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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 47 (1919)

Meldau, H.: Die S-Korrektoren des Kompasses an Bord eiserner Schiffe, . 263 
setzen, d. h. ‚eine Stange aus weichem Eisen mit ihrer Längsrichtung parallel zu 
den Kraftlinien des Feldes gehalten wird etwa siebenmal so stark magnetisch wie 
eine gleiche Stahlstange. Stellt man jedoch gleich‘ große: Kugeln aus. beiden 
Materialien her, so verhält sich:.die Stärke der Magnetisierung der Stahlkugel 
zu der der Eisenkugel wie ; . 
5 36 2 dd 439 + 
[T1975' 17 4.19:86 7 020-7119 003 7200 1222 7 11.04. 
Die magnetische Wirkung der Stahlkugel ist also innerhalb 4%, dieselbe 
wie die einer gleich großen Weicheisenkugel; sie würde nur 5%, schwächer sein 
als die einer Kugel aus unendlich stark‘ magnetisierbarem Material!), Diese auf- 
fallende Tatsache, die eine Folge der selbstentmagnetisierenden Rückwirkung der 
Kugel auf ihr Inneres ist, gilt für alle Körper von gedrungener Gestalt, wie :sie 
als ®-Korrektoren, die durch Feldinduktion wirken, .Verwendung finden können: 
Alle Versuche, Körper von „starker magnetischer Aufnahmefähigkeit“ -— etwa 
birnenförmige Eisenkörper, ineinander geschachtelte Zylinder, Spiralen u, a..— 
herzutellen, die bei kleiner Ausdehnung imstande wären, große Beträge des D- zu 
kompensieren ?), sind daher a priori zur Erfolglosigkeit verurteilt. ©“... 
8. O-Korrektoren vom e-Typ. 
Da jede Eisenmasse, die durch Feldinduktion wirken soll, neben ihrer 
Ausdehnung querschiffs auch eine solche längsschiffs und eine senkrecht zum 
Deck haben muß, so kann es V-Korrektoren vom reinen e-Typ streng genommen 
nicht geben; sie sind aber als Grenzfall von Interesse,‘ 
Für solche Korrektoren ist in ®’=-— 9 die Konstante a’=0 zu setzen, 
Daher kann man €’ als. Funktion von © ausdrücken. Nach (15) ergibt sich 
. — 2D 0 . Fa 1 
Bezüglich. der Nebenaufgaben gilt für solche Korrektoren: Wie bei 
allen durch Feldinduktion wirkenden D-Korrektoren wird mit der Kompensation 
auch die Richtkraft auf allen Kursen gleichgemacht. Der durch .(25) gegebene 
Koeffizient A” nimmt durch Einsetzen des Wertes von /’ aus (30) den Wert 
81) “A =A(14+®) oder‘ . W=1+a. 
an, wie vorauszusehen war. 
Für den Richtkraftgewinn folgt 
(32) a. A A=24D. 
Er ist — bei der vorausgesetzten Art von a und e — stets positiv und wächst 
proportional dem kompensierten Betrag von ®. 5 
Der Einfluß dieser Korrektoren auf den Krängungsfehler ist im 10. Ab- 
schnitt erörtert... 
9. Kugelkorrektoren. . 
Die Theorie der Kugelkorrektoren läßt sich auf folgende Sätze aus der 
Lehre vom Magnetismus zurückführen: nn | 
_ I. Eine gleichmäßig bis zur Stärke J magnetisierte Kugel vom 
Halbmesser u wirkt nach. außen wie ein unendlich kleiner Magnet, 
der im Kugelmittelpunkt mit seiner Achse. parallel‘ zur Magneti- 
sierungsrichtung angeordnet ist und dessen magnetisches Moment 
@3). ut 
Nun wird eine Eisenkugel in einem homogenen Feld gleichmäßig magne- 
tisiert, und zwar bis zu der durch (29) gegebenen Stärke. Daher folgt: 
ist. 
1) Vgl. Phil. Trans. Roy. Soc. 1865, 
3 Vgl. Mar. Rundschau 1902, 8. 1215.
	        
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