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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 51 (1923)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juni 1923 
Ableitung der Gleichung (1) bleibt aber wörtlich bestehen, weil cos (8 — T 
= COS F— ß) ist. Nun werden mit dem Sextanten aber auch Winkel auf 
dem Vorbogen gemessen, z. B. bei der Indexbestimmung, Es kann also P 
auch links von p zu liegen kommen, so daß AP = > +8 wird. Da aber 
cos (> ab 8) == cos (— 5 — ß) und cos (-— w) = cos w ist, so entsteht in diesem 
Falle für x eine Formel, die sich von der Gleichung (1) nur dadurch unter- 
scheidet, daß w durch —w ersetzt ist. Man kann also sagen, daß auch jetzt 
die alte Formel gilt, nur mit der Änderung, daß für w ein negativer Wert ein- 
zusetzen ist. Mithin ist die Richtigkeit der Gleichung (1) für alle positiven (auf 
dem Hauptbogen gemessenen) und negativen (auf dem Vorbogen gemessenen) 
Winkel w nachgewiesen; der Winkel x ist stets vorzeichenlos oder positiv. 
Ich will zunächst den Wert xp berechnen, den x für w= 0 annimmt, 
Aus (1) folgt: sin? > = (x —y)? cos? ß 
bis auf Größen 4, Ordnung, 
oder sin == + (x — y) cos ß 
(2) oder X9 = + 2(x—y)cos ß 
bis auf Größen 3. Ordnung. Das Vorzeichen auf der rechten Seite der letzten 
Gleichung ist stets so zu wählen, daß xg positiv wird. Es kann also x jedenfalls 
Werte von derselben Größenordnung wie x —y annehmen. Die Größe x kann 
unter Umständen auch Null werden. Das ist aber nur möglich, wenn in der 
Figur 2 (Tafel 7) C’ mit A’, also auch P” mit p’ zusammenfällt, wenn also x ==.) 
ist. Ist umgekehrt x von y verschieden, so kann x nicht verschwinden; es muß 
aber dann für x ein Minimum xm existieren. Den Wert von w, für den das 
Minimum eintritt, erhält man, indem man die Gleichung (1) differenziert und 
dann SE = 0 setzt. Die Bedingungsgleichung lautet!): 
zz = — x? cos # sin (w — ß) 
y ‚„ ([W W W A {WOLG 
+Z-|— sin (5-— 2) cos (3 + 8) — cos (3-— 8) sin (3-48) 
— sin Zoos 
2 2 
-+*y cos # sin (5-— #) 
+1 [cos 5 sin (3-—g)+sin-Z-cos(5-— 4) 
-+y 1008 -5- sin ß 
y? i2 
= — x? cos g sin (W — ß) — 5 8in ww — z Sin W 
. WwW an » Wo. 
4x cos 8 sin (5-— 8) + #1 sin (w — #) -+y1cos-5-8in ß 
oder sinw(l1—y— 1) = 2.4? cos ß sin (w — 6) — 2 xy cos 8 sin (5-— 6) 
— 2 x isin (w — g) — 2 y icos-5-sin # 
bis auf Größen 4. Ordnung. Da hiernach wm eine kleine Größe 2. Ordnung ist, 
so kann man auf der rechten Seite der letzten Gleichung w == 0 setzen und er- 
hält bis auf Größen 4. Ordnung: 
sin wm (1 —y?— 2) = — 2x? cos 8 sin 8 +2 x y cos ß sin 8 +2 x isin 8 —2yisin ß 
= 2sin ß (x —.y) (1L— x cos ß) , 
folglich bis auf Größen 4. Ordnung: + 
Wm = 2(x — y)(i— x cos ß)sinß. 
Den kleinstmöglichen Wert von x, den es nach obigem immer geben muß, 
1) Die Veränderlichkeit von y mit w, von der später die Rede ist, kann hier außer acht ge- 
Jassen werden. weil es sich jetzt nur um kleinere Winkel w handelt.
	        
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