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lässig erschien. Dieses Verfahren kann jedoch nur über großen Meerestiefen
gleich gute Bestimmungen von « liefern wie die Laboratoriumsversuche. Es
ist nach Gleichung (4)
10-.4t x 10
= De und somit da = DS ‚dA4t.
Demnach sind (für dAt= + 0.04° und Sy = 1.028) Bestimmungen aus
mindestens 800 m Tiefe erforderlich, um « bis auf die dritte Dezimalstelle, d. h.
auf -} 0.0005° zu verbürgen. Die Vermutung Ruppins schien demnach aus seinen
in den geringen Tiefen der Nord- und Ostsee gewonnenen Bestimmungen nicht
recht begründet. Auf die Bitte um eine Äußerung über diese Frage erklärte
sich die Physikalisch-Technische Reichsanstalt in entgegenkommender Weise bereit,
einige ungeschützte Thermometer der Deutschen Seewarte erneut eingehend zu
untersuchen. ‚Besonders wurden — der Anfrage entsprechend — bei der neuen
Bestimmung des Druckkoeffizienten die Thermometer nicht nur, wie bislang
üblich, in ein Temperaturbad von 0°, sondern auch in ein solches von 19° und
21° gebracht, den wechselnden „Ausgangstemperaturen“ der Instrumente beim
praktischen Gebrauch entsprechend. (Nach früheren Untersuchungen galt diese
„Ausgangstemperatur“ als praktisch belanglos.) Die neuen Werte von « für die
auf 0° abgekühlten Thermometer sind kleiner als die im Jahre 1914 gefundenen;
die Vermutung Ruppins wäre also bestätigt. Diese Anderung betrug im Höchst-
falle 0.0005°, ein solcher Wert kann also bei Tiefen von etwa 800 m an störend
wirken. Außerdem nimmt der Druckkoeffizient mit. wachsender „Ausgangs-
temperatur“ des Thermometers stärker zu, als man bisher glaubte (bis zu 0.0009°
bei Erwärmung des umgebenden Wassers von 0° auf 21°), Eine solche Ände-
rung von @ mit wechselnder Thermometertemperatur kann sehr wohl Fehler
der Tiefenmessung von 10 m bewirken!). Will man also unter allen vorkommen-
den Verhältnissen die Genauigkeit der themometrischen Tiefenmessung innerhalb
der unvermeidlichen Beobachtungsungenauigkeit von 3 bis 6 m halten, so ist
eine Bestimmung des Druckkoeffizienten bei verschiedenen Temperaturen nötig,
Zu Gleichung (7). Bei At= 1°, also wieder in Tiefen von der Größen-
ordnung 100 m, und bei den bislang benutzten Grenzwerten für a und Sy (1.000
bis 1.027), liegt die Unsicherheit von.D infolge eines Fehlers der Dichte
zwischen den Grenzen 140 dS; und *78-dS« Ist also S; bis auf die dritte
Dezimalstelle zuverlässig, d. h. dS; höchstens - 0.0005, so ist — bis etwa 100 m
Tiefe — die Bestimmung von D, soweit dies von der Dichte abhängt, stets bis
auf Dezimeter (!) genau. Bei At = 25° würde die gleiche Unsicherheit von Sy einen
Maximalfehler von nicht ganz -{4- 2 m bedingen. .
Da die aus Sy herrührende Fehlerquelle diejenige ist, die am bequemsten,
nämlich rein rechnerisch, beliebig klein gehalten werden kann, so sind nach-
stehend einige Hilfsmittel zur Berechnung von Sı gegeben. Natürlich darf, wie
auch Ruppin andeutet, der Wasserdruck bei der Berechnung von S}e für den
vorliegenden Zweck nicht außer acht gelassen werden. Für die Berechnung
der Dichte in den einzelnen Tiefen der zu messenden Wassersäule müssen also
die hydrographischen Tabellen von Bjerknes, nicht die von Knudsen benutzt
werden. Um die Erhöhung des spezifischen Gewichtes infolge der Zusammen-
drückbarkeit des Wassers bequem an den in der üblichen Weise (nach Knudsen)
gefundenen Dichtewerten anbringen zu können, ist die Tabelle 3 berechnet
worden. Sie ist völlig empirisch gefunden, indem für die einzelnen Meerestypen
und Tiefenstufen eine Anzahl Beispiele (meist sechs) aus möglichst verschiedenen
Gebieten und Jahreszeiten nach Knudsen und nach Bjerknes durchgerechnet
wurden. Die Tabelle dürfte in den meisten Fällen, auch bei Interpolationen,
genügen, um die für den Seedruck berichtigte Dichte bis auf -+ 5 Einheiten der
fünften Dezimalstelle aus den nach Knudsen gefundenen Zahlen anzugeben.
Sie wird daher vermutlich auch für manche anderen praktischen Zwecke nützlich
sein können.
') Bei verhältnismäßig hohen Wassertemperaturen in größerer Tiefe (z. B. 13—14° im Mittelmeer)
ann. d. Hydr. usw. 1923, Heft XII.