260 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, N ovember/Dezember 1919,
Durch eine entsprechende Rechnung erhält man für das „rotierende Feld“
2”"D”H den Wert
(22) WYHE= 1 (D+D)
so daß
= DE,
15T
Die Einstellung des Korrektors so, daß D’ = — © wird, hebt danach nicht
nur D” auf, sie läßt gleichzeitig das ganze „rotierende Feld“ (22) verschwinden,
und die „Richtkraft nach magnetisch Nord“ geht auf den aus (21) folgenden
konstanten Wert
(24) YH=2210—9EH
zurück, Nach ausgeführter Kompensation des OD durch einen Korrektor,
der rein durch Feldinduktion wirkt, ist die Richtkraft auf allen
Kursen gleich, und zwar hat der Koeffizient der „mittleren Richtkraft
nach magnetisch Nord“ den Wert
(25) A = AN(1—D%, ;
wo X den Wert dieses Koeffizienten bei den Landbeobachtungen für
die Einstellung DD’ = — D bedeutet.
Bei einem rein durch Feldinduktion wirkenden D-Korrektor kann eine
Störung in der Wirkung nur dadurch eintreten, daß die Rosennadeln nicht als
sehr klein gegenüber der Entfernung'‘des Korrektors angesehen werden können,
Aus der Nadellänge entspringt bekanntlich, wenn feste Magnetpole in ungebühr*
liche Nähe der Rose kommen, eine sechstelkreisige Ablenkung. Diese geht für
Pole, deren Stärke mit sin 5 bzw. cosZ veränderlich ist, in eine achtelkreisige
Ablenkung über. Durch geeignete Anordnung‘ der Rosennadeln können solche
sechstelkreisige und achtelkreisige Störungen des Deviationsverlaufes beseitigt
werden.
Um etwaige Fehler der Nadelanordnung aus ‚dem am Land beobachteten
Deviationsverlauf zu erkennen, vergleichen wir diesen mit dem für eine un-
endlich kleine Nadel gültigen, d. h. mit dem 0, der Ausdrücke (16a) oder (16b),
in die wir entsprechend (20) %'’ — — 9 einsetzen:
Ein durch Feldinduktion wirkender D-Korrektor kompensiert in
Verbindung mit einer gegebenen Rose an Bord den Wert © einwand-
frei, wenn er am Land eine den Formeln
(26a) tang dı = — EC bzw. . (26b) tang dı = a
entsprechende Deviation dj liefert.
Entwickelt man das 6, der Formeln (26) in Reihen fortschreitend nach
den Vielfachen von Z bzw. z, so erhält man als Glieder erster und zweiter
Ordnung in Gradmaß ausgedrückt
(27a) a = —573°.Dsin2E—57.3°.4 Dsin4Z
(27b) Öü = —57.3°+.Dsin2z 4+57.3°+4 Dsin4z.
Die Ablenkung am Land muß demnach außer dem quadrantalen Gliede
ein Oktantales aufweisen, und zwar gilt das für 0, als Funktion des X ebenso wie
für 6, als Funktion von z. Im ersten Falle hat der Koeffizient des oktantalen
Gliedes dasselbe Vorzeichen wie der des quadrantalen, im zweiten hat er das
entgegengesetzte. Wenn diese oktantalen Glieder nicht oder nicht in gehöriger
Größe vorhanden sind, so ist die Kombination Rose—Korrektor zu beanstanden,
Sie sind als „Begleiterscheinungen des D“ zu bezeichnen und dürfen nicht mit
wesentlichen, aus der Nadellänge entspringenden oktantalen Störungen verwechselt
werden. Entsprechende oktantale Glieder enthält auch die Ablenkung ö des
Schiffes, Die Entwicklung von 6 nach Formel (7a) bzw. (7b) ergibt
7c) ö = +57.3°. Dsin25—57.3°+.3 D%sin47
27d) Ö = 457.3°.Dein2z--57,3°.1 Dlsin4z,
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daß 0; als Funktion von Z die spiegelbildliche Kurve des ö als Funktion von