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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 47 (1919)

78 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, März/April 1919, 
Panama bzw. über Kap Horn leicht entnommen werden kann. Zugleich kann 
man mit dem Zirkel (oder auf eingezeichneten konzentrischen Kreisen) die 
kürzesten Entfernungen jedes Atlantikpunktes von P„ und H,, jedes Pazifik- 
punktes von P; und Hw bestimmen. 
Februar 1919. 
Vorschläge über eine neue Form von Pilotballonen. 
Von E. Barkow. 
Die Pilotballonfrage ist nach den Untersuchungen von Wenger!) in ein 
neues Stadium getreten. Er hat gezeigt, daß die Turbulenz der Luftbewegungen 
einen sehr erheblichen Einfluß auf die Steigegeschwindigkeit der Pilotballone 
ausübt. Hesselberg und Birkeland?) stellen sich im wesentlichen auf den 
Wengerschen Standpunkt. 
Die Steigegeschwindigkeit der Pilotballone ist danach veränderlich. In 
den durch Doppelvisierungen festgestellten Abweichungen von den Mittelwerten 
der Steigegeschwindigkeit stecken nicht nur die Vertikalbewegungen der Atmo- 
sphäre, die ja auch nicht fehlen und deren Vorhandensein man gerade durch die 
Verfolgungen von mehreren Punkten aus erkennen zu können glaubte, sondern 
in erster Linie die Turbulenz der Luftströmungen. Den Doppelvisierungen wird 
durch diese Verhältnisse ihre Eindeutigkeit genommen; man kann weder die 
Vertikalbewegungen noch die Turbulenzvorgänge einwandfrei aus ihnen er- 
kennen. Um brauchbare Resultate zu erhalten, wäre es nötig, den einen von 
diesen Einflüssen auszuschalten. Die Wirkung der Vertikalbewegungen auf die 
Steigegeschwindigkeit läßt sich nun sicher nicht fortbringen. Ist es aber möglich 
den Turbulenzeinfluß zu beseitigen? Über einen Weg dazu geben uns die 
. N . Göttinger Versuche‘) über 
Fig. 1. (Fig. 5 bs Frandilk den rn von 
Kugeln und ähnlichen 
Körpern Aufschluß, 
Der Luftwiderstand eines 
Körpers wird durch fol- 
gende Formel gegeben: 
W = w.F.0-.v2 
Darin bedeutet W den 
Widerstand des Körpers, 
F die Querschnittsfläche 
senkrecht zum Luftstrom, 
v die Geschwindigkeit des 
Luftstroms und ı einen Ko- 
effizienten, der eine Funk- 
tion der dimensionslosen 
Reynoldschen Zahl ist: 
9.08} - 
oo6l- Elise. 
Oe 
0.02— 
Do 
u a KR 
A 
vd 
100000 200000 300000 
—.— Messung in gleichförmigem Luftstrom 
“ » +yrbulentem * 
ef V+d- 
= (46). 
Darin ist v die Geschwin- 
digkeit des Luftstroms, 
d eine charakteristische 
Länge des Körpers, hier der 
Durchmesser, 0 die Luft- 
dichte und x der Reibungs- 
koeffizient der Luft. w wird 
experimentell bestimmt und 
ı) Annalen der Hydrographie usw. 1917, S, 121ff, 
2) Annalen der Hydrograpbie usw. 1917, S. 313ff. 
3) Nachr. d. k. Gesellschaft d. Wiss. Göttingen 1914. Math.-Phvs. Klasse.
	        
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