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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 47 (1919)

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Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, September/Oktober 1919. 
Tabelle 5. 
Zwölljährige Summen der D nach Tabelle 3 und 4. 
| | | 
‚&T5_ 90/1897. _ 381185030 1851—6211863— 74! JErR__en rast. gel 1899— 1910) 
London . 
Hamburg . 
<ristiania . 
Petersburg 
Wien . . 
Schweiz. 
FF 
RT 
180 
67 
Aal 
3 
A, 
Ja. 
243 114 
215 83 
222 221 
129 60 
110 26 
47 40 
Lu 
— 69 
— 22 
- 9 
- 53 
107 
Die Meyer-Seemannsche Luftdruckschwankung spricht sich am klarsten 
darin aus, daß im Mittel der 24 Jahre 1875—1898 D in Kristiania + 18.0, in 
London + 14.9, in Hamburg + 12.4, in Petersburg + 11.4, in Wien -+- 5.7 und 
in der Schweiz + 4.0 betrug, Dagegen sind die entsprechenden Zahlen für den 
Rest der Zeit (72 Jahre), ohne Kristiania, L — 0.3, H—1.2, P — 45, W +1.7 
und S — 0.6. Das sind Differenzen von je zwei zehntägigen Zeiträumen; die 
ganze Amplitude der Schwankung ist natürlich viel größer. 
Wie man aus den Tabellen 3 und 4, und noch anschaulicher aus Tafel 7 
ersieht, war vor 1875 eine der Meyer-Seemannschen ähnliche Schwankung nicht 
in Skandinavien und Rußland, wohl aber 1863—1872 im Westen — London, 
Schweiz — und 1847—1850 im Süden zu bemerken, eine ihr entgegengesetzte 
1859—1862 allgemein, 1863—1874 in Skandinavien und Rußland und 1899—1905 
in Westeuropa ausgeprägt. Die M-S-Schwankung selbst ist 1875—1898 in 
Kristiania, Hamburg und London am größten und nimmt von da nach den 
Alpen schnell ab. N 
Bei der weitgehenden Übereinstimmung zwischen den Zahlen innerhalb 
der Reihen der Tabelle 4 und innerhalb der einzelnen Herbste müssen die „wahr- 
scheinlichen Fehler“ der Mittelwerte ziemlich klein ausfallen und wird reiner Zufall 
sehr unwahrscheinlich, Nehmen wir z. B. von Kristiania die 36 Lunationen der 
Spätjahre 1875—1886, so erhalten wirl): 
Tabelle 6. 
Größe von D zu Kristiania. 
1875 
1876 | 1877 | 1878 | 1879 | 1880 | 1881 | 1882 
18822 
FQRY 
18895 
| 1806 
Erster Monat - £ ul x —9 U O0 € 27 ] — m — 5 7 
Zweiter 10| 17 | 5 |— 10) 15| 7 | 38| 14 | 3 —6| 13| 24 
Dritter 161 14 10 11 31 75 12 1 —171 79 18 | 151 —z7z7l 92 
Das ergibt die mittlere Größe von D in diesen zwölf Jahren zu + 6.17 
+ 1.47. Unter den 36 Werten finden sich nur 9 negative, davon 3 im Herbst 1878, 
der also eine umgekehrte Periode hatte. 
Ich habe die Tabellen 3 und 4 nach zwölfjährigen Abschnitten geordnet, 
weil mir seinerzeit Anzeichen für eine sechsjährige Periodizität in den D-Zahlen 
aufgefallen waren und Professor Schneider diese und eine zwölfjährige durch 
eine eingehende Untersuchung der Jahre 1887—1906 gestützt hat (Ann. d. Hydr. 
1918, S. 21—283). Die aus den Mittelzahlen für Europa für 1755—1850 und 
1851—1898 abgeleiteten Kurven (ebenda S. 30, Fußnote) schienen beide Perioden 
zu bestätigen. Die Mittelwerte der Tabelle 4 zeigen aber leider wenig davon; 
die von 1815—1910 ergeben für Hamburg und London eine dreijährige Schwankung, 
;‘) Zu beachten ist, daß in meinen Tabellen nur die mittlere Lunation durchweg zeitlich 
zusammenhängt, die äußeren aber teilweise aus überschießenden Enden zusammengesetzt sind; solche 
Zahlen sind in Tabelle 6 durch kursiven Druck gekennzeichnet.
	        
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