accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 47 (1919)

Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Juli/August 1919. 
Der Druck in der unteren Flüssigkeit p soll nun weiter dem in der oberen p’ 
an der Grenzfläche gleich werden; nun ist 
et max, zen 
PpP= P+o56y— y |[A?+2A Basin a x\e + e 
4 Brar(e Bs 20 ” L4sinzax—2)) 
wo P eine Konstante; p’ ist durch einen analogen Ausdruck gegeben. 
Für die Stromlinie, die die Grenze der beiden Flüssigkeiten bildet, erhalten 
wir den Druck, wenn wir im obigen Ausdruck y aus der Gleichung dieser Linie 
einsetzen. Dabei wollen wir in den e-Potenzen wie früher y annäherungsweise 
null setzen und erhalten als Bedingungen für p==p': 
a _ ‚fah' —a & —«a ah‘ —aM 
(2) og le pol x ") = oABale Le | ya Bale > ”) 
und (3) eB! = 932 
Wir eliminieren nun aus den Gleichungen 1, 2 und 3 die Größe B’, worauf 
B herausfällt und zunächst: 
ah —ah ah —ahlı 
aus (2) gl(e—0)=« le A a 
“ € —e e —e 
Diese Gleichung ist mit der von Helmholtz gegebenen identisch!), wenn 
h und h’ groß genommen werden, Man kann nun aber einen Schritt weiter tun 
und die Gleichung 3 benutzen; es wird 
a —ah2 
ef Te $ 2 
2 an anf a 
A 5 N h e 
Damit gelangt man zu separaten Lösungen für A und A’; es wird nämlich:. 
@ -— 2 
A? — Bey LE 
« Q Zah —2ah 2al' —2uh' 
€ —e +e —e 
an — ah? 
an EB, 0e—g ef) 
& oe 2ah —2ah 2ah’ —3ah' 
ee —e +e —e 
Auf diese Weise wird es möglich, die Strömungen beider Flüssigkeiten zu 
berechnen, die zum Zustandekommen einer ruhenden gewellten Grenzfläche 
von ’der Wellenlänge A = A erforderlich sind. 
Diese beiden Beziehungen müssen natürlich gleichzeitig bestehen, d.h. die 
Strömung A wird nur dann eine stationäre Wellenform A an der Grenzfläche 
ergeben, wenn gleichzeitig die andere Strömung A’ besteht. ; 
A, Wegener?) hatte seinerzeit die Annahme gemacht, daß A = A’ sei, Wie 
man sieht, hängt das Verhältnis der Strömungsgeschwindigkeiten in den beiden 
Flüssigkeiten sehr von deren Dichte ab. ‚Je kleiner die Dichte, desto rascher 
die Strömung. Der Unterschied wird nur dann von besonderer Bedeutung 
werden, wenn die Flüssigkeiten ober- und unterhalb der Grenzfläche nicht aus 
dem gleichen Stoff bestehen; ist beiderseits Luft und nur deren Temperatur ver- 
schieden, so bleibt Wegeners Voraussetzung ziemlich genau aufrecht. Außerdem 
hängt das Verhältnis der Strömungen aber auch noch von der Tiefe (bzw. Höhe) 
der Schichten ab, worauf wir noch zurückkommen. 
A und A’ sind die mittleren Strömungsgeschwindigkeiten in der x-Richtung, 
welchen die wellenartige Bewegung überlagert ist. Soll die Grenzfläche als 
Wellenform in Ruhe verharren, wie wir hier annehmen, so müssen die Flüssig- 
keiten mit den Geschwindigkeiten A und A’ strömen, ; 
Es wäre dabei gleichgültig, welche Richtungen A und A’ haben, da‘ja die 
Zentrifugalkraft von der Richtung der Bewegung nicht abhängt. Doch werden 
‚60 
‘) Vergl. auch H. Lamb, Hydrodynamik, deutsch von J. Friedel. 1907, S. 439. 
?l) Beiträge zur Physik der freien Atmosphäre, Bd. 2, 8. 56.
	        
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.