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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 46 (1918)

Wegemann: Auchters „Selbstschreiber‘ für lange Dauer. 
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des langen Ausschlaghebels © wird somit von der äußeren Wand der Scheide 
alle 20 Minuten in das Papier hineingedrückt, während bei der Rückbewegung 
der Scheide die innere Wand sie bald darauf wieder herauszieht. Beide Wände 
haben genügenden Abstand voneinander, so daß eine Zeitlang keine von ihnen 
die Ausbuchtung des Stahldrahtes, die in die Scheide hineinragt, berührt. In 
dieser Zeit kann die Nadel sich ungestört für den neuen Barometerstand ein- 
stellen, um darauf wieder von neuem in das ein wenig vorgerückte Papier 
hineingedrückt zu werden!). Die seitliche Berührung des Stahldrahtes Q durch 
die Scheide Z erfüllt nebenbei noch einen praktischen Zweck, als sie etwa noch 
auftretende sehr kleine Bewegungshindernisse in den beiden Spitzenlagern der 
Achse a dadurch auslöst. So entsteht auf dem Registrierstreifen nach und nach 
ein aus vielen Eindrücken bestehendes, sauber gestochenes Autogramm, das in- 
folge der großen Empfindlichkeit des Barographen jede geringe Schwankung an- 
zeigt. Der Zeitraum von 20 Minuten zwischen je zwei Nadeleindrücken hat sich 
bei dem in Tätigkeit befindlichen Apparat als vollständig ausreichend erwiesen. 
Ist ein längerer oder kürzerer Zwischenzeitraum erwünscht, so muß das Rädchen, 
das den exzentrischen Stift q bewegt, entsprechend größer oder kleiner sein, So 
daß es in der gewünschten Zeit eine Umdrehung vollführt. 
Der Apparat ist in erster Linie für Aufzeichnungen von langer Dauer, die 
später wissenschaftlich bearbeitet werden sollen, gedacht. Jedoch ist der Abstand 
zwischen der Nadel X und der Rolle r, groß genug, daß man auch das Auto- 
gramm der etwa sieben vorhergehenden Tage zu jeder Zeit ablesen kann. Will 
man außerdem das Autogramm der jüngsten Zeit losgelöst vom Apparat ver- 
wenden, so hat man nur nötig, den Papierstreifen gleich über die Rolle r, — statt 
über r, — durch das Zugrollenpaar zz, hindurchzuführen. Den beschriebenen 
Streifen kann man dann zu jeder Zeit hinter diesen Rollen abschneiden. 
Mit der Achse a läßt sich auch auf einfache Weise statt der Aneroiddose 
ein Hygro- oder Thermokörper verbinden. Weiter läßt sich der Apparat durch 
geeignete Vorschaltung mehrerer dieser Instrumente, die ihre Autogramme auf 
einem genügend breiten Papierstreifen entwerfen, leicht zu einem kombinierten 
Autographen gestalten. 
Kleinere Mitteilungen. 
1. Die Differentialformeln des nautisch-astronomischen Grunddreiecks. 
(Ergänzung.) In meinem Aufsatz auf S, 284 dieser Zeitschrift sind durch ein 
Versehen einige Absätze ausgefallen, die hiermit nachgeholt werden sollen. Es 
fehlt dort nämlich die Ableitung der Differentialformeln für den Fall, daß zwei 
Seiten konstant sind. Hierfür lassen sich folgende Beziehungen finden: 
C. Zwei Seiten sind konstant. 
1. Konstant ö und h. (Fig. 1, als Fig. 10 zu Tafel 7.) 
Eine Änderung des Winkels q um daq bedeutet eine 
Drehung des Halbmessers GyBo = z der Höhengleiche 
von GoB, nach GoB. Hierdurch wird der Stundenwinkel 
um dt geändert, die geographische Breite um — dw. Legt 
man durch Bo einen Breitenparallel, der den neuen Orts- 
meridian PB in B’ schneidet, so ist B,B’ == dt cos wg, 
B'’B = —dg, Bogen B,B = dqsinz. Das kleine Dreieck 
BoBB’' kann als ebenes rechtwinkliges aufgefaßt werden, 
in dem der Winkel bei B, gleich dem Azimut A ist. Aus 
ihm folgt dann ohne weiteres: 
dgy = —sinzsinAdq , 
cosp dt = — cotg Adg oder 
dt — —secgcotg Ado 
cos p dt = sinzcos Adq oder 
dt — sinzcos A secgm da 
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