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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 46 (1918)

Moeller, F.: Über den Schutz. von. Chronometern vor starken‘ magnetischen Feldern usw. 63 
Feldstärke von. 12. E.M.-E. waren. in-$ 7 für die .Wandstärken 5:mm, 3 mm, 2 mm 
und 1 mm die Schutzverhältnisse bezüglich zu 5, 4, 31/, und 3 angegeben. Für die 
Lage „größten Schutzes‘ lauten die Zahlen 13!/,, 11, 9*/, und 8. — Es ist ersichtlich, 
daß bei dieser Stellung selbst einseitig. offene Gehäuse bei genügender Wandstärke 
einen hinreichenden Schutz zu. bieten imstande sind. Da aber in der Praxis diese 
Bedingung selbstverständlich nicht aufrecht erhalten werden kann, so bleibt das 
Resultat des 8 7 gültig. Die Photogramme Nr. 3.und 4 auf Tafel 3 dienen wieder 
zur besseren. Veranschaulichung und zum Vergleich mit den Photogrammen Nr. 1 
und 2. Das innere Bild der Nr. 3 (Auf- 
nahme bei geschlossenem Gehäuse) kann 
sich von Nr. 1 nicht wesentlich unter-. 
scheiden. . Das Feld ist hier erst recht 
zu schwach, um eine Ordnung in der Lage 
der Eisenteilchen zu erzwingen. In Nr. 4 
dagegen, dem Parallelbild zu Nr. 2, lassen 
die. Späne den Verlauf des Feldes im 
Innern zum Teil vortrefflich erkennen. 
Doch ist. ‘hier die wirksam abgeschirmte 
Zone viel größer als dort; während in 
Nr. 2 in! der (gekennzeichneten) Mitte 
die Ordnung der Linien noch ein ziem- 
lich kräftiges Feld. verrät, läßt in Nr. 4 
die. Lage der Späne. in der bezeichneten 
Gegend schon eine’ hohe Dämpfung er- 
kennen: die Feldrichtung ist nur’ noch ; I . 
schwach angedeutet. In Fig. 9 ist entsprechend. der Fig, 5 der Versuch gemacht, 
den Verlauf des Feldes nach Größe und Richtung zeichnerisch darzustellen. 
$ 10. Es wurde schon gesagt, warum für die Versuche die Zylinderform 
gewählt wurde. Wenngleich .eine Änderung der Form auch eine Änderung des Schutz- 
faktors zur Folge haben wird, so werden dennoch die erhaltenen. Resultate, falls die 
Dimensionen nicht allzusehr wechseln, stets ihre Gültigkeit behalten. Eine Ab- 
änderung des Zylinders sogar bis zur Halbkugel wird das Schutzverhältnis nicht 
verschlechtern, sondern im Gegenteil eher noch verbessern. Ebenso wird es nicht 
schaden, wenn die Wandungen des Schutzkörpers kleine Öffnungen besitzen, die 
aus technischen Gründen notwendig sind (wie in Fig. 2). Dagegen ist darauf zu 
achten, daß Eisenteile (Schrauben usw.) nicht polartig in das Innere des Gehäuses 
hineinragen. Es entsteht in der Nähe dieser Teile eine Anhäufung von Kraftlinien, 
d. h. also eine örtliche Verstärkung des Feldes (Polbildung). Die Anbringung von 
FEisenteilen außerhalb des Gehäuses (Flansche, Kloben usw.) ist dagegen gänzlich 
unschädlich, . 
$ 11. Nach den Resultaten des $ 6 ist eine Verwendung von Gehäusen, die 
eine Stärke von über 3 mm besitzen, unzweckmäßig. Werden derartige Gehäuse 
infolge sehr. hoher äußerer Feldstärken nötig, so wird man zu anderen Mitteln greifen 
müssen, um einen hinreichenden Schutz zu gewähren. Da jedoch‘so starke Felder 
in der Praxis nicht vorkommen, so besitzen die Mittel zu ihrer Abschirmung nicht 
mehr als theoretisches Interesse. Es erübrigt sich daher, in dieser Arbeit näher 
darauf einzugehen. Es sei nur gesagt, daß zur Erzielung höherer Schutzfaktoren 
zwei getrennte ineinander gesetzte Gehäuse in Anwendung kommen. Bei hinreichend 
großer Entfernung der beiden Wandungen ergibt sich dann der Gesamtschutzfaktor 
durch Multiplikation der beiden Einzelfaktoren. Ist der innere Zwischenraum nicht 
groß genug, so bleibt der Schutzfaktor kleiner als dies Produkt; ist aber immer noch 
sehr wesentlich größer als das Schutzverhältnis des einzelnen Panzers, die Größe kann 
dann. nur durch Messung gefunden werden. Die Versuche, die zur Feststellung der 
Schutzwirkung .von zwei Schalen stattfänden, sollen hier nicht näher besprochen 
werden, da sie für die Praxis nicht von Wichtigkeit sind; und also’ ihre Wiedergabe 
nicht in den Rahmen dieser Arbeit paßt. 
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