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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 46 (1918)

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_ Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1915. 
nach der japanischen Methode bestimmt hat. Die Länge der Mittellinie, die 
beim 42. Parallelkreise an der Westküste beginnt, in einem nach Norden konvexen 
Bogen das Meer durchschneidet und das Ostende bei Batum erreicht beträgt 
1191 km. Sie wurde in 14 gleiche Teile geteilt und in jedem Teilpunkte ein 
Querschnitt senkrecht zu ihr gelegt. Das Asowsche Meer wurde hierbei nicht 
einbezogen, da sein Zusammenhang mit dem eigentlichen Becken des Schwarzen 
Meeres nur ein geringer ist... Die mittlere Breite ergibt sich by = 331°8 km, die 
mittlere Querschnittsfläche Sy = 4199 km?; daraus folgt die mittlere Tiefe 
ho = öl — 12657 m; außerdem ist gs == 9'804 m/sec?. Die Meriansche Formel 
Lt = = "ergibt als Eigenperiode des Schwarzen Meeres T =— 5938 Stunden. 
200 
Mit diesem Werte beginnen wir die Berechnung der Hubhöhen und Wasser- 
mengen, die bei dieser Eigenperiode durch die einzelnen Querschnitte hindurch- 
geschoben werden müssen. Für den 14. und letzten Querschnitt findet man 
q = + 58'84 km®. Der Wert 594 Stunden muß also noch ziemlich weit von der 
tatsächlichen Eigenperiode des Schwarzen Meeres abstehen, Wählen wir 
T — 45 Stunden, so erhalten wir für den letzten Querschnitt q = — 41°87 km 
Zwischen 594 und 4:5 Stunden muß demnach die wirkliche Periode der ein- 
knotigen freien Schwingung liegen. Für diesen Fall wurde nun absichtlich, 
obwohl es nicht notwendig gewesen wäre, noch- für vier. weitere Werte von T 
zwischen den obigen die Rechnung durchgeführt; die Resultate derselben stehen 
in folgender Zeile. - 
1 5'938 , 5'380 518 5118 510 45 : Stunden 
q tür den letzten Querschnitt . | 488 "1438 4483 40921' — 129 — 4187| km}. 
Die im letzten Querschnitt durchgeschobene Wassermenge wird demnach 
Null für T— 5113 Stunden, und dieser Wert entspricht der tatsächlichen Periode 
der einknotigen freien Schwingung des Schwarzen Meeres. Für den Wert 
T == 5118 steht in folgender Tabelle das Ergebnis der durchlaufenden Rechnung 
mit der Verteilung der Hubhöhen längs des ganzen Meeres. Die Knotenlinie 
liegt nahe dem Querschnitt 6, etwas westlicher davon; sie zieht sich von der 
Südspitze der Krimhalbinsel ziemlich genau in südlicher Richtung zur Klein- 
asiatischen Küste; der östliche Ast der Schwingung wird dadurch etwas größer 
als der westliche. Die ziemlich einfachen orographischen Verhältnisse des 
Schwarzen Meeres bedingen, daß die Hubhöhenverteilung längs des ganzen Meeres 
sehr regelmäßig verläuft und daß am West- und Ostende bei freien Schwingungen 
nahezu dieselben Amplituden zu finden sind. Prof. R. v. Sterneck hat nach 
der japanischen Methode die Eigenperiode ermittelt und sie zu 4'98 Stunden ge- 
funden. Die Übereinstimmung beider Werte ist vollauf befriedigend, 
Schwarzes Meer, 
T=—: 5118 Stunden: 
(Querschnitt 
x 
L2 
12 
‚4 
or r “ ' 7 
AX b(x) S(x) q 2E 24% © 3 
inkm * in km in km? in km? m m inem +: In em 
35-1 
351 
35:0 
351 
51 
501 
350 
35°1 
35'1 
350 
351 
351 
35°0 
851 
U 
280 
402 
433 
516 
179 
1 
313 
380 
395 
358 
332 
265 
221 ; 
n 
U 
218 
365 
149 
518 
199 
+02 
538 
539 
597 
500 
558 
350 
251 
0 
{} 
{} 
11°91 
3931 
69:02 
96:51 
11738 
12568 
12431 
115‘82 
99:16 
7761 
54'03 
3115 
10:65 
ı. 092 
546 
- 107°7 
— 1537 
186°3 
230°4 
— 3126 
2311 
2149 
166°1 
1294 
97:7 
890 
__ 424 
5'522 
10°86 
15'52 
— 1881 
— 93'226 
— 31'522 
— 23:88 
— 21°69 
— 16°75 
— 13:06 
9:86 
— 897 
— 4928 
100°— 
945 
836 
68'1 
495 
26°0 
55 
28:8 
505 
67°5 
80:3 
90°2 
992 
— 1034 
1-— 108'— 
|
	        
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