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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 51 (1923)

Pollak, L. W.: Über die Lamontsche Korrektur 
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Rechnungsverfahren dartun, weshalb mit Absicht ein so großer jährlicher Gang 
gewählt wurde. 
Es seien die nachstehenden 25 vertikalen Mittelwerte eines entsprechend 
langen Zeitraumes gegeben: 
7. = 58.6297 V;, =. 7038.9078 Var 
,  1075.0195 Vs 8028.2372 Vıs 
v*; 2085.8511 V; 9024.6819 Vıs 
V, 3088.6074 Vio 10028,7553 Var 
“"  4082,8293 * Vi. 11038.8678 Vi 
5070.2225 Via 12051.7893 Vy 
3054.1874 Yıs 13063,5479 Von 
Anfangs- (Vo) und Endwert (V,,) nicht gleich sind, so steckt, da wir die 
unperiodischen Störungen durch die Mittelbildung als getilgt voraussetzen, nur eine 
jährliche Periode in den Zahlen, die wir linear fortschreitend annehmen. Wir 
berechnen 6 = Yu —Vo _ 4900.0000 und bilden Vı= 7%. — 120586297. 
a) Nun bringen wir an die 24 Werte Yo Yır Var... Vog die Lamontsche 
Korrektur AV,=0, AV, = 11e, AV, = 108,.... 4 Vz =-—11e an’ und haben 
daher die Zahlen 12058.6297, 12075.0195 usw. bis 12040.6110 nach der Besselschen 
Formel in bekannter Weise zu entwickeln. Man erhält auf diese Weise als Mittel 
50.0 und es beträgt, bei Benutzung fünfstelliger Logäarithmentafeln 
Pı = 3.4202 Pa = 5.2095 
4 = 9 3969 4 = 29.5445 
ı = 10.0 2 = 30.0 
D, = 20.0° D, = 10.09, | 
b) Entwickelt man jedoch die Werte ohne Anbringung der Lamontschen 
Korrektur, also die Zahlen Vo = 12058.6297, V, = 1075.0195, V,=— 2085.8511, ... 
Vo3 = 23040.6110, so erhält man 
Dı = 3.4202 h = 5.2095 
di = — 7586.3172 3 = — 3702.4862, 
Man erkennt, daß die p ungeändert geblieben sind, und wir haben nur 
noch zu erweisen, daß die q mit Hilfe der früher abgeleiteten Beziehung in- 
einander übergeführt werden können. 
Es ist in unserm Beispiel 4q, = Tan Ya etg zz = 1000 etg 7.5° = 7595.75, 
somit q,+4q, = 9.483 gegen 9.40 unter a) und 4q,; = 1000 otg 7 = 1000 
etg 15° = 3732.05, was für q» + 4 q, = 29.564 gegenüber 29.545 unter a) liefert, 
also auf rund 2 Hundertstel genau. 
Über Wolkenbeobachtungen. 
Von Luise Lammert und Kurt Schreiber. 
(Hierzu Tafel 11.) 
Zur Kontrolle der Wolkenbeobachtungen an verschiedenen Stationen ist es 
von Interesse, von vornherein zu wissen, bis zu welchem Grade die Angaben 
übereinstimmen müssen, wenn die Entfernung der Stationen bekannt ist. Im 
Anschluß an einen Prozeß, bei welchem die Bewölkungsverhältnisse von Wich- 
tigkeit waren, stieß Prof, R. Wenger auf dieses Problem, als nahe benachbarte 
Stationen widersprechende Wolkenangaben geliefert hatten. Auf seine Anregung 
hin haben wir uns mit der geometrischen Seite dieses Problemes beschäftigt. 
Die hier behandelte Frage läßt sich folgendermaßen formulieren: Welchen 
Teil des Himmels muß ein Beobachter an der Station B mindestens bewölkt 
sehen, wenn an der Station A der Himmel mit nahezu gleich hohen Wolken 
völlig bedeckt ist? 
Beim Auftreten von Wolken in verschiedener Höhe werden die Verhältnisse 
natürlich bedeutend verwickelter. Hier ist die Betrachtung durchgeführt worden 
für konstante Wolkenhöhen, und zwar für die Höhen 1, 3, 5, 7 und 9 km, wobei 
demnach die tiefen Wolken etwa den beiden ersten Stufen 1 und 3 km, die Alto-
	        
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