10 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Januar/Februar 1919.
beschränkt, gebe ich in der vorstehenden Tabelle 1 neun loxodromische Entfernungen
für ein anderes Beispiel, das denselben Verlauf zeigt. In der Spalte »Änderung«
bedeutet — Abnehmen, -+ Wachsen der loxodromischen Entfernung.
Den Verlauf von e als Funktion von D, wo D bei südlicher Breite von B
negativ, bei nördlicher positiv angegeben ist, zeigt Kurve IV im Schaubild auf
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Beispiel mit 3 Minima der loxodromischen Entfernung.
(Kurve III im Schaubild.)
Für das in meiner früheren Arbeit auf S. 241 angegebene Beispiel, wo
der Grundpunkt A + 5° Breite und 85° 19’ 28,9” Längenunterschied von dem
Vollmeridian von B hat, habe ich noch weitere Werte der loxodromischen Entfernungen
berechnet und gebe sie in der folgenden Tabelle.
Tabelle 2.
Loxodromische Entfernungen e (in Minuten) zwischen Grundpunkt A (4 =85° 19 28,9’; = 5°)
und Orten B auf dem Vollmeridian (4 = 0° und A = 180°),
D — Distanz zwischen B und dem Punkt (9 =0, 4=0).
Nr.
S
.
8
zo
J
N
180
180
180
180
1830
180
0
0
0
0
Ort auf dem Vollmeridian
Do
+ D
%
I
+88
+ 890° 50 58”
+ 90
+89° 59’ 58”
470
155
5
* 80
‚89° 59 58”
— 90
89° 59’ 58”
—89
—80
— 70
25
+ 45
+ 80
88
4890 % 58”
+00 y Qu
AL 110
+2125
+175
— 100
—90° U 2”
— 90
— 89° 59 58"
— 89
— 80
— 70
mof m
Entfernung e
5100
5061 | Minimum
3101
5320 } Maximum
5139
3100
53147
5523
5530
5659
3096 + Maximum
5751
5700 Minimum
5741
5902
5 | Maximum
3811 .
Der Verlauf von e als Funktion von D ist in der Kurve III im Schaubild
wiedergegeben. Er weist 3 Minima der loxodromischen Entfernung auf,
Abweichend von dem Fall der Kurve IV sind im Nordquadranten des Halbmeridians
4 = 180° das Minimum und Maximum verschwunden. An ihrer Stelle
ist ein Gebiet sehr langsamer Änderung der loxodromischen Entfernung zwischen
D=110° und 125° getreten. Um die übrig gebliebenen 3 Maxima als solche
zu erweisen, brauchen die Entfernungen des Grundpunktes von den Polen selbst
nicht mit herangezogen zu werden. Dagegen sind 2 der Minima die Entfernungen
von den Polen selbst. Aber auch diese Minima sind Werte, die sich in lückenloser
Folge in den Verlauf der sie umgebenden größeren Werte einreihen. Man
muß nur, um loxodromische Entfernungen e zu erhalten, die sehr wenig größer
als die Poldistanzen sind, auf dem Vollmeridian außerordentlich dicht an den
Pol herangehen. Daß e, wenn die Loxodrome diesen Meridian nur 2” vom Pol
trifft, noch 39’ bis 51’ länger als die Poldistanz selbst ist; erklärt sich daraus,
daß auch diese 4 Loxodromen noch ziemlich stark ausbiegen. Der Kurswinkel k
ist in den 4 Fällen Nr, 6, 8, 13, 15 immer noch 6° 59’, 7° 45’, 7° 38’ bzw. 6° 53’,
Beispiel mit 2 Minima der loxodromischen Entfernung.
(Kurve II im Schaubild.)
Der Grundpunkt A liege auf 4 = 90°, gg = -— 30°. Dann bleiben nur die
beiden Minima an den Polen übrig und 2 Maxima sehr nahe am einen Pol.
Man findet, wenn B auf dem Halbmeridian 1=0 läuft, wo =D ist, die
folgenden Werte von e: