360 Annalen der Hydrographie und Maritimen Meteörologie,- November/Dezember 1918,
gewünschte Übergang der beiden Hälften wird sozusagen schließlich rechts und
links des Poles erstrebt, und zwar wenn man verschwindende Kurswinkel @ wählt,
auf dem Nullmeridian, aber der Pol selbst bildet ein Hindernis, Er gehört nicht
zu unserer Kurve. Dafür jedoch hat die Kurve einen singulären Punkt; denn
Fig. 2 ; da. der Meridian jenseits des Poles
a weiterläuft, so läßt sich auf ihm die
Verhalten in der Nähe des Pols (go = 30°). Distanz ja abtragen, und der Schnitt-
punkt des Meridians mit der Begleit-
kurve ist wieder als einzelner Punkt
zur Linie gleicher :loxodromischer
Distanz gehörig. Ein Beispiel ist für
d = 70° = 4200 Sm errechnet. Es
zeigen sich bei kleinen Kurswinkeln &
große Längen, die mit steigenden
Kurswinkeln langsam und-stetig ab-
nehmen, ohne die Spur eines Maxi;-
mums oder Minimums zu vermerken.
Doch sind in dieser Kurve von der
Distanz d = 4200 Sm Verhältnisse
bereits untergetaucht, die sich offenbaren, wenn man noch andere Kurven, die
näher dem Pol verlaufen, zur Betrachtung heranzieht. Dazu diene die Tabelle 2
und die nebenstehende‘ Zeichnung (Fig. 2).
Tabelle 2. Verhalten in der Nähe des Poles (9, — 30°).
Kurswinkel &
3°
)
55
60
65°
‚d=— 59° — 3540 Sm | d = 60° — 3600 Sm
©
2
(£
A
89° Y, 0°
88° 46’ 20° W
RRQO 6’ 39359 59
90° 0
839° 46’
QQ°
unbest,
28° 40
4839 19
QAO 39
A700 307
70 5Q
590° 997
859° 26’
83° 21’
81° 6
78° 20’
75° 12
719 48
57° 55
53° 50°
59° 30’
340 56
550 45’
81° 29
66° 18
69° 29
20088
780
80 2
o
2
740 X
86° 23’
84° 28
81° 58
799° 9
75° 58
729 26’
380 3/7
4° 2%
MS &
EC
60° 36’
65° 52
69° 41’
72° 24’
74° 18'
75° 30
76° 10
76° 21’
76° 11’
750 AV
ı d = 61° = 3660 Sm Id — 62° = 3720 Sm
CO
2
It
2
f89° 0} 0° &
\singulärer Punkt
90° 5’ ' imaginäı
89° 53 | 69° 3
89° 40 | 64° 26
89° 26’ 63° 6
89° 11’; 62° 49
RKQO 55' 63° 11
f88° 0 0° 0
Isingulärer Punkt
90° 9
89° 53
89° 35’
89° 17
88° 58
88° 37
88° 15
86° 11’
83° 41’
80° 47
77° 30
73° 50
69° 51’
BO 947
imaginär
95° 14’
83° 35
79° 21’
77° 28
76° 20
75° 47
76° 13’
77° 40
78° 59
79° 55’
80° 22
80° 30
809 927
87° 20
85° 18’
82° 49
79° 59
76° 44'
739 8
69° 139’
650° y
66° 58’
70° 39
73° 25
75° 37
9 Y
77° 54
78° 19
78° 90V
Es sind hier in dieser Tabelle zusammengestellt eine Distanz kleiner als
die Poldistanz, eine solche gleich derselben und zwei, deren Konstante die Pol-
distanz übersteigt. Die ersten zeigen in ihrem Verlauf nichts Neues, sie haben
ihre Minimallängen in den 70er Graden. Die Kurve d = 61° zeigt in ihren
Anfängen das schon erklärte Anwachsen der Länge in hohen Breiten. Doch
tritt hier nunmehr beim Kurswinkel 14° ein Minimum der Länge auf, dem
wieder wie bei den anderen Kurven ein Maximum beim Kurswinkel 55° folgt.
Die hier verlaufenden Meridiane haben also neben dem Minimum ein schon von
Herrn H. Maurer angegebenes Maximum der loxodromischen Distanz vom Grund-
punkt. Die letzte Spalte gibt das weitere Verhalten dieser Maxima und Minima