Kleinere Mitteilungen.
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wo x den Abstand vom Mittelparallel in Graden und t die Nummer des Monats
(Jan. = 1, Dez, = 12) bedeutet. Die Formel gibt den jährlichen Gang an einer
Reihe von Beobachtungsstellen leidlich wieder.
Die zweite Unteraufgabe betrifft die Wärmewirkungen einer wagerechten
Strömung und führt bereits auf eine Randwertaufgabe der theoretischen Physik;
Mc Ewen kehrt die Fragestellung dann um ‚und sucht, angeregt durch Krümmels
Ausführungen hierüber, aus dem Verlaufe der Isothermen die Geschwindigkeit
der Strömung abzuleiten und mit den beobachteten zu vergleichen. Bei der
Lückenhaftigkeit der Beobachtungen ist er zu mehrfachen Annahmen gezwungen,
aber die Ergebnisse der sehr umständlichen Formeln stimmen zum Teil gut, zum
Teil wenigstens in der Größenordnung mit den Beobachtungen; so erhält er durch
Rechnung an der Westküste Nordamerikas, 30°—40° N-Br. 2.4 Sm gegen 3.9 Sm
(beob.) im Etmal, von 40°—50° N-Br. ‚2.8 Sm gegen 2.6 Sm, an der Nordwest-
küste Afrikas 0.78 Sm in der Stunde gegen 0.88 Sm (aus Beobachtungen der
„Möwe*‘).
Die letzte Unteraufgabe beschäftigt sich mit den Wirkungen senkrechter
Strömungen und ist am schwierigsten, da außer der Wasserbewegung die Ver-
mischung berücksichtigt werden muß. Das reichhaltige Beobachtungsmaterial
der Amerikaner für die Gegend von San Diego (Kalifornien) zeigt aber im ganzen
befriedigende Übereinstimmung mit McEwens Formeln. U. a, stellt die ein-
fache Gleichung @m = 5.6 -}-8.3e 0-03, wo y die Tiefe in m bedeutet, die mittlere
Jahrestemperatur O„ zwischen 40m und 600 m Tiefe bis auf 0.5° C genau dar,
Die Formeln führen auf einen Wärmeaustausch, um hier den von W. Schmidt
(D. Ztschr. 1917, S. 367 ff.) eingeführten Ausdruck zu gebrauchen, von 30 c.g.8-
Einheiten und auf eine Auftriebsbewegung von 31 m im Monat; dicht unter Land
würde sie etwa doppelt so schnell sein, Aus Salzgehaltsbeobachtungen berechnet
McEwen einen Austauschwert von 41 c.g.s. und eine Auftriebsgeschwindigkeit
von 53 m, und nach einer anderen Methode 35 m im Monat. Die Werte stimmen
hinreichend überein, um eine Anschauung von der Größenordnung zu geben, und
mehr kann beim gegenwärtigen Stande der Kenntnis nicht geleistet werden. In
der oberen, 40 m dicken Schicht nimmt die Geschwindigkeit des Aufquellens stark
ab und beträgt an der Oberfläche nur noch den neunten Teil etwa vom ge-
nannten Werte. H. Thorade.
Neuere Veröffentlichungen.
A. Besprechungen und ausführliche Inhaltsangaben.
Schweer, Weltkarte der Kohlen- und Ölbunker-
stationen, nebst den Kohlen- und Petroleum-
feldern, Aquatorialmaßstab 1 :280000U00. Grund-
zahl 20. (Unaufgezogen gefaltet in Umschlag.)
Hamburg 1923. L. Friederichsen & Co,
Die zunehmende Industrialisierung der Welt
macht das Streben nach dem Besitz der Haupt-
energiequellen immer mehr zu einem Hauptfaktor
politischen Geschehens Neben der Kohle hat in
während des Krieges und der Folgezeit stetig
schnell zunehmendem Maße das Erdöl an Bedeutung
gewonnen, ist es doch als Energiequelle für Ver-
kehrsmittel der Kohle in bezug auf Transport-
fähigkeit und Ausnutzbarkeit durchaus überlegen,
und besonders in der Schiffahrt zu immer größerer
Bedeutung gelangt. Die vorliegende, von dem
durch seine Arbeit über die türkisch-persischen Erd-
ölvorkommen als sachverständig bekannten Autor
entworfene Karte darf daher auf großes Interesse
sowohl in Schiffahrts-, Handels- wie auch wissen-
schaftlichen und politisch interessierten Kreisen
rechnen.
„Auf der Karte sind zunächst die Kohlen- und
Ölfelder durch Quadrate in der Bedeutung des
Vorkommens qualitativ entsprechender Größe dar-
gestellt. Bei den Erdölproduktionsgebieten sind
ıuch die Rohrleitungen, welche die Felder mit den
Seehäfen verbinden, eingetragen. Die Bedeutung
lieser eigenartigen Beförderungsmöglichkeit des
Erdöls tritt eindringlich hervor, übertrifft doch
z. B. die Länge der Rohrleitung, die das Kansas-
Oklahama-Feld mit Chicago und New York ver-
bindet, die Entfernung Hamburg-—Rom! Weiterhin
zind die Brennpunkte des Seeverkehrs, nämlich die
Ölbunker- und Kohlenstationen, verzeichnet, deren
Auffindung durch eine beigegebene alphabetische
Liste erleichtert wird. Die Verhältnisse in West-
europa, an den Küsten der Nordsee, des Ozeans
and des westlichen Mittelmeeres sind noch auf
einer Sonderkarte in größerem Maßstabe zur Dar-
stellung gebracht.
Graphische und statistische Beigaben erweitern
and vertiefen das aus der Karte gewonnene Bild,
Sie zeigen. daß die Vereinigten Staaten fast die