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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 47 (1919)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März/April 1919, 
Neu aufgenommen wurde eine Abhandlung über „Die Verklarung“.. Die hierfür besonders in 
Betracht kommenden Paragraphen 522—525 des Handelsgesetzbuches sind abgedruckt. Hieran 
schließt sich eine kurze Erläuterung über den Begriff und Zweck der Verklarung. Namentlich dem 
jüngeren Schiffsoffizier wird hierdurch das Verständnis erleichtert. 
Auch die Aufnahme der neuen Hilfszeichen an Stelle der früher benutzten englischen Morse- 
hilfszeichen, die auf der „Internationalen Konferenz zum Schutze des menschlichen Lebens auf See“ 
im Jahre 1912 beschlossen sind, wird dazu beitragen, die Brauchbarkeit des Buches zu erhöhen. 
Ferner ist noch eine Abhandlung aus der Seemannschaft über „Anker, Ketten und Trossen“ neu hinzu- 
ekommen. 
® Das vorliegende Buch kann daher nicht nur dem jungen Schiffsoffizier als Hilfs- und Ein- 
führungsbuch in die vielseitigen an Bord vorkommenden Aufgaben dienen, sondern es wird auch dem 
älteren, erfahrenen Seemann willkommen sein, da es die seemännischen Vereinbarungen und gesetz- 
lichen Bestimmungen in ihrer neuesten Fassung anführt. Hatije. 
Richarz, Franz: Auffindung, Beschreibung und vorläufige physikalische Unter- 
suchung des Meteoriten von Treysa. Anhang zu: „Das detonierende 
Meteor vom 3. April 1916, 31/„ Uhr nachmittags, in Kurhessen, von Alfred 
Wegener.“ Schriften der Gesellschaft zur Beförderung der gesamten Natur- 
wissenschaften zu Marburg. XIV. Band, 2. Heft, 30 S., 1 Karte, 3 Tafeln und 
1 Textfigur, 
Im Anschluß an die im Titel genannte Abhandlung von A, Wegener (vgl. das Referat in 
dieser Ztschr. 1918, S. 251) berichtet der Vorsitzende der Gesellschaft zur Beförderung der gesamten 
Naturwissenschaften zu Marburg, Herr Geheimrat Richarz, über die Auffindung des Meteoriten und 
die Ergebnisse seiner vorläufigen Untersuchung. Die Auffindung des Meteoriten — die erste, die auf 
Grund einer Vorausberechnung gelang — hat die Richtigkeit der meisten von A, Wegener aus den 
Beobachtungen gezogenen Schlüsse bewiesen. Nur bezüglich der Lage der Einschlagstelle zu dem 
Hemmungspunkt — d. i. dem Punkt, wo die Lichterscheinung aufhörte — trifft das nicht zu. Die 
Fundstelle befindet sich in unerwarteter Nähe, nämlich nur etwa 800 m südwestlich von dem Hemmungs- 
punkt, während A. Wegener geglaubt hatte, sie etwa 9 km östlich vom Hemmungspunkte ansetzen 
zu sollen. Verfasser weist darauf hin, daß die Ursache der Nichtübereinstimmung nur an der un- 
richtigen Bestimmung des Hemmungspunktes liegen kann, und erörtert im einzelnen die Gründe, die 
zu einer die Nichtübereinstimmung erklärenden Täuschung über die wahre Lage des Hemmungs- 
punktes führen mußten. Eine Ursache ist demnach, daß die Beobachter, die mit dem Auge das 
leuchtende Meteor verfolgten, die Augenbewegung auch nach dem Erlöschen fortsetzten, wobei sie das 
positive Nachbild der Lichterscheinung noch weiter wahrnahmen, bis auch der subjektive Eindruck des 
Erlöschens später als das wirkliche Erlöschen eintrat. Eine zweite Ursache ist, daß das Auge die 
Bewegung, mit der es längs einer Strecke hingleitet, über das Ende hinaus verlängert, wenn nicht, etwa 
lurch einen Querstrich, der Augenbewegung Halt geboten wird, Eine dritte Ursache war durch den 
im Zeitpunkt des Falls herrschenden Westwind gegeben, der die Rauchfahne des Meteoriten, auf die 
sich die Wahrnehmungen der Beobachter gerade in der Nähe des Hemmungspunktes vielfach be- 
schränken, nach Osten trieb. Frühere Beobachtungen zeigen, daß die beiden ersten Ursachen der 
Täuschung bei allen Meteoritenfällen als wirkend anzunehmen sind. 
Aus ‘der Beschreibung des Meteoriten entnehmen wir, daß er eine unregelmäßig polyedrische 
Gestalt mit Durchmessern von 24 bis 36 cm hat, 63.28 kg wiegt und eine mittlere Dichte von 7,88 
hat, Sein äußerer Anblick ist durch drei gute Abbildungen veranschaulicht, Nach dem Kriege soll 
er zerschnitten und eingehender untersucht werden. R. Wenger. 
B. Neueste Erscheinungen im Bereiche der Seefahrt- und der Meeres- 
kunde sowie auf verwandten Gebieten. 
a. Werke. 
Witterungskunde. 
Bauer, J.: Neue Wind- und Wetterlehre. (Novum Meteorologia principium Helveticum.) 
Hauptgrundlage für jede Wetterprognose. &°, 36 S. Kiel 1918. 
Meeres- und Gewässerkunde. 
Buch, K.: Über die Alkalinität, Wasserstoffionenkonzentration, Kohlensäure und Kohlen- 
säuretension im Wasser der Finnland umgebenden Meere. Finnländische Hydrograph.-biolog. 
Untersuchungen. Nr. 14. Fol, 132 S. mit 3 Blatt Tafeln. Helsingfors 1917. 
Astronomie, terrestrische und astronomische Navigation. 
Sönnichsen, Th. E.: Navigation und Seemannschaft im Seeflugzeug. Ein Handbuch für 
Marineflieger. (Bd. 21 d, Bibliothek für Luftschiffahrt u. Flugtechnik.) 8% 169 S. Berlin 1918. 
R. C. Schmidt. 8.35 MA.
	        
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