Moeller, F.: Über den Schutz. von. Chronometern vor starken‘ magnetischen Feldern usw. 63
Feldstärke von. 12. E.M.-E. waren. in-$ 7 für die .Wandstärken 5:mm, 3 mm, 2 mm
und 1 mm die Schutzverhältnisse bezüglich zu 5, 4, 31/, und 3 angegeben. Für die
Lage „größten Schutzes‘ lauten die Zahlen 13!/,, 11, 9*/, und 8. — Es ist ersichtlich,
daß bei dieser Stellung selbst einseitig. offene Gehäuse bei genügender Wandstärke
einen hinreichenden Schutz zu. bieten imstande sind. Da aber in der Praxis diese
Bedingung selbstverständlich nicht aufrecht erhalten werden kann, so bleibt das
Resultat des 8 7 gültig. Die Photogramme Nr. 3.und 4 auf Tafel 3 dienen wieder
zur besseren. Veranschaulichung und zum Vergleich mit den Photogrammen Nr. 1
und 2. Das innere Bild der Nr. 3 (Auf-
nahme bei geschlossenem Gehäuse) kann
sich von Nr. 1 nicht wesentlich unter-.
scheiden. . Das Feld ist hier erst recht
zu schwach, um eine Ordnung in der Lage
der Eisenteilchen zu erzwingen. In Nr. 4
dagegen, dem Parallelbild zu Nr. 2, lassen
die. Späne den Verlauf des Feldes im
Innern zum Teil vortrefflich erkennen.
Doch ist. ‘hier die wirksam abgeschirmte
Zone viel größer als dort; während in
Nr. 2 in! der (gekennzeichneten) Mitte
die Ordnung der Linien noch ein ziem-
lich kräftiges Feld. verrät, läßt in Nr. 4
die. Lage der Späne. in der bezeichneten
Gegend schon eine’ hohe Dämpfung er-
kennen: die Feldrichtung ist nur’ noch ; I .
schwach angedeutet. In Fig. 9 ist entsprechend. der Fig, 5 der Versuch gemacht,
den Verlauf des Feldes nach Größe und Richtung zeichnerisch darzustellen.
$ 10. Es wurde schon gesagt, warum für die Versuche die Zylinderform
gewählt wurde. Wenngleich .eine Änderung der Form auch eine Änderung des Schutz-
faktors zur Folge haben wird, so werden dennoch die erhaltenen. Resultate, falls die
Dimensionen nicht allzusehr wechseln, stets ihre Gültigkeit behalten. Eine Ab-
änderung des Zylinders sogar bis zur Halbkugel wird das Schutzverhältnis nicht
verschlechtern, sondern im Gegenteil eher noch verbessern. Ebenso wird es nicht
schaden, wenn die Wandungen des Schutzkörpers kleine Öffnungen besitzen, die
aus technischen Gründen notwendig sind (wie in Fig. 2). Dagegen ist darauf zu
achten, daß Eisenteile (Schrauben usw.) nicht polartig in das Innere des Gehäuses
hineinragen. Es entsteht in der Nähe dieser Teile eine Anhäufung von Kraftlinien,
d. h. also eine örtliche Verstärkung des Feldes (Polbildung). Die Anbringung von
FEisenteilen außerhalb des Gehäuses (Flansche, Kloben usw.) ist dagegen gänzlich
unschädlich, .
$ 11. Nach den Resultaten des $ 6 ist eine Verwendung von Gehäusen, die
eine Stärke von über 3 mm besitzen, unzweckmäßig. Werden derartige Gehäuse
infolge sehr. hoher äußerer Feldstärken nötig, so wird man zu anderen Mitteln greifen
müssen, um einen hinreichenden Schutz zu gewähren. Da jedoch‘so starke Felder
in der Praxis nicht vorkommen, so besitzen die Mittel zu ihrer Abschirmung nicht
mehr als theoretisches Interesse. Es erübrigt sich daher, in dieser Arbeit näher
darauf einzugehen. Es sei nur gesagt, daß zur Erzielung höherer Schutzfaktoren
zwei getrennte ineinander gesetzte Gehäuse in Anwendung kommen. Bei hinreichend
großer Entfernung der beiden Wandungen ergibt sich dann der Gesamtschutzfaktor
durch Multiplikation der beiden Einzelfaktoren. Ist der innere Zwischenraum nicht
groß genug, so bleibt der Schutzfaktor kleiner als dies Produkt; ist aber immer noch
sehr wesentlich größer als das Schutzverhältnis des einzelnen Panzers, die Größe kann
dann. nur durch Messung gefunden werden. Die Versuche, die zur Feststellung der
Schutzwirkung .von zwei Schalen stattfänden, sollen hier nicht näher besprochen
werden, da sie für die Praxis nicht von Wichtigkeit sind; und also’ ihre Wiedergabe
nicht in den Rahmen dieser Arbeit paßt.
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