266 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November/Dezember 1919.
Setzen wir in (47) für D den Wert aus (44) ein und nehmen f=1 an, 80 erhalten wir als
Richtkraftgewinn, ausgedrückt in dem Verhältnis p:r ;
9
r'
1 RC P® -
14,
Er verschwindet für r=2 p, entsprechend einem D=19°, wächst dann - zunächst bei zu-
nehmendem r, erreicht bei r = 2,55 p ein Maximum, um dann langsam entsprechend dem abnehmen-
den © wieder abzunehmen. Der Richtkraftgewinn durch Kugeln ist recht unbedeutend,
er beträgt im Maximum nur etwa 3%, des A. .
Der Gegensatz dieses Verhaltens von Kugelkorrektoren zu dem der Korrek-
toren von reinem e-Typ (s. Abschnitt 8) ist bemerkenswert. Zylindrische D-Kor-
rektoren, wie sie praktisch benutzt werden, verhalten sich mehr wie Kugeln
oder mehr wie reine e-Stangen, je nachdem ihre Gestalt gedrungener oder mehr
gestreckt ist.
10. Die durch Feldinduktion wirkenden S-Korrektoren und der Krängungs-
fehler. .
Die durch Feldinduktion wirkenden D-Korrektoren beeinflussen den Krän-
gungskoeffizienten .
s 1 /R ‘
(49) K=7(S+k-—e)tang J,
indem sie‘ k und e verändern, nebenbei auch etwas durch Veränderung des
Koeffizienten 4, Für frei aufgestellte Kompasse ist k durchweg positiv; e ist für
alle in gewöhnlicher Höhe über Deck aufgestellten Kompasse negativ, so daß
k—e in der Regel nicht unbedeutend positiv ausfällt. Die Verringerung der
Querschiffsinduktion durch Hinzutritt von &’ (1 + e) zu e, und die Einführung
eines negativen k durch die Korrektoren wirken in diesem Falle beide günstig
auf .K ein. .
Nur für Kompasse in Ruderhäusern mit eisernen Wänden oder in Panzer-
türmen ist k negativ und wird daher durch das Hinzutreten des negativen k des
Korrektors dem absoluten Wert nach vergrößert. ;
Aufschluß über die Änderung des Krängungskoeffizienten für eine gegebene
Änderung des © erhalten wir durch Differentiation von K über 4, k und e nach ®.
Es ist 0ÖK KX 02 1 ök 0
= 1, e
60, BD AD a EIG I
Korrektoren vom reinen e-Typ lassen k unverändert, und wir erhalten
für sie .
0K KK 2
(50a) 75 STE ET: ;
Der erste Ausdruck entspricht der Änderung des Faktors zZ der zweite
der des e, Letzterer ist der größere; Er hat angenähert den Wert 2 tang J
und zeigt, daß für jeden Grad, um den D bei der Kompensation ver-
ändert wird, K sich nahe um ea‘ tang J Grad oder 2.1 -tang J Bogen-
minuten verändert. Für unsere Breiten bedeutet das rund 5’ Ände-
rung in K für jeden kompensierten Grad des D. -
Für Kugelkorrektoren ändert sich durch das Anbringen der Korrektoren
auch k, sowie das in A stehende a, und zwar ist dabei 4a = 4Xk= — 2. Indem
wir dies berücksichtigen, erhalten wir für den Differentialquotienten den Wert
0K K 6
0 OK__K _6_ | ;
(50b) ; rn 75 3757 375087
_. ‚Auch hier ist der.zweite Ausdruck, der aus der Veränderung von k und e
durch den Korrektor ‚entspringt, überwiegend. Indem wir DD im Nenner vernach-
lässigen, erhalten wir wieder den Näherungswert 2 .tang J. Die angegebenen
Zahlenverhältnisse gelten demnach ebenso für Kugelkorrektoren.