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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 51 (1923)

AU 
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1923 
Bewölkung etwa den Höhen 5 und 7 km und die Zirrus-Wolken der obersten 
Höhenstufe von 9 km entsprechen. 
Zur Beurteilung der sichtbaren Wolkenfläche ist es in erster Linie wichtig 
zu wissen, unter welchem horizontalen und vertikalen Winkel uns die Wolken- 
fläche bei einer bekannten Entfernung der beiden Orte und bei einer bestimmten 
Wolkenhöhe erscheint. 
Fig. 1 (Tafel 11) soll uns die Verhältnisse zu veranschaulichen suchen, 
Der innere Kreis um M bedeute die Erdkugel, der äußere die Wolkenfläche, die 
nach Voraussetzung als Kugel aufzufassen ist. Wenngleich die gewählten Maße 
in keinem Verhältnis zur Wirklichkeit stehen, so dient die Figur doch bei der 
gewählten Überhöhung besser dazu, die mathematischen Beziehungen abzuleiten. 
A und B seien die Orte, die vom Erdmittelpunkt M aus unter dem Winkel @ 
erscheinen. Ihre wirkliche Entfernung AB = d ist somit: 
a= 27 x 
== 360 ° . P. . 
Der einem jeden Orte zukommende Horizontaldurchmesser ist A’A” — B'’B” =290 
und deren Schnittpunkt S, Aus der Figur erhellt: 
@) e=8—+4. 
Ferner: 
(3) e = Vh(2R-+h) 
P 
3 == R- tg 75 
Um nun aber ein Maß für die Maximalentfernung der beiden Orte zu 
haben, für die die Horizonte sich gerade noch berühren, berechnen wir den 
dazugehörenden Grenzwinkel @. Die beiden Horizonte berühren sich gerade 
noch für g =09—8=0, und ® ergibt sich aus der Formel: 
ww $ _ VB@R+h _ ee, 
83 R RR 
Nach Gleichung (1) kommt diesem Winkel ® die Entfernung zu: 
2x 
A 
Die beiden letzten Zeilen von Tabelle A geben die Werte DO und D für 
verschiedene Wolkenhöhen h. 
Der vertikale Winkel sei w. Wir bekommen für ihn das Gleichungssystem: 
sin (0 + 5): sin -z- = 0:BX 
sin @w:sing = q:BA’. 
Durch Umformung folgt: 
On _etg £. 
(7) cig w = an ctg 5 
Charakteristisch für die Funktion @ ist, daß sich @ zunächst rasch, 
späterhin fast gar nicht und in der Umgebung von w = 180° wieder rasch 
ändert (vgl. Tabelle A und Fig, 3, Tafel 11), ; 
Die Berechnung des horizontalen Öffnungswinkels wu = X SBS" ist 
möglich durch die Formel: 
(8) cos Y = > (vgl. Tabelle A). 
Es ist nun wichtig zu wissen, wie groß die Oberfläche der Wolkendecke 
ist, die an beiden Orten A und B gemeinsam gesehen wird. Nach Fig. 2 (Tafel 11) 
Jäßt sie sich auf folgende Weise bestimmen: Die Kugelkalotte, die sich über 
dem Horizont von A oder B wölbt, ist vom Inhalt: 
(9) F = 2[R+h]z-h. 
Der Teil der Kalotte F, der dem Öffnungswinkel ®& entspricht (S”B”S’B'S” 
in Fig. 2, Tafel 11), hat somit den Oberflächeninhalt: 
a0 FF = BA
	        
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