136 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1923.
gezählt von Qp aus im Sinne der Zählung der Winkel auf dem Hauptbogen.,
Dann ist X VQP = 8— Zr und nach dem Kosinussatz:
sin d = sin y cos v + cos y sin v cos (e — 5)
oder, wenn man bei den kleinen Winkeln 6 und v vom Sinus zum Bogen über-
geht, bis auf kleine Größen 2, Ordnung:
Yy= 8—v cos (e— D)-
Encke, bei dem sich diese Gleichung findet, hat ein Verfahren angegeben,
nach dem man die Konstanten 0, v, & bestimmen kann, indem man den Winkel y
für drei verschiedene Stellungen der Alhidade, nämlich w = 0, w = 60° und
w — 120° mißt. Seine für einen Trougthonschen Sextanten angestellten Beob-
achtungen ergaben für v den Wert 1.7. Mir stehen sonst keine Erfahrungen
über die Größe von v zur Verfügung; ich habe daher die Überlegungen vor-
sichtigerweise bis auf v = 20’ ausgedehnt.
Für w = 0 folgt aus der letzten Gleichung
Yo = Ö—v7c08E, .
Ww
Y— Yo = v (cos 2 —cos(e — 3)
wW
*—y = v [cos (e — X) — eos e | +0 — 70:
Die eckige Klammer stellt die Änderung des Kosinus im Intervall > dar. Diese
kann im Höchstfalle betragen
0.00015 für w= l' _ 0.1736 für w == 20°
D.0044 « w= 30 0.2588 « w = 30°
0.0087 « w= 1° 0.3420 « w = 40°
0.0872 « w = 10°
Da nun + (x — %) < 16” = 0.267’ ist, so ergibt sich für x —y ein Höchstwert,
der folgender Tabelle entnommen werden kann.
Höchstwert von -+ (x — y) für:
ww
7? = Y | v = 10 |
y = 20
>
X
30
1°
100
20°
300
40° |
9,268’
99
0.317
0,70
1.13
1.56
1.98’
0.268’
0.31
0.35’
1.14’
2,00
2.86’
3.69’
DT"
5
0.44’
2.01’
3,75’
5.44’
711’
Für kleine Winkel w, wie sie bei der Indexbestimmung gemessen werden,
darf man in der Gleichung (1) auf der rechten Seite w = 0 setzen und auf der
linken Seite vom Sinus zum Bogen übergehen. Man erhält:
x? — ww? == 4(n— y)! cos? ß.
Wenn die Gleichung (1) für Winkel auf dem Vorbogen gelten sollte, mußte
man diese als negativ ansprechen. In der letzten, für kleine Winkel w gültigen
Gleichung kann man wo ebenso wie x als vorzeichenlos ansehen, da nur das
Quadrat von w vorkommt. Man kann sich auch alle kleinen Größen in Winkel-
maß ausgedrückt denken. Geht man zu dieser Vorstellung über, so erhält man:
. __ 4(n— y)? cos? ß 2 (x — y)? cos? ß .
X> W;j A <A
Für w = 1’ ergibt sich der Fehler x— w, der für w = 0 kleiner als 30”
ist, mit Hilfe der Tabelle (5), sogar unter der Annahme, daß v = 20’ ist, kleiner
als 8”, für w= 30’ kleiner als 0.5”, für w = 1° kleiner als 0.4”,
Für w> 1° können wir in Gleichung (1) sin durch den Bogen Ba
und sin 1 durch sin w ersetzen. Wir wollen uns ferner die Größen y, x, i