accessibility__skip_menu__jump_to_main

Volltext : Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 46 (1918)

x
3

Ozeanographie und Klimatologie des Persischen Golfes- und des Golfes von Oman.

von Oman sind dagegen einheitlich gebildet, weil die Gebirge an der sogenannten
Mekran-Küste und die die Halbinsel von Oman ausfüllenden, S—N streichenden
and in Kap Musendim!) an der Straße von Hormus auslaufenden Gebirgszüge
gleichen Charakter besitzen.
Das spiegelt sich auch in den Tiefen wieder. Der Golf von Oman weist
die größten, echt ozeanisch bis 2000 und 3000 m hinabreichenden Tiefen jeweils
mitten zwischen beiden Küsten auf, so daß seine Tiefenachse NW—SO verläuft:
Fig. 1.

EN S
N

Li

Geographische Skizze
es
Persischen Golfes
und des
Golfes von Oman
Maßstab 1:10000000 -
100290 2ge km
u af 100 Sn

EZ
KO

SO

30

Bebirgskott ss

Ab Al
PM
1

N 8”
eLKatif.
Arabisches 4"
"ES
f
\ «

Tafeal-JS

 Katr:

und

S En
sL( 8
Cu AA
N BANG

G-mP
dere
bar‘

= man)

7493

Scholllkenland

I) = Mitteipunkte der für die Winde
tugrunde gelegten Unterteile (Felder)
t Buschehr- Feld 4 Linga - Feld
2? Bahrein- = 5 Hormus- =
3 Kap Nabend- = 6 Djaschk- =
7 Maskat-Feld

Tiefenlinien:
——— — MM — — — — W0M
STE mm ON
A
Ve 3000

Ras el

”E

er ist ein Einbruch zwischen zwei Faltengebirgen — so, wie das Rote Meer einen
Einbruch oder Graben zwischen zwei Tafelländern darstellt —, und ist im übrigen
ein Stück des offenen Indischen Ozeans als solchen. Anders der Persische Golf.
Durch die nur rund 25 Sm oder 45 bis 50 km breite Straße von Hormus mit dem
Ozean verbunden, ist er, wie bekannt, im ganzen ein äußerst seichtes Meeresgebiet ;
von einer Stelle eben nördlich des Kap Musendim abgesehen werden 100 m Tiefe
nirgends erreicht, und er ist daher, so betrachtet, zunächst nur ein Festlandschelf,
ein überfluteter Teil des Kontinentes. Die jeweils größten Tiefen mit 70 bis 80 bis
90 m findet man aber in langgestreckter Ausdehnung von 25 bis 30 Sm Breite nahe
der persischen Küste auf der ganzen Strecke von der Hormus-Straße fast bis zur
Höhe von Buschehr; die arabischen Gewässer des Golfes dagegen sind bei Tiefen
von weniger als 30, ja 20 m überaus flach, mit Untiefen, Bänken, Riffen und Inselchen
derart durchsetzt. daß sie vielfach den Charakter eines seichten Binnensees gewinnen

i) Die Schreibweise der Ortsnamen wurde tunlichst der auf den deutschen Seekarten und im
Segelhandbuch befolgten angepaßt. Es ist meist schwer, festzustellen, mit welchen Zeichen die Ortsnamen
 von den Arabern selbst geschrieben werden, und die Schwierigkeiten werden gerade am Golfe
noch durch die herrschende Sprachverwirrung von arabischen, persischen und türkischen Mundarten
gesteigert. In einigen Fällen, wo alle Autoren wie Genthe, Stuhlmann, Jäger von der Schreibweise
der Seekarten abweichen, schloß in dieser Arbeit der Verfasser diesen Abweichungen sich an; so wird
Ras Musendim geschrieben statt Ras Musandam, Linga statt Lingah usw. Insbesondere wird die in
den Vokalen für uns‘ nicht passende englische Schreibweise der Namen zu vermeiden sein.
            
Waiting...

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzerin, sehr geehrter Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.