Meldau, H.:.Die S-Korrektoren des Kompässes an Bord eiserner Schiffe. .- 269
Das Gesagte werde an einem Beispiel erläutert. Es sei 4=0, e==— 0.4, also 4=0.8 und
© =-+025 (D = -+14.4°). Die Bedingung OD’ = — XD =— -— 0.25 gibt nach (43) die Werte a = — A,
e=+;, V=4. In der Fig. 6 sind aufgetragen: . A
1. Die ablenkende Komponente (5) des Schiffes, nämlich 4% Hsin2 7 = 02H sin 2 $ (aus-
gezogene Kurve rechts von der Achse). .
2. Die ablenkende Komponente der Kugeln am‘ Land bei der Einstellung, in der sie
= -—D erzeugen, also der Wert X’ DH sin 2 5 = — } H.sin 2 £ (gestrichelte Kurve links von der
Achse). ‘ Dieselbe ablenkende Komponente wird am Land von den »äquivalenten« Korrektorkom-
passen erzeugt.
3. Die nach (18) berechnete kompensierende Komponente der Kugeln an Bord (ausgezogene
Kurve links von der Achse). Sie ist das Spiegelbild der ablenkenden Komponente des Schiffes,
4. Die kompensierende Komponente der Korrektor- Fi 6 ;
kompasse für die Einstellung, in der sie D’=-—D erzeugen SU
‘strichpunktiert). Die Ordinaten dieser Kurve sind gegen die ———
der vorigen im ‚Verhältnis H:H’=1:R vergrößert, X
5. Diekompensierende Komponente derselben Korrektor-
kompasse bei der Einstellung in der Entfernung og. Die Ab-
weichung dieser punktierten Kurve gegen die ausgezogene läßt
die oktantale Störung hervortreten.
12. Durch Nadelinduktion wirkende ®$-Kor-
rektoren.
$
N
LS
Ys
a
Ns
'x
Wenn der D-Korrektor durch Nadelinduktion
wirkt, so ist die Vorstellung eines durch den Kor-
rektor am Rosenorte erzeugten auch nur nahezu
homogenen Magnetfeldes hinfällig, man untersucht
vielmehr besser das vom Korrektor auf die Rose
ausgeübte Drehmoment. Dieses Drehmoment 4x
ist bei reiner Wirkung durch Nadelinduktion
lediglich von der Stellung des Korrektors
gegen das Rosensystem abhängig; wird diese
Stellung durch irgendeinen Winkel v_ definiert,
so kann 4x als periodische Funktion von v in
eine Reihe, fortschreitend nach den Sinus und
Kosinus der Vielfachen von v entwickelt werden.
Die Koeffizienten dieser Reihe sind als proportional
mit dem Quadrat des magnetischen Moments M
der Rose anzunehmen, denn einerseits wächst für
irgendeine Stellung des Korrektors zur Rose die
Magnetisierung des Korrektors proportional zu M, Die Figur stellt die von Korrektor-
anderseits ist das auf die Rose durch eine ge- a Voß Kugeln ‚ng
gebene Magnetisierung ausgeübte Drehmoment ompensierende Drehmoment. As des
dem Moment der Rose proportional. Es ist dem- Schiffes als Funktionen des magnetischen
nach zu setzen Kurses £ im ersten Quadranten dar.
8) i Ar = M° (c9 + 6, sin v + e', cos v + c, sin 2 v + c', cos 2 v .
+ czsin3y- ce, cos3y-Hesindtyv-Foe4cos4vy...).
Nehmen wir für v den Winkel zwischen der Längsschiffssymmetrieebene
des Korrektors und der Nordsüdlinie des Rosensystems, so verschwindet 4x für
Yy=0, weshalb 6% = = 0% = =...= 0 anzunehmen sind. Da ferner 4x für
v + 180° denselben Wert mit demselben Vorzeichen hat wie für v, so ist auch
CL = 03 = 6 =... = 0 anzunehmen, Die Reihe beschränkt sich demnach auf
die Glieder . .
(59) Ar = M? (ec, sin2vy + c/sin4y-+egsin6v....)
Die Koeffizienten C,, C,, 66... Sind von der Gestalt des Korrektors und
seiner. Entfernung vom Rosenmittelpunkt, ferner vom Bau des Rosensystems, d.h.
der Länge und Anordnung der Rosennadelnsabhängig‘!),
Der Korrektor entspricht seiner Hauptaufgabe dann und nur dann, wenn
!'ı Ein Ausdruck für 4rL unter vereinfachenden Annahmen ist in den Ann. d. Hydr. 1907,
5. 22 bis 24, abgeleitet.