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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 51 (1923)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1923, 
Kleiner Abstand (40 cm) I Großer Abstand (75 cm) 
des Strommessers vom Schiffe. 
2! Ka 5 
Tiefo| | el olel galt 
a 
81 9 [10131 T32 | a8_| 14) 956 
x elelalelmlm 
3 
5 
77a 
10 
121/, 
15 
0.138) 9.290] 
0.021| 0.224' 
-0.005| 0.225 
0.016! 0.133’ 
I.034| 0.072 
9.026| 0.046 
2019 0.024 
1..96| -0.105; 0.095 
2.520/ 0.029, -0.016 
),274| -0.001' 0.026 
X.142| 0.002‘ -0.031 
1077| 0.019 201° 
.046| 2.00‘, -0.010 
3029! 0.012 5.01“ 
1.23 ; 76° 
0.566, 87° 
0.355| 51° 
0.195| 47° 
0.105| 470 
1065| 450 
1.0451 410° 
0.047, 0.252| 0.96/ 
7.0581 0.170] 0.485 
.002| 0.208! 0.240 
2.010{ 0.117| 0125 
2.0251 0.055| 0.06F 
O14| 0.040 0.06C 
7.005! 0.038] 0.054 
-0.07: 0.147] 0.996 
0.025, -0.029! 0.517 
5.022! 0.018| 0.318 
3.009 -0.020| 0.171 
5.016| _0.020! 0.086 
5.010! -0.014| 0.072 
0.0141 _-0.016| 0.066 
759 
71° 
49° 
47° 
50° 
56° 
559 
weilen vernachlässigt wird?), annähernd die Längsschiffs- und Querschiffskompo- 
nente des festen Magnetismus, dividiert durch eine Konstante, dar. Man kann 
sie zu einer Resultierenden % — 3: @& vereinigen und sich das Schiff durch 
einen Nordpol ersetzt denken, Dieser Nordpol würde vom Strommesser, der auf 
Steuerbord hängt, gesehen, achtern unter a° gegen eine Parallele zur Schiffs- 
achse liegen (s. die Tabelle, und für den‘ Abstand von 0.40 m Abb. 6, Taf, 8). 
Setzt man tg x — C/B und führt % und « in (2) ein, so: wird, unter Vernach- 
lässigung von Y%, D und GE, 
(4) 
8 = ® sin (zm + «@)__ 
BO = 1 -|- % cos (zm + «) 
2. Abnahme mit der Tiefe. Die schnelle Änderung von &@ in den oberen 
und sein Gleichbleiben in den unteren Lagen läßt sich leicht dahin deuten, daß 
oben die zunächst liegenden Eisenmassen das Südende der Nadel auf das Schiff 
hin zu drehen streben (s. Abb. 6, Tafel 8), während mit zunehmender Tiefe dieser 
Einfluß sich verringert, der Schiffskörper mehr als Ganzes wirksam wird und 
also etwa einem etwas achterlicher als der Kompaß gelegenen Nordpol zu ver- 
gleichen ist. 
Das bestätigt eine kurze Überlegung: In A (Abb. 7, Tafel 8) befinde sich ein Pol von der 
Stärke m; er übt dann in dem tiefer und seitlich gelegenen C_die Feldstärke m/r? aus in der Richtung 
AC, von der aber nur die in die Richtung CD fallende Komponente, also R = (m/r?) - cos #, 
wirksam wird; die Deviation muß daher viel stärker abnehmen, als wenn man sich etwa in wage- 
rechter Richtung von A um den gleichen Betrag entfernen würde. Nun ist cos = @/r und 
r? = 0?-+h?, und somit endlich die wagerechte Ablenkungskraft R = — Dn, Nimmt man 
. . . . gE VL he ee Yan 
weiter an, AB bilde, von oben betrachtet, mit der Schiffsachse den Winkel a, und das Schiff liege 
mißweisend zm° an, so schließt AB (und auch CD) mit dem magnetischen Meridian den Winkel zm + « 
ein; dann kann man R in die nordsüdliche Komponente R cos AR und die ostwestliche X = R sin (z-|-«) 
zerlegen. Zu ersterer tritt noch der Erdmagnetismus H, so daß in nordsüdlicher Richtung insgesamt 
Y=H-+ Reos(z-+a) wirkt. Nach dem Satz vom Kräfteparallelogramm (8, Abb. 4, Tafel 8) befindet sich 
dann die Nadel im Gleichgewicht unter einem Winkel & gegen magnetisch Nord, wenn tg d = X/Y, oder 
rd (R/H) sin (Zm + &) 
58% = TI (R/H)cos (zm + a) ” 
eine Formel, deren Identität mit (4), S. 148, einleuchtet. Es ist also R/H = %, und % sollte sich 
daher mit der Tiefe ändern wie R/H, d. i. proportional zu 1 WIT Be Das ist nun in der Tat, 
wie Abb. 5 (Tafel 8) zeigt, annähernd der Fall; für den wagerechten Abstand des achterlich gelegenen 
Schiffspols vom Strommesser wurde, der halben Breite des Peilboots, 2'/, m, und dem Winkel « ent- 
sprechend, g = 4m etwa und der Pol !/, m über der Wasserlinie angenommen, wobei sich 2.08 als 
Proportionalitätsfaktor herausstellte; die der Kurve 2.08: VI entsprechenden Punkte sind in 
der Abb. 1 (Tafel 8) durch kleine Kreise bezeichnet. Die in den unteren Lagen befriedigende Über- 
einstimmung bestätigt die obige Erklärung des Schiffsmagnetismus. Wegen der daraus folgenden Be- 
1) Die Verteilung der Beobachtungen bedingte es, daß die Werte für D und & unsicher sind, 
was besonders‘ in der 3 m- und 5 m- Tiefe hervortritt. Herr Prof. Stück, der mich hierauf freundlichst 
aufmerksam machte, ermittelte z, B. durch andere Auswahl der Kurvenpunkte in 40 cm Abstand und 
3 m Tiefe D® = 40.091, € = — 0.154, in 5m Tiefe D = 0.014, € = — 0.034; in 75cm Ab- 
stand. bzw. D = 10.049, € = — 0.120 und D = + 0.026, € = — 0.037, ; 
2) Diese Annahme erfordert, daß der senkrechte induzierte (flüchtige) Magnetismus nicht von 
wesentlich höherer Größenordnung ist als der wagerechte,
	        
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