dichte des Seewassers wurde stets unter Benutzung von Tabelle 3 bestimmt.
Die wegen der Ablesefehler zu gewärtigende Ungenauigkeit beträgt für die
beiden benutzten ungeschützten Thermometer im Mittel nicht ganz -+ 5 m (vgl. die
Bemerkungen zur Gleichung [5]). Von den bearbeiteten 292 Tiefenbestimmungen
weichen denn auch 235, also 80%, um höchstens {- 5 m von der Angabe der
Lotmaschine ab. Die Ablesungen verteilen sich nicht symmetrisch um die O-
Spalte, sondern in 182 Fällen, d. h. reichlich 60%, der Beobachtungen, ist die
thermometrisch bestimmte Tiefe größer als die von der Lotmaschine angegebene.
Dies entspricht also der Vermutung Ruppins, daß der Druckkoeffizient @ sich
nachträglich noch etwas verringert. Jedoch sind die im Laboratorium gefundenen
Änderungen von «, wie schon gesagt, viel zu gering, um hier wirksam zu werden.
Eher kann man Änderungen der Ableseberichtigungen als Ursachen der Un-
symmetrie gelten lassen. Von den 22 Messungen aus über 100 m Tiefe ergaben
zwei Drittel, im Gegensatz zu den Messungen in den kleinen Tiefen, geringere
Werte als die Lotmaschine. In den meisten dieser Fälle wird der Draht schräg
ausgestanden haben (der Drahtwinkel ist nicht gemessen worden), da die
Messungen bei unruhigem Wetter oder bei merklicher Strömung gemacht wurden.
So folgt für die größte gemessene Tiefe (nach der Lotmaschine 630 m, thermo-
metrisch 614 m) ein Drahtwinkel von 13°, der in Anbetracht der Wetter- und
Stromverhältnisse sehr wohl denkbar ist.
Die Verwendbarkeit der Umkippthermometer zur Tiefenmessung ist durch
die vorstehenden Überlegungen und durch die in Tabelle 4 gegebene Übersicht
neu bestätigt worden. Zusammenfassend sei folgendes nochmals hervorgehoben:
Selbstverständliche Voraussetzung für die Benutzung der Kippthermo-
meter zur Tiefenmessung ist von Zeit zu Zeit wiederholte Eichung der Instrumente.
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