Pollak, L. W.: Über die Lamontsche Korrektur
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Rechnungsverfahren dartun, weshalb mit Absicht ein so großer jährlicher Gang
gewählt wurde.
Es seien die nachstehenden 25 vertikalen Mittelwerte eines entsprechend
langen Zeitraumes gegeben:
7. = 58.6297 V;, =. 7038.9078 Var
, 1075.0195 Vs 8028.2372 Vıs
v*; 2085.8511 V; 9024.6819 Vıs
V, 3088.6074 Vio 10028,7553 Var
“" 4082,8293 * Vi. 11038.8678 Vi
5070.2225 Via 12051.7893 Vy
3054.1874 Yıs 13063,5479 Von
Anfangs- (Vo) und Endwert (V,,) nicht gleich sind, so steckt, da wir die
unperiodischen Störungen durch die Mittelbildung als getilgt voraussetzen, nur eine
jährliche Periode in den Zahlen, die wir linear fortschreitend annehmen. Wir
berechnen 6 = Yu —Vo _ 4900.0000 und bilden Vı= 7%. — 120586297.
a) Nun bringen wir an die 24 Werte Yo Yır Var... Vog die Lamontsche
Korrektur AV,=0, AV, = 11e, AV, = 108,.... 4 Vz =-—11e an’ und haben
daher die Zahlen 12058.6297, 12075.0195 usw. bis 12040.6110 nach der Besselschen
Formel in bekannter Weise zu entwickeln. Man erhält auf diese Weise als Mittel
50.0 und es beträgt, bei Benutzung fünfstelliger Logäarithmentafeln
Pı = 3.4202 Pa = 5.2095
4 = 9 3969 4 = 29.5445
ı = 10.0 2 = 30.0
D, = 20.0° D, = 10.09, |
b) Entwickelt man jedoch die Werte ohne Anbringung der Lamontschen
Korrektur, also die Zahlen Vo = 12058.6297, V, = 1075.0195, V,=— 2085.8511, ...
Vo3 = 23040.6110, so erhält man
Dı = 3.4202 h = 5.2095
di = — 7586.3172 3 = — 3702.4862,
Man erkennt, daß die p ungeändert geblieben sind, und wir haben nur
noch zu erweisen, daß die q mit Hilfe der früher abgeleiteten Beziehung in-
einander übergeführt werden können.
Es ist in unserm Beispiel 4q, = Tan Ya etg zz = 1000 etg 7.5° = 7595.75,
somit q,+4q, = 9.483 gegen 9.40 unter a) und 4q,; = 1000 otg 7 = 1000
etg 15° = 3732.05, was für q» + 4 q, = 29.564 gegenüber 29.545 unter a) liefert,
also auf rund 2 Hundertstel genau.
Über Wolkenbeobachtungen.
Von Luise Lammert und Kurt Schreiber.
(Hierzu Tafel 11.)
Zur Kontrolle der Wolkenbeobachtungen an verschiedenen Stationen ist es
von Interesse, von vornherein zu wissen, bis zu welchem Grade die Angaben
übereinstimmen müssen, wenn die Entfernung der Stationen bekannt ist. Im
Anschluß an einen Prozeß, bei welchem die Bewölkungsverhältnisse von Wich-
tigkeit waren, stieß Prof, R. Wenger auf dieses Problem, als nahe benachbarte
Stationen widersprechende Wolkenangaben geliefert hatten. Auf seine Anregung
hin haben wir uns mit der geometrischen Seite dieses Problemes beschäftigt.
Die hier behandelte Frage läßt sich folgendermaßen formulieren: Welchen
Teil des Himmels muß ein Beobachter an der Station B mindestens bewölkt
sehen, wenn an der Station A der Himmel mit nahezu gleich hohen Wolken
völlig bedeckt ist?
Beim Auftreten von Wolken in verschiedener Höhe werden die Verhältnisse
natürlich bedeutend verwickelter. Hier ist die Betrachtung durchgeführt worden
für konstante Wolkenhöhen, und zwar für die Höhen 1, 3, 5, 7 und 9 km, wobei
demnach die tiefen Wolken etwa den beiden ersten Stufen 1 und 3 km, die Alto-