Maurer, H.: Kann die Winkeltreue in Einzelpunkten winkeltreuer Karten fehlen? 915
. nn dy —1 dy x
== 2 — A Lu, SL
und wird für g= 0, x*?= 1 und dx “ Yartı) dx kann also je nach Wahl der
Größe n jeden Wert annehmen, obwohl für jeden endlichen Wert von n stets
x? = 1 bleibt,
Fassen wir den Punkt x = 1 als Scheitel der Ellipse g = 0 auf, so haben
wir laut Gleichung (3) vor dem Grenzübergang zu 9 = 0 allgemein x = sec g,
d. h. (nach x?=1—ntg?g) n=—1 einzusetzen. Für diesen Fall wird also
dy _ zu . u. ; m .
ax -YVarı = co; d.h. die Scheiteltangente des Äquatorbildes steht ebenso
wie diejenige aller andern Breitenkreisellipsen senkrecht zur x-Achse.
Fassen wir dagegen x=1 als den Brennpunkt der Ellipse = 0 auf,
so haben wir vor dem Grenzübergang zu 9=0 allgemein für jedes og x?=1,
—1 .
also n=0 zu setzen. Dann wird also EZ d. h. die Tangenten der Ellipse
p=0 in der Brennpunktsordinate x=1 schneiden die x-Achse unterm
Winkel — 45° auf der Seite der positiven y, unterm Winkel + 45° auf der
Seite der negativen y. ; |
Daß aber auch. für x=1 und g= 0 Ay = 0 werden kann, zeigt die An-
nahme n = cot g.
3. Das Bild des Meridians 4=90°. Fragen wir nun- nach dem Schnitt-
winkel der Ellipse g = 0 im Punkt x = 1 mit der Hyperbel 4 = 90, so gilt allgemein
folgendes: In der Brennpunktsordinate x=1 wird allgemein für die Ellipse:
R m & 1 3 . .
Te St =1 und für die Hyperbel: ——=— a a1. Beide Kurven schneiden
sich in der Brennpunktsordinate dann, wenn diese beiden Gleichungen denselben
Wert y liefern. Dies ist allgemein der Fall für tg? 9 — sin? g == cot? 4 — cos? 4,
also für 9 +41=90. Es schneiden sich also auch die Ellipsen = 0. und die
Hyperbel 1= 90 in der Brennpunktsordinate, und für diese haben wir für
. = —1
die Ellipse g=0 = gefunden, Für die Hyperbel-Gleichung (4) liefert
analog die Differenzierung allgemein:.
dy _ xcobA_
dx Vz? —1+c0os?2
Es ist für 4=90° für jeden Wert x?>1 auch hier {7 = 0; aber für x?=1
wird AL =D und kann jeden Wert annehmen. Setzen wir allgemein, solange
A noch jeden Wert annehmen kann, x? = 1 +meos? 4, wo m ein Parameter ist,
so wird:
dy_ _ 21 1/1+mocos?2 _
dx al 14m
u 9 N® 3 dy__1 . .
was für 4=90° in der Form z—= at je nach Wahl von m jeden Wert an-
nehmen kann, obwohl für 4 = 90° bei jedem endlichen Wert von m x? = 1 bleibt.
Soll der Punkt x=1 als Scheitel der Hyperbel 4 = 90 gelten, so müßte
allgemein x? = sin? 2 gemacht, also (nach x? =1 + mcos*i) m==—1 gesetzt
werden; und man findet für die Scheiteltangente allgemein AL Tat a =— co für
jeden beliebigen Wert von A, auch für A = 90.
4. Schnitt des Äquators mit dem Meridian 4 = 90°. Um aber den Schnitt
der Hyperbel 1=90 mit der Ellipse g= 0 zu untersuchen, müssen wir nach
Obigem den Punkt x=1 als Brennpunkt der Hyperbel i= 90 auffassen.
Hierzu müssen wir vor dem Grenzübergang zu A = 90 allgemein x = 1 machen,
x . a ‚dd 1
also m = 0 in x2 =} + m cos? 4 setzen. Dann wird allgemein ra = yt und
für 1 = 90° = Die Tangenten der in den Doppelstrahl 0’P' zusammen-