J. Einleitung. -— II, Geographischer Überblick,
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(über Wassertemperatur und Salzgehalt) waren.die Aufsätze von G. Schott?) und
B. Schulz?) in derselben Zeitschrift. ;
An Landstationen konnten die durch das Indische Meteorologische Amt
bearbeiteten?) langjährigen Reihen von Buschehr (8 m Seehöhe; seit 1. 4. 76),
von Djaschk: (4 m; seit 1. 12. 92) und Maskat (7 m; seit 1.2. 93) unmittelbar mitbenutzt
werden; da in der großen Arbeit von J. Eliot über das Klima Indiens Lufttemperatur,
Luftdruck, Wind, Luftfeuchtigkeit, Bewölkung, Regenfall und Regentage
berücksichtigt sind; der zum Teil darauf gegründete klimatologische Atlas
von Indien‘) bringt jedoch für den Persischen Golf eine kartographische Darstellung
überhaupt nicht. Zur Vervollständigung des Festlandmaterials wurden auf der Seewarte
nach der Monthly Weather Review of India 1903 bis 1912 zehnjährige Mittel
der eben genannten Faktoren für Bahrein (Seehöhe 6 m) und Basra (8 m) berechnet,
und damit noch die Grundlage besonders für die Beurteilung der Luftdruck- und
Lufttemperaturverhältnisse weiterhin ergänzt und gesichert. Die Windhäufigkeiten
an den fünf Landstationen sind übrigens in einer ausführlichen Arbeit H. Kruglers
über.das Mittelmeer für die einzelnen Monate, die Jahreszeiten und das Jahr bereits
veröffentlicht ®).
Das Ergebnis der hier vorgelegten neuen Untersuchung dürfte im ganzen
befriedigen. Zum ersten Male treten die wesentlichen Unterschiede zwischen der
persischen und arabischen Seite auch auf ozeanographischem und klimatologischem
Gebiete klar hervor, und die sehr bedeutenden jahreszeitlichen Schwankungen
aller Elemente lassen sich genau erfassen; noch das 1907 vom Reichs-Marine-Amt
herausgegebene Segelhandbuch für den Persischen Golf, das im wesentlichen auf
dem britischen Persian Gulf Pilot beruht, bringt u. a. den recht falsche Anschauungen
erweckenden Satz (S. 15): „Im ganzen Jahre sinkt die Wassertemperatur selten
unter 33° C.“
An Karten der behandelten Meeresgebiete. benutze man die deutschen
Admiralitätskarten, und zwar das Übersichtsblatt Nr. 296, 1: 3500000 (Arabisches
Meer, 2 Teile), sowie die besondere Darstellung auf Nr. 347, 1: 1000000 (Persischer
Golf) und Nr. 346, 1:1000000 (Golf von Oman). Die Straße von Hormus ist auf
Nr. 348 in 1: 350000 abgebildet. Für den Schatt el Arab muß man die britische
Seekarte Nr. 1235 zu Rate ziehen.
Die Weltstellung und handelsgeschichtliche Bedeutung des Persischen Golfes
sowie‘ die Morphologie, einschließlich der Küstenlandschaften, hat in trefflicher
Darstellung S. Genthe 1896 (Dissert. Marburg) geschildert. Eine neuzeitliche
Geographie des Persischen Golfes und seiner Randgebiete, wobei auch Handel
und ‚Verkehr. und die politischen Probleme dieser Gebiete in der Gegenwart näher
behandelt sind, befindet sich, bearbeitet vom Verfasser der ‘hier vorgelegten Fachschrift,
in Druck und wird in Band XXXI der ‚Mitteilungen der Geographischen
Gesellschaft in Hamburg‘ demnächst erscheinen. ‘
Il. Geographischer Überblick,
(Siehe Figur 1.) ;
Für die Ausgestaltung der ozeanographischen und besonders. der klimatologischen
Faktoren ist die geographische Lage der ‚beiden Meeresgebiete von
wesentlicher Bedeutung. Der Persische Golf liegt als landumschlossenes seichtes
Binnenmeer an der Grenze zwischen dem arabisch-afrikanischen Wüstentafelland
und dem vorderasiatischen hohen, zum Teil sehr hohen Gebirgsland der iranischen
oder persischen Faltungszone; die hohe persische Küste ist daher von der flachen
arabischen grundsätzlich verschieden. Die Nordwestgrenze bildet die Schwermmlandküste
des Schatt el Arab in weiterer Umgebung. Die beiden Seiten des Golfes
Ann. d. Hydr. usw. 1908, S. 296—299.
Ebenda, 1914, S. 399—401. ; ;
Indian. Meteorological Memoirs, vol. XVII, Calcutta 1904.
Herausgegeben von J. Eliot durch das Ind. Meteorol. Department 1906,
Bach «) Die Windverhältnisse im östlichen‘ Mittelmeer und seinen Randgebieten. Inaug. Dissert,
erlin 1912.