“X
Quadrat
146 und 147
48 „149
150
151 ab
1121, 112
113 cd
113 ab
114 und 115
»d 114 „215
ed 75, 76, 57
zd 78 und 79
ab 76. 77. 785
Arinalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Februar 1918.
‘Tabelle B.
Mittel größerer Räume für q (Prozentzahl der Böenwachen).
Mittlere | Jan. ‘Febr. März April] Mai Juni | Juli | Aug, Sept.
Br. Le,
| Okt. "Nov. ! Dez.
15°
5
15
LA
35
Ss
32
25
3
8
»8
Do
20° 94 S4 126 741 58 3.6 6.2. 7.10 66
10 19.1 13.7 120. 11.1 5.1 51 57 9.4 12.0 145
55 107 54 29 17 17 200 23,2 67, 70 9.0
55 [113 75 87 42 25 29 27 81 SU 91
25 88 62° 71 37 28 22 34 52 59 70
#5 [17.5 17.4 73 1a 3. 53 118 126 125 18.0
45 11.9 96125 3a 15 41 174 55 9° 1458
50 17,7 166 189 11.0 5. +U 77 97 14 17.+ 211
50 421.8, 23.4 218 126 DE 6.2 10.5 9.2 13.0 260 265
35 1 66 65 55' 18 24 29 19; 14 81 89 S9 43
50 64 55' 78 43 19 38 66, 82 86 84 68 55
45 72 69 73° 40 55 60 50° 61 20 55 8383 65
u A
Die strichpunktierten Linien auf diesem Kärtchen geben die prozentische
Böenzahl im böenreichsten Monat an. und zwar aa 20 °% und bb 5°. Man sieht,
daß es zwei Gebiete gibt, in denen zeitweise Böen sehr häufig sind: im Gebiete
zwischen den Passaten in 5 bis 10° Breite im Herbst und in der Mitte des Golf-
stroms nördlich von 34° Breite im Winter. Sehr frei von Böen zu allen Zeiten ist
dagegen die afrikanische Küste nördlich von 15° N.
Der Vergleich mit dem darüherstehenden Kärtchen zeigt, daß Gewitter
und Böen sich sehr verschieden verhalten. sowohl bezüglich ihrer räumlichen Ver-
teilung, als bezüglich der Jahreszeiten. Nur zwischen 8 und 30° N fallen die Maxima
der Häufigkeit beider Erscheinungen in henachbarte Monate. Den größten Gewitter-
reichtum finden wir bei den Bahamas im August, die größte Böenhäufigkeit viel weiter
nordöstlich und in der Mitte des Winters.
Ebenso verschieden ist auch die Verteilung der Gewitter und der Böen über
den Ozean in den einzelnen Monaten, wie ein Vergleich der Karten auf Tafel 5
zeigt, nur wenige Anklänge zeigen sich. Besonders auffallend ist der Gegensatz östlich
von den Bermuden (S-Teil der Quadrate 114 und 115), wo im Juli viel Gewitter,
aber fast gar keine Böen auftreten, während diese Gegend in den übrigen Jahıes-
zeiten ziemlich böenreich ist. Die jährliche Verteilung der Böen ist hier der der
Regen gleich, aber ganz anders als die der Gewitter. Die große Häufigkeit der Böen
in den Quadraten 4 und 40 nach englischen Beobachtungen ist wohl nur Zufall,
da das Material recht spärlich ist; wahrscheinlich gilt dasselbe auch für den süd-
lichen Teil des Quadrats 79, nach deutschem Material.
Im ganzen genommen darf aber das hier zum erstenmal gewonnene Bild
über die räumliche und zeitliche Verteilung der Gewitter und Böen auf dem Nord-
atlantischen Ozean als durchaus zuverlässig gelten.
Neue Methode zur Ermittlung der Eigenschwingungen (Seiches)
von abgeschlossenen Wassermassen (Seen, Buchten usw.).
Von Dr, A, Defant, Wien.
Jede abgeschlossene Wassermasse besitzt die Möglichkeit, ohne Einwirkung
äußerer Kräfte Schwingungen bestimmter Periode auszuführen, die wir als freie
Schwingungen bezeichnen und deren Periode von den äußeren Bedingungen,
unter denen die Wassermasse steht, d.i. von der orographischen Beschaffenheit
des Sees bzw. der Bucht, abhängt. Zur ersten rohen Ermittlung der Eigen-
periode abgeschlossener Wassermassen benutzt man bekanntlich die Meriansche
Formel T == die Länge, h die Tiefe des Sees, g die Beschleunigung der
g