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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 51 (1923)

Kleinere Mitteilungen. 
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wo x den Abstand vom Mittelparallel in Graden und t die Nummer des Monats 
(Jan. = 1, Dez, = 12) bedeutet. Die Formel gibt den jährlichen Gang an einer 
Reihe von Beobachtungsstellen leidlich wieder. 
Die zweite Unteraufgabe betrifft die Wärmewirkungen einer wagerechten 
Strömung und führt bereits auf eine Randwertaufgabe der theoretischen Physik; 
Mc Ewen kehrt die Fragestellung dann um ‚und sucht, angeregt durch Krümmels 
Ausführungen hierüber, aus dem Verlaufe der Isothermen die Geschwindigkeit 
der Strömung abzuleiten und mit den beobachteten zu vergleichen. Bei der 
Lückenhaftigkeit der Beobachtungen ist er zu mehrfachen Annahmen gezwungen, 
aber die Ergebnisse der sehr umständlichen Formeln stimmen zum Teil gut, zum 
Teil wenigstens in der Größenordnung mit den Beobachtungen; so erhält er durch 
Rechnung an der Westküste Nordamerikas, 30°—40° N-Br. 2.4 Sm gegen 3.9 Sm 
(beob.) im Etmal, von 40°—50° N-Br. ‚2.8 Sm gegen 2.6 Sm, an der Nordwest- 
küste Afrikas 0.78 Sm in der Stunde gegen 0.88 Sm (aus Beobachtungen der 
„Möwe*‘). 
Die letzte Unteraufgabe beschäftigt sich mit den Wirkungen senkrechter 
Strömungen und ist am schwierigsten, da außer der Wasserbewegung die Ver- 
mischung berücksichtigt werden muß. Das reichhaltige Beobachtungsmaterial 
der Amerikaner für die Gegend von San Diego (Kalifornien) zeigt aber im ganzen 
befriedigende Übereinstimmung mit McEwens Formeln. U. a, stellt die ein- 
fache Gleichung @m = 5.6 -}-8.3e 0-03, wo y die Tiefe in m bedeutet, die mittlere 
Jahrestemperatur O„ zwischen 40m und 600 m Tiefe bis auf 0.5° C genau dar, 
Die Formeln führen auf einen Wärmeaustausch, um hier den von W. Schmidt 
(D. Ztschr. 1917, S. 367 ff.) eingeführten Ausdruck zu gebrauchen, von 30 c.g.8- 
Einheiten und auf eine Auftriebsbewegung von 31 m im Monat; dicht unter Land 
würde sie etwa doppelt so schnell sein, Aus Salzgehaltsbeobachtungen berechnet 
McEwen einen Austauschwert von 41 c.g.s. und eine Auftriebsgeschwindigkeit 
von 53 m, und nach einer anderen Methode 35 m im Monat. Die Werte stimmen 
hinreichend überein, um eine Anschauung von der Größenordnung zu geben, und 
mehr kann beim gegenwärtigen Stande der Kenntnis nicht geleistet werden. In 
der oberen, 40 m dicken Schicht nimmt die Geschwindigkeit des Aufquellens stark 
ab und beträgt an der Oberfläche nur noch den neunten Teil etwa vom ge- 
nannten Werte. H. Thorade. 
Neuere Veröffentlichungen. 
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben. 
Schweer, Weltkarte der Kohlen- und Ölbunker- 
stationen, nebst den Kohlen- und Petroleum- 
feldern, Aquatorialmaßstab 1 :280000U00. Grund- 
zahl 20. (Unaufgezogen gefaltet in Umschlag.) 
Hamburg 1923. L. Friederichsen & Co, 
Die zunehmende Industrialisierung der Welt 
macht das Streben nach dem Besitz der Haupt- 
energiequellen immer mehr zu einem Hauptfaktor 
politischen Geschehens Neben der Kohle hat in 
während des Krieges und der Folgezeit stetig 
schnell zunehmendem Maße das Erdöl an Bedeutung 
gewonnen, ist es doch als Energiequelle für Ver- 
kehrsmittel der Kohle in bezug auf Transport- 
fähigkeit und Ausnutzbarkeit durchaus überlegen, 
und besonders in der Schiffahrt zu immer größerer 
Bedeutung gelangt. Die vorliegende, von dem 
durch seine Arbeit über die türkisch-persischen Erd- 
ölvorkommen als sachverständig bekannten Autor 
entworfene Karte darf daher auf großes Interesse 
sowohl in Schiffahrts-, Handels- wie auch wissen- 
schaftlichen und politisch interessierten Kreisen 
rechnen. 
„Auf der Karte sind zunächst die Kohlen- und 
Ölfelder durch Quadrate in der Bedeutung des 
Vorkommens qualitativ entsprechender Größe dar- 
gestellt. Bei den Erdölproduktionsgebieten sind 
ıuch die Rohrleitungen, welche die Felder mit den 
Seehäfen verbinden, eingetragen. Die Bedeutung 
lieser eigenartigen Beförderungsmöglichkeit des 
Erdöls tritt eindringlich hervor, übertrifft doch 
z. B. die Länge der Rohrleitung, die das Kansas- 
Oklahama-Feld mit Chicago und New York ver- 
bindet, die Entfernung Hamburg-—Rom! Weiterhin 
zind die Brennpunkte des Seeverkehrs, nämlich die 
Ölbunker- und Kohlenstationen, verzeichnet, deren 
Auffindung durch eine beigegebene alphabetische 
Liste erleichtert wird. Die Verhältnisse in West- 
europa, an den Küsten der Nordsee, des Ozeans 
and des westlichen Mittelmeeres sind noch auf 
einer Sonderkarte in größerem Maßstabe zur Dar- 
stellung gebracht. 
Graphische und statistische Beigaben erweitern 
and vertiefen das aus der Karte gewonnene Bild, 
Sie zeigen. daß die Vereinigten Staaten fast die
	        
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