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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 47 (1919)

Wendt, E.: Loxodromische Entfernungen, 
171 
Es gibt aber eine wohl bestimmte negative Breite = — w', für welche die Ab- 
. dr x xp . 
leitung de verschwindet, für welche also 
Ma). 0000 NA My = (@— po) IEC HH 
oder 
7b) . 
VNA MG = (1 po) sec 
ist. ww ist eine Funktion von gg, sie ist für nicht zu große Werte 
von og in roher Annäherung = N bedeutet die vergrößerte 
Breite zu w%, und N’ ist = —N. Für og = w ‚wird 
He me4s0og ; 
© 9 
Für höhere südliche Breiten ist der Ausdruck (5) negativ, denn 
der Zähler wächst auf negativer Breite mit dieser, da seine Ableitung (? — %%) ZA 
positiv ist, ; ; OP 
—_ Was lehren uns diese Betrachtungen? Wenn e<w, + WW ist, wo 
durch die Gleichung (7b) definiert ist, so wächst r beständig mit %; 
ist aber e>% + VW, so nimmt r auf negativen Breiten zunächst ab 
mit g, hat an der Stelle g=%=-— WW ein Minimum und wächst von 
da an beständig mit g. Ein in der Merkatorkarte um den Grund- 
punkt mit dem Radius e- sec ww be- Fie. 1 
schriebener Kreis wird von unserer Bode 
Kurve in den Punkten, deren Breite 
gleich w ist, von außen berührt. (Siehe 
die Figur 1.) An der Stelle g= % hat r 
den Wert 
ro =e-1im M— Mo are. 
=D P— Po . 
Auf nördlicher Breite werden die beiden 
symmetrischen Teile der € == const. Kurven mit 
wachsender Breite sich zunächst weiter nach 
rechts und links ausbauchen oder mit anderen 
Worten, die Länge wird mit der Breite zu- 
nächst zunehmen. Wenn nun e kleiner als die 
Distanz des Grundpunktes von dem benach- 
barten Pol ist, wenn sich also die Kurve 
schließen muß, so ist es sicher, daß die Länge!) 
ein Maximum für eine gewisse nördliche Breite 
erreichen muß, Diese Tatsache wird auch dann 
noch zu Recht bestehen, wenn e gleich oder 
etwas größer als > — gg ist, weil ja die 
8 = const. Kurven bei benachbarten Werten 
von 6 stetig ineinander übergehen müssen, 
Falls e=> -—gg% ist, so läuft die Kurve auf 
der Erdkugel durch den benachbarten Pol, in 
der Merkatorkarte nähern sich die beiden sym- 
metrischen Zweige asymptotisch dem Grund- 
meridian, Ob in dem Falle 8<5—% die Länge A noch weitere Maxima oder 
Minima besitzt, bleibt zunächst dahingestellt. Wenn aber e etwas größer als 
5—% ist, so ist klar, daß die beiden Zweige, nachdem sie sich einige Zeit 
lang mit wachsender Breite dem Grundmeridian genähert haben, wieder von 
ihm abbiegen, daß also 2 auf jedem Zweige außer dem Maximum. auch noch je 
1) Wird von einem Maximum oder Minimum von A gesprochen, so ist immer der absolute 
Wert von A gemeint.
	        
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