Meißner, O.: Der Einfluß der Luftdruckverteilung über der Ostsee auf den Wasserstand usw, 265
Epoche.
W— 2 1 p=0049 N-— 30.XI p= 0.149 | A 10. VIIL p=0021 K 11. VIIL p = 0.007
W + 27. XI. 0.013 N-+- 28.IV. 0.0491Z 17. V. 0.019 F 24. VL 0.028
Tabelle 2b.
Tr. | Ma. | wi | Wa | Ar. | sw. | Pi. | Me..' W-Lage
1. 7) + 971 + 56, + 55
II. | (26) — 64| —186 | — 87
I. | @8) — 22| — 65' — 36
(SH 1 3|— 471 — 22
|
‚+ 51| 4142| 4115 | +19 | 4205
— 109 | — 79| — 59| — 46] — 42
— 47 b4 9| + 23 | + 77 | + 76
|— 3835| + 25 | + 50 | + 77 | + 81
u
I. (2C)
HL (12)
(46)
Le FF 17 | 415] +1157 +326 | +500
2154 —142 —134 1 —1'8| — 72 — 65| - 38 | +129
—236 | —229 1 —160 | —135 | — O0! + 37 | -+278_| +41
—152 | —144 | —110 | — 93 | + 101 + 17 | +185 | +316
L | (0°) [+ 6 | + 87] + 3514 62 | 1701 4101 | + 206 Fa.
In. | a2) — 501 — 5|— 68|— 62|— 13 | + 13 | + 35 | + 36
HL | a2) + 32] — 16) + 71 — 01+ 43 | + 53 | +127 | 4125
87 ı + 23|— 16|— 6|+4+ 21 -+ 70 + 711 4158 | +144
u. {!)
Il. (23)
HT. (20)
(59)
+ + NA A091 AI A144 | + 255 E27
EEE 137
47 — 60|— 51 — 49! 4 83 | + 38 | +139 )_4181
— 38|— 47 |— 241 — 22 | + 58 | + 51 | +14 | +203
A
.Z
KK
Hierzu seien folgende Bemerkungen gemacht: :
W— und W+: Ablandige Winde erniedrigen den Wasserstand auch im
Westen, wo er der Theorie nach hoch sein müßte, bei W-} "ist es umgekehrt.
Obwohl an den westlichen Stationen das Barometer bei W-+ etwa 10 mm höher
steht als bei W—, ist der Wasserstand nicht etwa bei W-}- um 10s, wenn s
das spezifische Gewicht des Quecksilbers bezeichnet, tiefer!), sondern um ungefähr
250 mm höher, ein sicherer Beweis, daß die Höhe des Luftdruckes nicht das aus-
schlaggebende Moment ist,
N— und N+: Unter Berücksichtigung des Umstandes, daß die sonst
ziemlich westöstlich verlaufende Küste von Pillau ab sich nach N hinbiegt, ist
die Änderung des Wasserstandes zwar im Sinne der Theorie, aber viel zu
zroß, besonders bei N-+, wo auflandige Winde wehen, die das Wasser an der
Küste aufstauen. Auch hier sieht man also wieder, daß der Windeinfluß den des
Luftdruckes übertrifft, wenn man bestimmte Typen der Luftdruckverteilung zu-
grunde legt.
A und Z: A entspricht ziemlich der Theorie, da die geringen Luftdruck-
differenzen nur schwache Winde erzeugen; jene können sich also hier am besten
geltend machen. Bei Z ist dies weniger der Fall,-da stärkere Gradienten und
Winde vorhanden sind; daß die Wasserstände denen bei N— sehr ähnlich sind,
ist aus der Lage der Stationen sofort erklärlich.
K und F zeigen einen im Vergleich zum Jahresmittel fast normalen Wasser-
stand; die Abweichungen sind fast gleich, obwohl die Luftdruckwerte der Stationen
ım 10 mm abweichen; ein Beweis, daß eben die Ostsee in bezug auf ihren Wasser-
stand als kein selbständiges Becken anzusehen ist,
Bezüglich der mittleren Epochen der Wetterlagen ist zu bemerken, daß
sie nicht durch einfache Mittelbildung?), sondern aus den sin und cos der
i) Nach anderen von Kühnen und Verf. ausgeführten Bestimmungen ist statt s (= 131/) 10
anzunehmen, .
2) Wobei eine nur im Januar und Dezember vorkommende Wetterlage als Epoche ein Datum
im Juni oder Juli bekäme!