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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 46 (1918)

Gotzhein: Beiträge zur Schiffahrtskünde, 
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Punkte auf der Peilungslinie I eine Senkrechte errichtet, auf. welcher: vom Fuß- 
punkt a aus ‚die Zwischenzeiten in.ihrem Verhältnis: zueinander ab, und. b,c; 
abgetragen werden. Der zu wählende Maßstab wird im folgenden behandelt 
werden... Zum leichten Finden dieser Einteilung. der Senkrechten nach dem Ver- 
hältnis der Zwischenzeiten wird von ihrem Fußpunkt a eine gerade Linie im 
spitzen Winkel zu ihr gezogen, auf welcher die vom Beobachter auf seinem 
Fie, 2. Fig. 3. 
NT. 
X 
Kurse abgelaufenen Strecken ab und be aufgetragen werden. :. Um nun- auf der 
Senkrechten eine Strecke von beliebiger Länge im Verhältnis der Zwischenzeiten 
zu teilen, wird der Endpunkt der abgetragenen Strecke ce auf der Senkrechten 
mit dem Endpunkt c, des Winkelschenkels verbunden. Eine Parallele zu dieser 
Linie durch den. Verhältnispunkt b auf‘ dem Winkelschenkel trifft die Senkrechte 
in_dem gesuchten Punkt b,. Die Richtigkeit "der Konstruktion folgt aus der 
Ähnlichkeit der entstandenen -Dreiecke .abb, und :a6c6,. . 
Durch die auf der Senkrechten gefundenen Punkte werden Parallelen’ zur 
Peilungslinie I gezogen, welche die Peilungslinie IX und III in y und z kreuzen, 
Die Verbindungslinie dieser auf den Peilungslinien gefundenen Punkte und ihre 
Verlängerung yx nach der Peilungslinie. I gibt .in.der. Richtung von I nach III 
den Kurs des beobachteten Schiffes, in ihrer. Länge von x bis z seine Geschwindig- 
keit, in ihrem Abstande von entsprechenden Punkten auf dem Kurse des beob- 
achtenden Schiffes die in ‘dem Maßstabe. der abgelaufenen Strecke AC “abzu- 
greifende Entfernung.‘ a 
Zum Beweise der Richtigkeit wird yon. x -aus eine ‘Parallele 'zur Senk- 
rechten ab;c, mit den durch Verlängerung der Linien b,y_ und c,‚z gefundenen 
Punkten b, und .c, gezogen. Die Richtigkeit folgt aus der Ähnlichkeit der. Drei- 
ecke.xyb, und.xZ6. . a a wi 
; Wie schon erwähnt wurde, kann die Lage der Peilungslinien zueinander 
unendlich, verschieden sein. . Bei Gegenkursen der Schiffe ‚bilden sie ein kleines 
Dreieck aßy, welches die Minimalfahrt und den in. diesem Falle vom. Gegner 
eingehaltenen Kurs angibt. Das Schiff müßte sich nämlich auf der IIL, Peilungs- 
linie (Fig. 1) als Kurs befunden haben, da ‚sonst ein Peilen. auf Peilungslinie I 
in ß, auf Peilungslinie IX in y und schließlich auf der dritten Peilungslinie un- 
möglich sein würde, Der Vergleich der Streckenlängen AB und 87 gibt die 
Minimalfahrt. Mit jeder Fahrtänderung ändert, wie aus der Zeichnung hervor- 
geht, der Kurs, doch muß für eine bestimmte Fahrt des Gegners der Kurs durch 
Annäherung, durch Konstruktion mit angenommenen Fahrten und durch Mitteln 
der erhaltenen‘ Resultate gefunden werden. : Aus der Form des Schiffes ist ein 
ziemlich treffender Schluß. auf die Geschwindigkeit möglich, so daß hierdurch 
eine Konstruktionsmöglichkeit für den Kurs besteht, und schließlich verfolgt das 
Schiff mit seinem Kurse einen Zweck, der sich bei der angenäherten Kenntnis 
seiner Bewegungsgrößen auf der Karte herausfinden läßt und so zur Genauigkeit 
der Feststellung der gesuchten Größen beiträgt. > 
Bei mitlaufenden Kursen (Fig. 2) entsteht ein Dreieck‘ erst in ‚solcher Ent- 
fernung; daß seine Projektion auf Papier einen zu kleinen Maßstab für die ganze
	        
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