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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 51 (1923)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, April 10%? 
vorhergehenden Monat und im Gemeinjahr der 31. Januar dem Februar 
zugerechnet. ; 
So erhält man als zweckmäßigste statistische Monate die Tagesgruppen 
im Gemeinjahr: 
JS 1—J 30 J 31—M 1 M2_A 1 A2_M 1 
M 2—Jn 1 Jon 2—J1 1 J1 2—J1 31 A 1—A 3] 
Ss 1—58 30 O0 1—0 31 N 1—N 30 D 1—D 31 
im Schaltjahr: 
J 1—J 31 F 1—M 1 usw. wie vorher. 
Um in den Tabellen die einfachen Monatsüberschriften beibehalten zu 
können, wird man zweckmäßigerweise schreiben: 
J1—30, F 0—29, M2—32 usw., oder im Schaltjahr: J1—31, F 1—30, M 2—32 usw. 
Die in der früheren Weise berechneten Abweichungen von der streng 
gleichmäßigen Einteilung sind hier . 
ıy A 04 —01 00 01 01 02 —02 —02 —01 —01 00 01 
S —01 —01 00 01 01 02 —02 —02 —01 —01 00 01 
M: G-E0.17 (0,38); S+0.13 (0,31), 
also wesentlich kleiner als bei I und III, ja mit der einen Ausnahme im Januar 
des Gemeinjahres so klein, daß sie gegenüber den Verschiebungen in der Schalt- 
runde oder gar in längeren Zeiträumen bedeutungslos zu nennen sind, Sie bleiben 
sogar eigentümlicherweise hinter den Abweichungen zurück, die sich im Schalt- 
jahr bei einem regelmäßigen Wechsel von 30- und 31-tägigen Monaten ergeben, 
wobei sich M zu -+ 0.22 ergibt. Indessen gilt dies nur, solange man ein einzelnes 
Jahr betrachtet. 
Das geschilderte Verfahren liegt so nahe, daß es vielleicht, wie von mir 
selbst so auch von andern schon gelegentlich benutzt worden ist. Ich habe aber 
— allerdings ohne eigens danach zu suchen — bisher nirgends eine Mitteilung 
darüber gefunden und glaube deshalb die durch Marvins Vorschlag gebotene 
Gelegenheit wahrnehmen zu sollen, auf seine große Einfachheit und Genauigkeit 
hinzuweisen. 
Kleinere Mitteilungen. 
1. Zur Aufhängung des Meteorographen unter dem Fesselballon. Bei 
den Fesselballonaufstiegen bereitet die Aufhängung des Meteorographen große 
Schwierigkeiten. Soweit die ungenügende Ventilation des Apparats und die da- 
durch bedingten Strahlungserscheinungen in Betracht kommen, können im nach- 
stehenden keine Verbesserungsvorschläge gemacht werden, Hier dürfte auch 
viel eher durch eine künstliche Ventilation als durch die Art der Aufhängung 
des Meteorographen eine Verbesserung zu erzielen sein. 
Im folgenden wird nur die ebenfalls schwierige Frage der erschütterungs- 
freien Aufhängung erörtert und Verbesserungsvorschläge nach dieser Richtung 
hin gemacht werden, 
Die Erschütterungen, denen der etwa 30 m unter dem Ballon im Fessel- 
draht eingeschaltete Meteorograph unter dem Einfluß der am Ballon sich bildenden 
Delle ausgesetzt ist, kann man als dreifacher Natur auffassen. 
Erstens rotiert der Apparat zeitweise um den Fesseldraht als Achse infolge 
der Torsion des Drahtes unter dem sich drehenden Ballon. ; 
Zweitens vollführt er langsame Schwingungen senkrecht zum Draht infolge 
der variierenden Spannung desselben. 
Drittens vollführt er kurze ruckweise Bewegungen in Richtung des Drahtes, 
Am störendsten wirken die letzten Bewegungen; in nächster Linie - die 
Rotationsbewegungen; am wenigsten die langsamen Schwingungen, 
Die Kräfte üben natürlicherweise die größte Wirkung auf die langen Hebel- 
arme des Registrierwerkes aus, Hier kommen vor allem in Frage: die Schreib- 
hebel, beim Boschapparat auch der Bimetallkörper.
	        
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