v. Hann, J.: Ergebnisse der Meteorologischen Beobachtungen der dänischen Expedition usw. 7
den 19. Die Extremtemperaturen gaben mehr, nur. am 19., + 1.0°, Min. —21.2°.
Relative Feuchtigkeit 8b VYm 41%, 2b Nm 48°, 9R Nm 73%, Wind WSW..
; Die Luftfeuchtigkeit war von Nov.—Mai in Pustervig die gleiche wie zu
Danmarkshavn, die Tagesschwankung, Differenz 9% abends—2* Nm ist in Pustervig
ein wenig größer, im April und Mai erheblich, Pustervig 9% abends—2b Nm +11°%
Danmarkshavn +.6%,. Das absolute Minimum betrug zu Pustervig 39°. am
25. Növ., Tagesmittel 41°%/°, bei einer Temperaturzunahme gegen den Vortag um
9.2° bei WSW; — Die Windstärke war.zu Pustervig sehr klein, 1:8 m/s gegen
4.4 in Danmarkshavn. Wegen der Lage der. Station in einem Fjord gab es nur
Kalmen 47%, WSW 27%, ONO 17%, — Die Bewölkung war ‚an der Inland-
station kleiner, 4.4 gegen 4.9 an der Küste; die prozentische Häufigkeit der Be-
wölkung Null betrug daselbst 27%, der Beobachtungen, zu Danmarkshavn bloß
28%, für die Bewölkung 10 ist der Unterschied gering. . 08
Auf einem Bergabhang bei der Station Pustervig wurden zwischen dem
12. Nov. und 30. Mai korrespondierende Temperaturbeobachtungen in vier ver-
schiedenen Höhen angestellt. Als Mittelwerte ergaben sich: . .
Höhe ...00.0.00.00004 4m 153 m 294 m 374 m
Zahl der Beobachtungen . . 77 77 68 ‚64
Temperatur... ......... -—22.3° —19.29° — 18.1° — 18.09
Gradient für 100m ....- 42.08 40.75 +015
Es herrscht also bis zur‘ Höhe von 380 m eine Inversion von 4,3°. Die
Drachenaufstiege am: Danmarkshavn ergaben für die untersten 200 meine
Temperaturzunahme 0.39°. Es wird wohl auch im Jahresmittel zu Pustervig
eine stärkere Inversion als zu Danmarkshavn vorherrschen. .Bei Föhnwinden
wird die Inversion abgeschwächt oder aufgehoben. Zwei Fälle von ausgeprägten
Föhn ergaben folgende Temperafurzunahmen nach unten: Te ;
Höhe ........ 4m 153 m 294 m 398m Differenz für 100m.
Temperatur .... —10.3° —10.5° — 12,49 — 13.4° — 0.77°
Beim Abflauen des Föhns ergab sich nur noch eine Temperaturzunahme
nach unten von 0,55° für 100 m. . ,
Über den jährlichen Gang der Temperatur-Inversionen zwischen der Erd-
oberfläche und der Höhe von 30 m darüber habe ich einige Berechnungen in
der Meteorologischen Zeitschrift 1917, S. 376, mitgeteilt. E47
Bewölkung. Sie ist im Winter am größten, im Frühling am kleinsten
Die Jahreszeitenmittel sind: Winter 5.4, Frühling 4.2, Sommer und Herbst 5.0.
Die Wolkenformen werden besprochen. Zu beachten ist das fast vollständige
Fehlen des Cumulus, wie auch frühere Expeditionen bemerkt haben. Bemerkens-
werte Wolkenformen werden spezieller beschrieben und abgebildet, -So eine
merkwürdige Wolkenwalze während des Sturmes vom 31. Juli 1907 über dem
Fjord, sowie die Hinderniswolken (Föhnwolken), deren Entstehung spezieller
erläutert S. 338/339 und durch Photographien und Skizzen erläutert wird.
(Tafel XVI und XVII und Fig. 43, 44 u. 50.)
Niederschlag. Der Messung der Niederschläge, die bekanntlich im Polar-
klima schon wegen des häufigen Treibschnees so schwierig ist, wurde besondere
Aufmerksamkeit gewidmet und besondere Maßnahmen gepflogen, welche S. 150
und 339 erörtert werden, . Der Verfasser glaubt sagen zu können, daß die mitt-
leren Ergebnisse der Messungen volles Vertrauen verdienen... Die Angaben über
die Tage mit Niederschlägen können als ganz zuverläßlich gelten. Die Gesamt-
zahl der Tage mit Niederschlägen war in beiden Jahren (August—Juli) 1906/07,
1907/08 gleich. Auf die Jahreszeiten verteilt ergaben sie: ;
1906/07. + 1.0.
190708 1
Winter | Frühling
87 {3 27.
15 . 94-
Sommer
u 14
[7 16
Herbst
29
DA
Jahr
1.107
al? 10710 A