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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 47 (1919)

Wettbewerb-Prüfung von Marine-Chronometern im Winter 1918/19. 155 
Chronometer 
Lidecke / 
Lidecke 
Chron.- Werke 
Chron.-Werke 
Chron.-Werke 
Chron,- Werke 
Lidecke‘ 
Chron,- Werke 
Lidecke ‘ 
Chron-Werke 
Lidecke 
Lidecke 
Chron.- Werke ; 
Chron.-Werke 
Chron.- Werke | 
Nr. 
531 
336. 
10 
308 
792 
sek 
+ 0.023 
0.079 
T 0.093 
— 0.035 
— 0.021 
922 
342 
347 
540 
J48 
— 0.001 
— 0.037 
— 0.048 
40.044 
0.047 
518| +0.012 
423, + 0.026 
341 — 0.018 
219 — 0.086 
355 | 4 0.058 
vv] 
sek 
+ 0.0041 
+ 0.0012 
+ 0.0052 
+ 0.0081 
40.0023 
0.08 
0.00 
0.01 
0.03 
201 
0.0026 
-'- 0.0056 
;- 0.0042 
1 0.0036 
4.0.0078 
9.00 
D.01 
.01 
5.01 
2.02 
+ 0.0053 0.09 
1.0.0032 0.08 
0.0057 | 0.01 
0.0049 | 0.00 
0.0046 | 0.08 
Chronometer 
Chron.-Werke 
Lideceke 
Chron.-Werke 
Chron.-Werke 
Chron -Werke 
Chron.- Werke 
Lidecke 
Chron.-Werke 
Chron,-Werke 
Chron -Werke 
Chron.- Werke 
Chron,- Werke: 
Chron,-Werke 
Nr 
949 
535 
942 
911 
937 
938 
314 
345 
916 
940 
950 
936 
351 
sek 
+ 0.004 
40.027 
— 0.031 
— 0.062 
— 0.031 
— 0.070 
+ 0.099 
— 0.079 
— 0.068 
— 0.087 
700 
4 0.028 
— 0.060 
sek 
+ 0.0081 
1 0.0058 
-L 0.0037 
+4 0.0072 
1.0.0066 
+ 0.0081 
+ 0.0028 
4 0.0089 
40.0105 
0.0081 
4 0.0054 
0.0101 
— 0.0007 
Ivy] 
0.06 
0.07 
0.05 
0.08 
0.01 
0.00 
0.07 
0.01 
0.02 
0.02 
0.01 
0.23 
0.02 
Über oszillierende Strömungen in Wasser und Luft. 
Von Felix M. Exner in Wien, ; 
(Hierzu Tafel‘4.) 
Vor dem Kriege habe ich in dieser Zeitschrift!) eine Rechnung ver- 
öffentlicht, welche zeigen sollte, daß bei konstantem Druckgradienten die Luft im 
allgemeinen keine geradlinigen Bewegungen ausführt, sondern oszillierende, da 
die geradlinige Bewegung nur ein unwahrscheinlicher Spezialfall der bei ge- 
gebenem Gradienten möglichen Bewegungsformen ist. . 
Die dortige Rechnung gilt nun aber, da die Kontinuitätsgleichung nicht 
berücksichtigt wurde, zum Teil nur für Massenpunkte, worauf mich M. Margules 
aufmerksam machte. Es scheint darum am Platze, sie nochmals in strenger Weise 
durchzuführen. Auch sind im folgenden die oszillierenden. Bewegungen von einem 
allgemeineren Standpunkte aus behandelt und auch die Wellen an der Grenze 
ungleich dichter Flüssigkeiten berücksichtigt worden. . 
Wenn Flüssigkeiten in breiten Räumen strömen und sich dabei selbst ihre 
Grenzen bestimmen können, so findet man in der Regel, daß die Strömung nicht 
auf dem kürzesten Wege vor sich geht, sondern in wellenförmigen Bewegungen, 
Oszillationen. — Die ‚einfache Strömung ist von einer Welle überlagert. Diese 
Bewegungsform prägt sich nicht nur in der Verteilung der Geschwindigkeit, 
sondern am anschaulichsten in der Begrenzung der Flüssigkeit aus, wenn dieselbe 
mehr oder weniger eine freie Oberfläche ist. Hierher gehören die Wellen, die 
der Wind auf dem Wasser erzeugt, ferner die Helmholtzschen Wogen im Cirrus- 
niveau, Besonders auffällig werden die Erscheinungen dort, wo die Flüssigkeit 
mit beweglicher, aber fester Materie in Berührung. steht, wie etwa wenn Luft 
über einen Sandboden hinweht. Dann bleiben die Wellenformen der Grenzfläche 
dauernd im Sande sichtbar, Etwas Ähnliches finden wir in der Mäanderbildung 
der Flüsse und Bäche oder in der Profilbildung einer Rodelbahn beim Auslauf, 
Durch die herabsausenden Schlitten bilden sich dort stets Wellenkämme und 
Wellentäler im Schnee. 
Diese Oszillationen entstehen, wo eine Masse, die in ihren einzelnen Teilen 
beweglich ist, an einer anderen beweglichen Masse vorbeiströmt. Die relative 
Bewegung beider Massen gegeneinander kann. bei Vorhandensein der nötigen 
- 1) Über oszillatorische Strömungen der Luft. Annal. d, Hydrographie u. maritim. Meteor. 
März 1913. S. 145.
	        
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