384 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteorologie, November/Dezember 1918,
hindert ein Ausgleiten des Papierstreifens. Für denselben Zweck sind beide
Rollen an der Oberfläche mit einer gerieften Gummihülle überzogen. Die Über-
tragung des Räderwerks ist derart berechnet, daß der Mantel der Zugrolle z
täglich den gleichen Weg zurücklegt, der auch auf dem mit der Einteilung be-
druckten Papierstreifen für diese‘ Zeit vorgesehen ist. Differenzen lassen sich
durch eine mittels der Pendelstellschraube 0 vorzunehmende Veränderung der
Pendellänge endgültig ausgleichen.
Der Papierstreifen p, der bei P (Fig. 2) abrollt, führt über die Rolle r
zwischen dem Skalablatt E und der Unterlage J hindurch über die Rolle r,
durch das Zugrollenpaar z und z, und wird zuletzt von der Spule S (Fig. 2),
die durch ein von einer kräftigen Feder angetriebenes Räderwerk R gedreht
wird, in dem gleichen Zeitmaß, wie das Zugrollenpaar nachgibt, allmählich
aufgewickelt, Die einfache Schleifvorrichtung T drückt mittels der Spiralfeder U
(Fig. 1) das Papier leicht an die Rolle r heran. Dadurch wird von hier ab die
erforderliche leichte Spannung des Papierstreifens hervorgerufen, Das Auto-
grammpapier des über* ein Jahr in Tätigkeit befindlichen Apparats bewegt sich
täglich um etwa 3!/, cm vorwärts. Diese Geschwindigkeit hat sich als voll-
ständig ausreichend erwiesen.
Die Barometereinrichtung ist in der Hauptsache aus Fig. 2 zu ersehen.
Die Aneroiddose © wird von der starken Feder K, die auf der Brücke B be-
festigt ist, gespannt. Die durch die Schwankungen des Luftdruckes bewirkten
Bewegungen werden in der üblichen Weise durch Hebelübertragungen ver-
größert. Der mit der Spannungsfeder K fest verschraubte Arm y ist durch t
(Fig. 1) mit dem kurzen Arm eines ungleicharmigen Hebels, dessen Achse a
{Fig. 2) sich in zwei Spitzen dreht, gelenkartig verbunden. Der lange Ausschlag-
arm C spielt vor dem für das Autogramm bestimmten Papierstreifen. Vermittels
der Stellschraube k, die an das durch eine Feder c gespannte Gelenkstück i
reicht, läßt sich die Entfernung zwischen dem Drehpunkt der Achse a und dem
Angriffspunkt der Verbindungsstange t, der sich,im Endpunkte des Gelenk-
stückes i befindet, verändern und so die Hebelübertragung für die richtige Aus-
schlagsweite einstellen. Für die Einstellung des richtigen‘ Barometerstandes
dient die Schraube m, auf deren Spindel die eine Seite der Brücke B lastet.
v und v, sind Gegengewichte für die Verlegung des Schwerpunktes des langen
Hebels; jedoch muß für die Spannung der einzelnen Verbindungsteile ein ent-
sprechendes Übergewicht an der Seite des langen Ausschlaghebels C vorherrschen.
Letzterer ist in seinem größten Teile nach unten ausgebuchtet. Dadurch wird
sin Verdecken des Autogramms vermieden. Beim tiefen Barometerstande legt.
sich dieser untere Teil des Hebels in den Versenkungsschlitz e hinein. An seinem
äußersten Ende trägt der Hebel den Stahldraht Q, von dem eine rückwärtige
Ausbuchtung in die Scheide Z hineinreicht. Diese ist entsprechend der Bahn
der Ausbuchtung in der Längsrichtung gekrümmt (Fig. 1); der Querschnitt ist
U-förmig (Fig. 2). Das letzte Ende des Stahldrahtes Q ist nach dem Papier-
streifen hin umgebogen und läuft spitz aus. Diese Spitze X (Fig. 2) schwebt
etwa 1 mm vor dem Papierstreifen. Jegliche störende Reibung, wie sie sonst bei
Autographen zwischen Schreibfeder und Papier auftritt, wird somit vermieden.
Es genügt deshalb auch für die Betätigung des Hebelwerks eine kräftige Aneroid-
dose, während bei den bis jetzt gebräuchlichen Apparaten eine Reihe derselben
übereinander geschichtet ist.
Die Scheide Z ist mit dem Winkelhebel, dessen Achse in x liegt, ver-
bunden. Diese Vorrichtung wird vom Räderwerk aus in eine hin- und her-
gehende Bewegung versetzt. Zu diesem Zweck ist zunächst dem dritten Zahnrad
nach unten hin ein anderes Rad vorgelegt, das etwa in 20 Minuten eine Um-
drehung beschreibt. Mit der Achse dieses Rades ist die Scheibe F verbunden,
die den exzentrischen Stift q trägt. Dieser kann auf passende Entfernung vom
Mittelpunkt eingestellt werden. Durch die Schubstange L wird die rotierende
Bewegung des Stiftes q in eine hin- und hergehende verwandelt, die durch den
Hebel H und der in der Länge verstellbaren Verbindungsstange N auf den vorher
erwähnten Winkelhebel mit der Scheide Z übertragen wird. Die Stahlspitze X