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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 51 (1923)

3" 
Annalen der 
Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezemier 
199223 
und die Gesamtberichtigung % " 
- — M+ 7) CM—Y) , M+ 7) +E(Ti— 9) 
= OHdC = A AT 
Für dT, wird näherungsweise der Wert der bisherigen Berichtigung 
C= MM gesetzt werden können, somit wird, 
— Mi+v)(M—8 C++) +T—9 
G 0 + "6300 )} 
oder, wenn (Ti + vo) = n, (T1i—t) = + gesetzt wird 
‘ __ nr a+z). 
2) => 600°) 
Die Formel (2) wurde in gleicher Weise wie Formel (1) an den vier Bei- 
spielen der Tabelle 1 geprüft. Die nach (2) errechnete Tiefentemperatur 
Tw* weicht im schlimmsten Falle von dem wahren Wert Tw um 0.0013° ab. Um 
die drei ersten Dezimalstellen der Berichtigung vollkommen sicher berechnen 
zu können, ist also der für dTw eingesetzte Näherungswert noch nicht genau 
genug. Aus dC = A dTw ergibt sich durch abermaliges Differenzieren 
CC = A at als Änderung von dC bei einer Änderung von d Tim Be- 
trage von dTw?% Für dTw? ist der einleuchtendste Näherungswert 
. . . . 3 . 
0 — C=dC = or somit d?’C = kn und endlich 
__ __ AD.:7 n+rT n+rz\? | 
0 =C+40+40 = + +71 
Diese Formel gestattet, wie der Vergleich der Werte von Tw und von 
Tu** in Tabelle 1 zeigt, die an der Ablesung anzubringende Berichtigung in 
den ungünstigsten vorkommenden Fällen bis auf 0.0001, genauer auf 14 Ein- 
heiten der fünften Dezimalstelle zu berechnen, Auf Grund der Formel (3) ist 
die Tafel 12 aufgestellt worden; die Eingänge sind, wie in der „Korrektions- 
tabelle“ auf Seite 57 im Jahrgang 1914 dieser Zeitschrift, die Werte vo+ T und 
T—t, wo T niünmehr die oben am Hauptthermometer abgelesene Temperatur 
wirklich bedeutet (in der vorstehenden Abteilung Ti; genannt). Wegen des Faktors 
n+z n+-7\? 
[+ 0) 
ist die neue Hilfstafel nicht mehr symmetrisch zur Spalte T—t=0, sie ist 
daher für den Bereich von T —t von — 28° bis + 10° berechnet worden. Um 
bei Interpolationen die zweite Dezimale stets verbürgen zu können, ist die dritte 
Dezimalstelle in kleinerem Druck angefügt‘). 
Die Formel (3) und die darauf gegründete Tafel 12 gelten nicht etwa 
auch für das Kippthermometer mit offenem Schutzrohr, das zusammen mit dem 
gewöhnlichen Kippthermometer zur Tiefenmessung verwendbar ist. Ruppin’?) 
weist bereits darauf hin, daß für das „ungeschützte“ Thermometer in der 
Gleichung (1) im zweiten Faktor des Zählers T nicht mehr die Ablesung am 
Hauptthermometer bedeutet, sondern natürlich die wahre Tiefenwassertemperatur 
nach Angabe des gleichzeitig benutzten geschützten Kippthermometers. Im 
ersten Faktor läßt er ohne Erörterung T als Ablesung am ungeschützten Haupt- 
thermometer stehen.  Ruppins Berichtigung ergäbe sich also aus der Formel 
€ = CE+wIr—B 
6300 1 
in der X und t die Ablesungen am ungeschützten Haupt- bzw. Hilfsthermometer 
bezeichnen, v, die entsprechende und Tw dieselbe Bedeutung hat wie in der 
vorhergehenden Erörterung. Streng genommen bedeutet X natürlich auch hier 
1) Eine Unsicherheit der dritten Dezimalstelle ist natürlich in Ausnahmefällen auch bei An- 
wendung der Formel (3) noch denkbar. Sie trat aber bei keinem der Werte der Tafel 12, die sämt- 
lich einzeln berechnet wurden, hervor. 
3) Die hydr.-chem. Methoden. 
Kiel und Leipzig 1912. 
Wiss. Meeresuntersuchungen. N. F. 14. Bd., Abt. Kiel‘Nr. 2.
	        
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