Meldau, H,: Die ®-Korrektoren des: Kömpasses an Bord‘ eiserner Schiffe. . 9267
Bezüglich der Einstellung des Krängungsmagnets sei noch angeführt: Ohne Vorhandensein
eines durch Feldinduktion wirkenden ©-Korrektors hat die. Vertikalkraft an Bord den Wert
V-+R+KV, wo R die feste, senkrecht zum Deck gerichtete Schiffskraft, Setzt man diesen Ausdruck
gleich #-V,- so ist
R:
etk=# 1
und K.nimmt die Form .
{51) . K= + (u — 1 — e)tang J
an, Der Krängungsmagnet ist daher in. diesem Falle so einzustellen, daß
2 6) =1+e=2(1—®)
wird,
Sind durch Feldinduktion wirkende ©-Korrektoren für den Kompaß vorgesehen, so müssen sie
vor Einstellung des Krängungsmagnets angebracht werden, da sie k in k +k’ (1 +k) und damit j in
1 verändern. Der Rest von K ist dann mittels. des. Krängungsmagnets aufzuheben, indem man
diesen so einstellt, daß — entsprechend (52) — .
(52a) ELF =" 0—D)
wird, wo e”, A”, ®” die Werte dieser Größen nach Anbringung des D-Korrektors, Ist insbesondere
D” = 0 gemacht, so muß # ;
; pe" = An
werden. Für dieses A" ist, falls man es nicht etwa neu beobachtet hat, bei stabförmigen Korrektoren
der Wert (31), bei Kugelkorrektoren der bei (46a) angeführte Näherungswert zu nehmen.
11. Kompasse als $-Korrektoren. :
Das magnetische Moment der Hauptkompaßrose sei im Vergleich zu. den
Momenten der Korrektorrosen so klein, daß diese von der Hauptrose nicht merklich
beeinflußt werden; die. Korrektorrosen mögen sich auch ‚nicht gegenseitig
stören, jede soll sich vielmehr frei in die Feldrichtung der Erde bzw. an Bord
in - die von Erde und Schiff einstellen... Außerdem sei das Nadelsystem jedes
Korrektorkompasses derart, daß wir es als einen Magnet ansehen dürfen, der im
Vergleich zur Entfernung der Hauptrose sehr klein ist. .
Unter diesen Voraussetzungen läßt‘ sich die Theorie dieser Korrektoren
auf die der D-Kugeln zurückführen, die. ja auch wie kleine, in ihrem Mittelpunkt
befindliche Magnete nach außen wirken. ; . ;
Wir haben zwischen. den Landbeobachtungen und der Wirkung der Kompasse
an Bord zu unterscheiden, ; ; a .
Am Land ist die Analogie‘ zwischen Kugeln und‘ Korrektorkompatsen
vollkommen. Die. magnetischen: Achsen der Kugeln ebenso. wie-die:.der Rosen
der Korrektorkompasse liegen im magnetischen ‘Meridian, Das‘ magnetische
Moment der Kugeln ist wegen der Unveränderlichkeit der induzierenden Kraft,
der erdmagnetischen Horizontalkraft Hi am Beobachtungsorte, ebenso. konstant,
wie .das der Korrektorrosen : seiner Natur nach konstant ist. Bezeichnen wir
letzteres mit uı, so ist der Zusammenhang zwischen jy und Hy, nach‘ (37) durch:
EN : .
gegeben.. Aus dieser Gleichung ergibt sich‘ der Halbmesser-p der den Korrektorrosen
»äquivalenten« Kugeln, d.h. der Kugeln, die in derselben Entfernung r
von der Rosenmitte bei Hi am: Land die gleiche Wirkung ausüben wie: die Korrektorrosen.
| . .
Versetzen wir nun beide Arten von Korrektoren an Bord! Bei den Kugelkorrektoren
stellen sich die Magnetisierungsachsen, bei den. Korrektorkompassen
die magnetischen Achsen der Rosen in die Resultante H’ des Erd- und des
Schiffsfeldes, d. h. nach. dem. Nord des unkompensierten Kompasses
ein. Jede Art von Korrektoren erzeugt im Mittelpunkt der Hauptrose in’ dieser
Stellung nach Satz HI [entsprechend den Ausdrücken (38)) die Feldstärken:
(53) u Zt z (nach vorn); © — SE din’z “nach Steuerbord) +» * U
Für Kugelkorrektoren ist % proportional der Resultante H’ des Erdund.
Schiffsmagnetismus: am. jeweiligen Schiffsort, und zwar ist nach (34) zu setzen
154) uf HL