r
Ba
Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Oktober 1923.
von uns zu betrachtenden kurzen Zeitraum durch eine lineare Funktion ersetzt
werden kann. Also: Die reinen Werte der täglichen Amplitude seien fortlaufend
verfälscht durch die Werte 8,0 &10 +8, &10-+ 2e, ... und wir berechnen zuerst,
wie die (vertikalen) Mittelwerte der einzelnen Stunden durch diesen jährlichen
Gang verfälscht werden,
i=n
Wir bezeichnen zur Abkürzung mit Ayc= 2 SZ dx und ebenso E,x =
i=n i=1
Er XS ex und erhalten allgemein für den im kten vertikalen Stundenmittel
i=1
(Yr= T + 4;,x + E,,x) enthaltenen, vom jährlichen Gang herrührenden Anteil
Ey x = 80 + (n—1) -12e + ke. Daher ist, da 47,2 — 470 = m Zi 0 ist und
Ev, 24 — Evo=24e, Vor — Vo= 24e und somit die. von uns gesuchte Größe
Va — Vo
8 = — .
Damit haben wir jene Größe gefunden, um welche infolge des jährlichen
Ganges von Stunde zu Stunde der tägliche Gang verändert wird und die wir
benötigen, um die vertikalen Mittelwerte Vx wegen des jährlichen Gangs zu
berichtigen. Da in jeder vertikalen Reihe die ö,x als Werte einer Sinusfunktion
mit der Periode 24 sich in gleicher Größe und gleichem Sinne wiederholen, so
können wir auch, wenn wir &19-+ (n—1) -12e zur Abkürzung mit B bezeichnen,
schreiben 31 u (Onpk
Yı=T+d, sin (ZP" + Dp)+B+ke.
& 1 [Vo Vai] _..
Das Tagesmittel V= | +Vı+...+Ves+-5‘] wird dann =T + B + 12e und
die Amplitude Rı = Vı— V = 3d, sin (*ZP* 4 Dry) + (k— 12) e.
.
Man erhält also die vom jährlichen Gang befreite Amplitude
Xdy sin ((ZP£ 4 Dp)= Bu (12H, wobei e= 724%.
P
Die Größe (12 —k)-e ist die an das kte Stundenmittel anzubringende
Lamontsche Korrektur. Durch Anbringung der Korrektur für k=0 und
k= 24 erreicht man eben, daß Anfangs- und Endordinate gleich groß werden.
Es besteht auch noch die zweite Möglichkeit, e aus e = SE zu be-
rechnen, eine Beziehung, die man aus oe durch Zurückgehen auf die
sie zusammensetzenden Größen direkt ableiten kann. Dabei bedeutet a,, den
beobachteten Wert um Mitternacht des ersten zur Verwendung gelangenden
Tages, ana den Wert der Beobachtung um Mitternacht des n -} 1ten Tages,
wobei wir voraussetzen wollen, daß durch Mittelbildung über mehrere Monate
die Stundenwerte der Beobachtungen von unperiodischen Änderungen befreit seien.
Regel zur Ableitung der Lamontschen Korrektur (12—Kk)-e:
a) Die fortlaufenden, 24 stündigen Beobachtungen eines meteorologischen Elementes
ordnet man in 25 Reihen, beginnend mit Mitternacht, derart, daß in der 25. Reihe
des einen Beobachtungstages derselbe Wert. wie in der ersten Reihe (nullten
Stunde) des nächstfolgenden Tages steht.
Bezeichnet man die vertikalen Mittelwerte der zur Verwendung gelangenden
Beobachtungen (mehrerer gleichnamiger Zeiträume verschiedener Jahre) mit
Vo Yu... Vay dann ist a Ta
b) Oder falls stündliche, aus mehrjährigen, korrespondierenden Beob-
achtungen abgeleitete Mittelwerte eines Zeitraumes, etwa eines Monats, vorliegen,
so kann man sich durch Vergleich der mehrjährigen Mittelwerte der Beobach-
tungen um 0 Uhr am 1. des betreffenden und um 0 Uhr am 1. des nächst-
folgenden Monats gleichfalls e = AAO verschaffen,