Gotzhein: Beiträge zur Schiffahrtskünde,
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Punkte auf der Peilungslinie I eine Senkrechte errichtet, auf. welcher: vom Fuß-
punkt a aus ‚die Zwischenzeiten in.ihrem Verhältnis: zueinander ab, und. b,c;
abgetragen werden. Der zu wählende Maßstab wird im folgenden behandelt
werden... Zum leichten Finden dieser Einteilung. der Senkrechten nach dem Ver-
hältnis der Zwischenzeiten wird von ihrem Fußpunkt a eine gerade Linie im
spitzen Winkel zu ihr gezogen, auf welcher die vom Beobachter auf seinem
Fie, 2. Fig. 3.
NT.
X
Kurse abgelaufenen Strecken ab und be aufgetragen werden. :. Um nun- auf der
Senkrechten eine Strecke von beliebiger Länge im Verhältnis der Zwischenzeiten
zu teilen, wird der Endpunkt der abgetragenen Strecke ce auf der Senkrechten
mit dem Endpunkt c, des Winkelschenkels verbunden. Eine Parallele zu dieser
Linie durch den. Verhältnispunkt b auf‘ dem Winkelschenkel trifft die Senkrechte
in_dem gesuchten Punkt b,. Die Richtigkeit "der Konstruktion folgt aus der
Ähnlichkeit der entstandenen -Dreiecke .abb, und :a6c6,. .
Durch die auf der Senkrechten gefundenen Punkte werden Parallelen’ zur
Peilungslinie I gezogen, welche die Peilungslinie IX und III in y und z kreuzen,
Die Verbindungslinie dieser auf den Peilungslinien gefundenen Punkte und ihre
Verlängerung yx nach der Peilungslinie. I gibt .in.der. Richtung von I nach III
den Kurs des beobachteten Schiffes, in ihrer. Länge von x bis z seine Geschwindig-
keit, in ihrem Abstande von entsprechenden Punkten auf dem Kurse des beob-
achtenden Schiffes die in ‘dem Maßstabe. der abgelaufenen Strecke AC “abzu-
greifende Entfernung.‘ a
Zum Beweise der Richtigkeit wird yon. x -aus eine ‘Parallele 'zur Senk-
rechten ab;c, mit den durch Verlängerung der Linien b,y_ und c,‚z gefundenen
Punkten b, und .c, gezogen. Die Richtigkeit folgt aus der Ähnlichkeit der. Drei-
ecke.xyb, und.xZ6. . a a wi
; Wie schon erwähnt wurde, kann die Lage der Peilungslinien zueinander
unendlich, verschieden sein. . Bei Gegenkursen der Schiffe ‚bilden sie ein kleines
Dreieck aßy, welches die Minimalfahrt und den in. diesem Falle vom. Gegner
eingehaltenen Kurs angibt. Das Schiff müßte sich nämlich auf der IIL, Peilungs-
linie (Fig. 1) als Kurs befunden haben, da ‚sonst ein Peilen. auf Peilungslinie I
in ß, auf Peilungslinie IX in y und schließlich auf der dritten Peilungslinie un-
möglich sein würde, Der Vergleich der Streckenlängen AB und 87 gibt die
Minimalfahrt. Mit jeder Fahrtänderung ändert, wie aus der Zeichnung hervor-
geht, der Kurs, doch muß für eine bestimmte Fahrt des Gegners der Kurs durch
Annäherung, durch Konstruktion mit angenommenen Fahrten und durch Mitteln
der erhaltenen‘ Resultate gefunden werden. : Aus der Form des Schiffes ist ein
ziemlich treffender Schluß. auf die Geschwindigkeit möglich, so daß hierdurch
eine Konstruktionsmöglichkeit für den Kurs besteht, und schließlich verfolgt das
Schiff mit seinem Kurse einen Zweck, der sich bei der angenäherten Kenntnis
seiner Bewegungsgrößen auf der Karte herausfinden läßt und so zur Genauigkeit
der Feststellung der gesuchten Größen beiträgt. >
Bei mitlaufenden Kursen (Fig. 2) entsteht ein Dreieck‘ erst in ‚solcher Ent-
fernung; daß seine Projektion auf Papier einen zu kleinen Maßstab für die ganze