Meldau, H.: Die ©-Korrektoren des Kompasses an Bord eiserner Schiffe, 253
1 &
tangz = TE tangg ‘
die, durch Division aus den Gleichungen (3) folgend, den Zusammhang zwischen
z und & darstellt. Aus ihr folgt . ©
(1-+e)sin cos z = (1-a)cos Zsinz.
Da nun 5 —z = 6 und daher. a
. 2sinfcosz = sin (5 + z) + sin 6, 2cos £sinz == sin ($ + z) — sin 6
ist, so hat man ; | a
17° n(+2) +12 sine - 22 sin C+2— ans,
(+47) sind = A sin(g +2),
sin 6 = Dsin(£ +z),
(10a) sind = Dein (2 E — 6); oder (0b) sind = Dain(2z +08).
Nach diesen Gleichungen ergibt sich der Maximalwert ömax, der Ab-
lenkung aus
(9)
sin ömax. = ©,
und zwar wird er auf dem Kurse 5 -+2z= 90°, d.h. 5 = 45° + 4 Ömax. oder
Z = 45° — 4} Omax. erreicht. ;
Aus (10a) bzw. (10b) erhält man nach Auflösung der rechts stehenden
Sinus die Beziehungen
(7a) tang 6% = IE ATTTEN (7b) tangd = ED
Aus ihnen folgt für 5 = 45°, bzw. z = 45° zur Bestimmung von D:
tang 8. Di; tahg 6, _ =D.
Bis auf Glieder von der Ordnung ©? und höherer Ordnungen läßt sich ö
nach (7b) in die Reihe ;
. (11) 6 = Dsin2z-+Hsin4z-+Nsin6z
darstellen 1), wo .
(12) D=®, H = 1®!, N = 4.
‚Um d in Gradmaß auszudrücken, hat man diese Koeffizientenwerte mit
57,3° zu multiplizieren ?). | N
Nach diesen Vorbereitungen wenden wir uns dem eigentlichen Thema zu.
Die Hauptaufgabe eines D-Korrektors besteht in der Aufhebung der
durch Formel (7a) oder (7b) gegebenen Deviation. Ihre Lösung verlangt,
daß die nach Ost gerichtete „ablenkende Komponente“ des schiffsmagnetischen
Feldes unschädlich gemacht wird. Am nächsten liegt es, zu diesem Zweck ein
weiteres homogenes Magnetfeld zu verwenden: ee
. Der Hauptzweck des Korrektors wird erreicht, wenn er eine der
nach Ost gerichteten Komponenten
ON 2° Hein2£- oder 29Hsin2?
des schiffsmagnetischen Feldes für alle Werte von & entgegengesetzt
gleiche kompensierende Komponente einführt.
‘Für die durch Nadelinduktion wirkenden D-Korrektoren ist diese Fassung
der an den Korrektor zu stellenden Forderung nicht allgemein genug. Bei. ihnen
kann von der Einführung eines homogenen Feldes in der Regel gar nicht ge-
sprochen werden, Es empfiehlt sich in diesem Fall, auf die Drehmomente
') Siehe etwa Adm. Man,, 7. Aufl, S. 115. .
2) Der Wert 4(&x0 — so + dsw —.dnw), den man häufig für- D nimmt, ist nach der
Formel (11), wenn man bis zu Gliedern dritter Ordnung geht, tatsächlich gleich D— N. Das
richtige D erhält man durch harmonische Analyse etwa der auf den Fünfzehnergraden beobachteten
Ablenkungswerte. Aus ihm findet man © nach der ersten Formel (12).