Thiemann, C.: Die Berechnung des Chronometerstandes aus einer Einzelhöhe,
4588 = 5.01.5 = 258
Vorzeichen ©) == — 258
Sr = — (m 168
Sp — — 0m 418
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Sollte sich die Marine zur Annahme des vorgeschlagenen Verfahrens ent-
schließen, so fällt damit auch das gegen die Fulstschen Tafeln!) angeführte
Argument, man müsse wegen der Berechnung des Stundenwinkels Tafel 14 der
nautischen Tafelsammlung beibehalten, fort.
Kleinere Mitteilungen.
Astronomische Ortsbestimmung ohne Höhenmessung. Die von C.C.Kayser
im „Marineblad“ 32. Jahrg. 1917/18, 4. Lfg, vom 20. Dezember 1917 angegebene,
nachstehend beschriebene und zu einer einfacheren Rechnung führende Methode
bezweckt, bei der auf der Messung von Azimutunterschieden von Gestirnen mit
dem Universalinstrument beruhenden Ortsbestimmung ganz frei von Strahlen-
biegungsfehlern bei sehr genauen Beobachtungen zu sein. ; |
Sind von einem größten Kreis zwei Punkte bekannt, so ist dieser Kreis
ganz bestimmt. Wenn man somit die Durchgänge von zwei Sternen durch den-
selben Vertikal beobachtet, so kennt man einen größten Kreis, auf dem man steht.
Verfährt man ebenso mit einem zweiten Vertikal oder kennt man den Parallel-
kreis oder Meridian des Standortes, so ist der Schnittpunkt, d. i. der gesuchte
Ort, bekannt, dessen Länge und Breite wie folgt berechnet werden können:
Sind S, und S, (Fig. 1) die zwei Sterne, die bei ihrem Durchgang durch
einen Vertikal S,DS, des Standortes D beobachtet werden und ist H, der Pol
dieses Vertikalkreises, dann liegt H, somit in dem Horizont von D. P sei der
Erdpol und ferner die bekannten Erdkoordinaten von Sa und Sy in den Augen-
Fig. 1.
D
Fig. 2.
A
x
\
A
\
Do
blicken des Durchganges (la pa) und (lypy), sowie die von H, (l, pi). Wir be-
rechnen zunächst ], und p,. In 4 PS,H, ist SaH, = 90°, woraus folgt:
COS pa COS Di = — sin pa sin p, cos (], — la)
cotp, = — tg pa cos (hl, — la).
) Fulst berechnet die Höhe nach den Formeln:
Sem X = COS - COS Ö +» sem t-
sem z = sem (g — 6) + sem x
gebraucht also nur log cos, log sem und sem, die in Tafel 1. seiner Tafelsammlung nebeneinander, und
zwar log cos und log sem vierstellig, num sem x fünfstellig angeordnet sind.
Ann. d, Hydr, usw. 1918, Heft IX/X.