Gotzhein: Beiträge zur Schiffahrtskunde,
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Figur .5 genaue Auskunft gibt. : Ist vv
größer als angenommen, rückt der
Punkt D im Bewegungsdreieck weiter
hach A,, der Punkt E weiter nach C
hin, so daß ED ‚nicht. mehr parallel
AA, ist. C wird schon den Kreuzungs-
punkt der Kurse passiert haben, wenn
A nach A, gelangt. Die Verschätzung
in .der Geschwindigkeit verursacht :also
eine Anderung in der Passierentfernung;
diese wird kleiner, wenn die gegne-
rische‘ Fahrt unterschätzt ist. Einem
Verschätzen im Kurse, dargestellt durch
ein Schwenken der Kurslinie BA, um C, würde im Bewegungsdreieck die Ver-
änderung der Richtung der Linie ED folgen. Lag der wirkliche Kreuzungspunkt
der Kurse. jenseits des geschätzten Punktes A,, würde die Passierentfernung
vor B kleiner sein als beabsichtigt wurde... Fehler.in der Schätzung des Ab-
standes AB sind ohne Einfluß, wenn der Punkt C richtig eingepeilt ist. Besteht
hierin. ein Fehler, wie er bei unsichtigem Wetter vorkommen kann, wird eine
zu groß geschätzte Entfernung AB die Passierentfernung verkleinern, da BC in
solchem Falle als dritte Dreiecksseite zwischen AB und AC näher an A heran-
rückt. Fig. 6 veranschaulicht das Passieren hinter einem Gegner,
Fig. 6 ; Die Einführung des Bewegungsdreiecks weist den Weg
8 zur Lösung mit wenigen Strichen und in sehr kurzer Zeit von
in der Praxis vorkommenden Fällen,
Das Bewegungsdreieck, wie es in den Figuren: 4 und 6
gezeichnet ist, besteht aus der Linie AC, das ist diejenige
Linie, welche den Zweck des Manövers, das Passieren des
Punktes C von A aus, zeichnerisch festlegt, wenn B sich
nicht bewegt.‘ CD ist der Kurs. und die Geschwindigkeit
von C, DE von der Länge der Geschwindigkeit va, auf-
getragen im Maßstabe wie vv, bestimmt den Kurs, welchen
Schiff A mit, seiner Fahrt va steuern muß, um das mit der
Linie AC gesteckte Ziel zu erreichen. Aus dieser Erklärung
des Dreiecks folgte die Lösung von Aufgaben, welche die
Beziehungen zweier oder mehrerer geradlinig bewegter Körper zum Zwecke haben.
Eine Erweiterung der beiden Ausweiche- Fig. 7.
Figuren 4 und 6 veranschaulichen Figur 7 und 8, die A
Abstandsänderung der passierenden Schiffe. Wie in #
Fig. 4 und 6 ist BC die beabsichtigte Passierentfernung
im Kielwasser des Schiffes B.' Es soll nun zeichnerisch
festgestellt werden, welches die kleinste Entfernung
ist, bis zu welcher sich die Schiffe nähern,
Die kleinste Entfernung zwischen einem be-
wegten Schiffe A und dem festliegenden Schiffe B
tritt ein, wenn A.das Schiff B querab peilt. AC
ist die Linie, welche dem gewollten Zwecke bei still
stehendem Schiffe B entspricht. Das Lot von B auf
AC bezeichnet in Punkt F den kleinsten Abstand,
Aus den Größen Kurs von B, vv und va wird über
AC das Bewegungsdreieck CDE mit dem Kurse ED
für A gebildet. Eine Parallele FA, zu BC bezeichnet
in A, auf dem Kurse von A die Stelle der nächsten
Annäherung beider Schiffe, d. h. derjenigen Stellen
an Bord, von welcher der Peilapparat auf A, also
wohl Kommandobrücke, und das Peilobjekt von B,
z. B. Schornstein, zur Beobachtung benutzt werden,
Zum Beweise der Richtigkeit wird A,C, | AC ge-