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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 47 (1919)

282 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November/Dezember 1919, 
savant, 1835, t. 1, p. 176 ff, und Elem. gEog. phys. et met&or. von Herrn Lecoq, 
S. 466) . . . »Eines Tages segelten wir an den spanischen Küsten, nicht weit vom 
Kap de Gata, bereit, es zu umsegeln, um auf die Straße von Gibraltar Kurs zu 
nehmen; das Barometer stand sehr hoch, es zeigte 29 Zoll; der Wind war un- 
beständig, die Luft trocken und warm, und von Zeit zu Zeit kamen heftige 
Windstöße von den Bergen herab; ‚der Himmel zeigte jenes leuchtende Azurblau, 
welches man nur unter dem Klima von Andalusien trifft. Plötzlich zeigte sich 
eine heftige Bewegung in der Atmosphäre. Der Wind brauste über unsere Köpfe 
fort mit einem Geräusch wie ein vom Sturm bewegter Wald, und wir fanden 
uns fast augenblicklich umgeben von Tromben, Rechts, links, vor und hinter 
uns — wir zählten sieben Stück von verschiedener Größe, die sich alle vom 
Fuß einer Kleintrombe auf der Havel bei Potsdam (Aquarell von Dr. E. Mylius). 
Meeresspiegel erhoben und in Form eines umgekehrten Kegels aufstiegen, dessen 
Spitze das Wasser berührte, während die Kegelbasis verschwommen in der Luft 
endigte. Diese Dampfsäulen boten einen prachtvollen Anblick.«“ 
Endlich sei noch eine Kleintrombe erwähnt, welche der bekannte Wolken- 
maler Dr. Mylius am 26. Juni 1917 aus nur 20 Schritt Entfernung auf der Havel 
bei Potsdam beobachtet und sofort aquarelliert hat. Seine Abbildung ist in der 
beifolgenden Figur wiedergegeben. Er schrieb mir darüber: 
„Gestern habe ich wieder einmal etwas Meteorologisches erlebt, was Sie 
insofern interessieren wird, als es eine Stütze für Ihre Ansicht liefert, daß bei 
den Tromben auf dem Wasser eine Aushöhlung des Fußes durch Zentrifugalkraft 
entsteht. Ich habe die Höhle bei einer »Kleintrombe« in unmittelbarer Nähe, 
auf höchstens 20 Schritt, gesehen, so daß ich eine Abbildung davon liefern kann, 
die ich hier mitsende, 
Ich lag in meinem Boot mit meiner Frau und deren Gesellschafterin auf 
der Havel mit stehendem Segel am Uferrohr, um Kaffee zu trinken.. Der Wind
	        
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