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Full text: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 42 (1914)

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Annalen der‘ Hydrographie und Maritimen Meteorologie, Dezember 1914, 
Eis. Die Forteau-Bucht friert ungefähr Mitte Dezember zu und taut un- 
gefähr Mitte Mai wieder auf, 
Tiden. Die Hafenzeit für die Forteau-Bucht ist 10% 25mm, die Springhoch- 
wasserhöhe beträgt 1.6 m (5!/,’), die Nipphochwasserhöhe 0.9 m (3), der Nipp- 
tidenhub 0.4 m (1'/,’). 
Tidenströme. Der Flutstrom setzt bei Stille an der Nordostseite der 
Bucht nach Nordwesten, an der Westseite der Bucht nach Süden. Der Ebbstrom 
setzt in entgegengesetzter Richtung. Die Tidenströme in der Bucht sind aber 
so schwach, daß irgendeine frische Brise die Richtung des Stromes ändern kann. 
Vor der Amour- und der Forteau-Huk ist der Strom aber stark und sehr 
unregelmäßig. Er läuft gelegentlich mit 4 bis 5 Sm stündlicher Geschwindigkeit 
dicht unter Land in der einen, in kurzem Abstand vom Lande dagegen gerade 
in der entgegengesetzten Richtung. Beim Vermessen dieser Huken wurden inner- 
halb 2 Sm Entfernung drei verschiedene Strömungen und Stromkabbelung von 
beträchtlicher Stärke beobachtet. Diese Strömungen waren beständigen Ände- 
rungen unterworfen, die Ursachen dafür konnten aber nicht festgestellt werden. 
Ankerplatz. Die Ufer der Forteau-Bucht sind im allgemeinen steil und 
das Wasser ist schon tief außerhalb 1 Kblg Abstand vom Lande. Nur im 
innersten Ende der Bucht erstreckt sich von dem Teil der Küste, wo das Schul- 
haus steht, eine Untiefe !/, Sm weit, 
Der beste Ankerplatz ist im nordwestlichen Teil der Bucht auf 18 m bis 
26 m (10 bis 14 Fad.) Wasser, von wo aus der zweite Landungssteg südlich von 
der Admiral-Huk etwa rw. 270° (mw. NWzW) peilt. 
Man kann auch in Anse aux Morts, einer offenen Bucht unmittelbar nord- 
westlich von der Amour-Huk, ankern, wo tiefes Wasser bis dicht an die Südost- 
seite dieser Bucht hinanreicht. Ihre Nordseite ist in geringer Entfernung davon 
unrein und die Wassertiefe nimmt nach ihrem innersten Ende hin schnell ab. 
Anse aux Morts ist nur gegen östliche Winde geschützt und man ankert auf 
11 m bis 18 m (6 bis 10 Fad.) Wasser. Große Schiffe sollten aber das große 
Haus an der Ostseite nicht südlicher als rw. 102° (mw. SO) bringen und etwa 
2 Kblg von der Landungsbrücke ankern. 
Die Niederlassung zählt etwa 150 ständige Ansiedler, die von November 
bis Mai weiter landeinwärts wohnen, im Mai aber zurückkommen und bis Ende 
Juni auf die Robbenjagd gehen. Sobald im Juni die Schiffahrt offen ist, kommen 
etwa 300 neufundländische Fischer hierher. Die Gebäude der Niederlassung 
liegen hauptsächlich südlich von der Schule, 
Post- und Telegraphenstation ist am Orte. Die Post befindet sich 
im Sommer im nördlichsten Gebäude der Niederlassung, in Jobs Room. 
Schiffsausrüstung. Wasser kann man einem Flusse entnehmen, der bei 
der Niederlassung an der Westseite der Bucht von den Hügeln herabkommt. 
Bei Jobs Room ist außerdem eine Röhre, an die man einen Schlauch anbringen 
kann. Größere Waldungen sind im Umkreise von 10 Sm nicht vorhanden. 
Blanc Sablon. 
Dieselben Quellen und Karten. Auf der Brit. Adm-Krt, Nr. 1631 jedoch Plan: Blanc Sablon. Außer- 
dem Brit. Adm-Krt. Nr. 284, Cow Head Harbour to Ste. Genevidre Bay with the Canadian a Labrador 
Coasts between Great Mekattina Island and Amour Pt. 
Blanc Sablon heißt die Bucht, die etwa 51!/, Sm westlich von der Forteau- 
Huk liegt. Woody- und Greenly-Eiland schützen die Bucht teilweise, bei süd- 
lichen Winden läuft aber schwere See hinein. Immerhin kann sie im Sommer 
als sicherer Ankerplatz gelten, und Fischer vermuren dort in dieser Jahreszeit. 
Die geographische Lage des Leuchtturmes auf Greenly-Eiland ist 51° 22 26” N-Br. 
und 57° 9’ 52”-W-Lg. Die Mißweisung für das Jahr 1914 beträgt 33° W. ihre 
jährliche Abnahme etwa 4, 
Landmarken. Die Küste westlich von der St. Clair-Bucht, 4 Sm westlich 
von der Forteau-Huk, besteht aus steilen Abhängen, vor denen große Felsen- 
platten liegen, Hinter den Abhängen sieht man im allgemeinen abgeplattete 
Hügel, von denen aus das Land allmählich zu den höheren Gebirgsrücken im 
Innern ansteigt.
	        
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