Renqvist, H.: Der Wasserstandsdienst in Finnland
folgte ein Versuch, einige einfachere Mareographen zu bauen. Es erwies sich
jedoch sehr bald, daß die gewählten Apparate die an sie gestellten Erwartungen
nicht befriedigten; allmählich traten die Stationen außer Dienst, und als das
Institut für Meeresforschung den Wasserstandsdienst übernahm, waren nur die
zwei obengenannten Mareographen in Tätigkeit.
Fig. 1. Die Pegelstationen an den Küsten Finnlands.
Erklärung:
Die Namen der das
ganzeJahrarbeiten-
den Stationen:
i. Kemi,
2, Toppila.
3. Ulkokalla.
‚Jakobstad.
”xpila.
Walsörarne.
Vasa,
önnskär,
Sälgrund.
Räfsö,
„däntyluoto.
Säbbskär.
Y,ökö.
‚ „ypertö.
. Hellman.
3. Strömma,
20. Lemström,
21. Lohm,
25. Kobbaklintar.
26. Jungfrusund.
27, Utö.
78, Hangö.
%. Tvärminne,
1. Skuru.
"97. Grähara,
3. ı7otka,
7. "ogland.
> m
3, Mi .
, Lavola-
41. Sordavala.
Eine Hauptaufgabe war nun für das Institut, ein zeitgemäßes Netz von
Mareographen einzurichten. Ein Programm wurde entworfen und von Regierung
und Reichstag in der Hauptsache gutgeheißen. Das Institut wandte sich daneben
an die Behörden verschiedener Küstenstädte, die für Hafenbauten, Abwässerungs-
anlagen, Fahrwasserregulierungen usw. eine genaue Kenntnis der Wasserstands-
verhältnisse nötig hatten, und schlug eine Zusammenarbeit vor, der zufolge die
Munizipalität das Stationshaus und das Institut den Apparat besorgen würde,
An fast allen Orten ward der Vorschlag mit Verständnis aufgenommen, einige
Orte (Wiborg, Äbo, Björneborg) haben ihn in allen Teilen angenommen, andere
(Wasa, Jakobstad, Brahestad und Uleäborg) haben Beiträge für den Stationsbau
bewilligt; die Gesamtsumme der auf diese Weise von verschiedenen Städten er-
haltenen Beiträge beträgt über 100000 FMk.
Der Aufbau des Mareographennetzes ist heute für die folgenden Orte aus-
geführt oder gesichert: Kemi, Toppila (Uleäborg), Brahestad, Jakobstad, Wasa,
Mäntyluoto (Björneborg), Äbo, Hangö, Helsingfors, Wiborg und Sortanlahti, die
letztgenannte Station am Ladoga. Von den neuen Stationen sind Jakobstad,
Wasa und Äbo seit Dezember 1921 in Tätigkeit, Kemi, Toppila und Brahestad
seit Juni 1922, Sortanlahti seit Oktober 1922, während Mäntyluoto und Wiborg
später in diesem Jahre fertig werden. Somit werden die Wasserstandsverhältnisse