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Volltext: Annalen der Hydrographie und maritimen Meteorologie, 46 (1918)

Wedemeyer, A.: Gradnetze zenitaler Karten großen. Maßstabes, 271 
mische Karte im Maßstab 1 Sm = 1 mm, Mittelpunkt 55° N, sind die Krümmungs- 
halbmesser für y=0, 250, 500, 750, 1000 mm, für die Kugelkreise mit den Halb- 
messern 30, 40, 50, 60, 70, 80, 90° in folgender Tabelle zusammengestellt: 
Krümmungshalbmesser für die gnomische Karte, vv = 55”N, 1Sm = 1 mm. 
a | 
y=0 
vy = 250mm !. y = 500 mm | y =. 750 mm 
| y = 1000 mm 
—- — N — 
4)° 1985 mm 
“) 2885 
Q. 4069 
60 3954 
70 | 9445 
80 19496 
30  ® 
Die Zunahme der Krümmungshalbmesser steht also im quadratischen Ver- 
hältnis zur Zunahme der :Ordinaten. Aus der Tabelle geht hervor, daß man auch 
in Karten, wo. y>330 mm ist, die Ellipsen durch Kreise ersetzen darf, denn 
die dadurch enfstehenden Fehler sind unbedeutend. Sie werden auf die Hälfte 
ihres Wertes herabgedrückt und über die ganze Kurve verteilt, wenn man den Kreis 
mit einem mittleren Halbmesser zeichnet. In den stereographischen Karfen: werden 
alle Kugelkreise als Kreise abgebildet: Man kann daher die gnomische ‘Karte auch 
als stereographische ‚Karte ansehen, was schon früher bewiesen wurde. Da der 
Mittelpunkt des gnomischen Kartenentwurfs, der bislang‘ als Beispiel gewählt 
wurde, auf 53° Breite liegt, so werden die Krümmungshalbmesser obiger Tabelle 
dem Zeichner einen‘ Anhalt bei der Wahl der Kreislineale bieten. a 
. Um einen Überblick zu gewinnen, wie stark die Ellipse von der Kreisform 
abweicht, sollen die 4x mit den Krümmungshalbmessern der Ellipse 61°N (gg, = 53°) 
berechnet und mit den vorher gefundenen Werten verglichen werden; Die Halbmesser 
sind: 1906, 1929, 2000, 2119, 2290 mm. Mit diesen Halbmessern sind, die. Kreise 
so zu zeichnen, daß sie durch ‚den Punkt x, 61° hindurchgehen, Man findet 
y=250 |. 500. | 750 | | 1000 mm 
. 163° 7 63.6-- | 137.2 + 1.2299. 0 
164 71°. 662 ° 34150.7 272.7 (Seite 270) 
Unterschied | 01 4 28 0° 185. | 48 
Zeichnung der Kompaßrosen. Die Winkelzerrung ist nur’ vom ‘Abstand des 
Winkelscheitels vom Kartenmittelpunkte abhängig. Ist w der von einem Scheitel- 
kreise durch den Kartenmittelpunkt und einem beliebigen Großkreis gebildete 
Kugelwinkel, w’'sein Bild in der Karte und z der sphärische. Abstand .des. Winkel- 
scheitels vom Kartenmittelpunkt, so ist 
. tangw = tang w cos zZ, 
Mithin muß z berechnet werden. aus den Koordinaten 
des‘ Scheitels. Da man nicht die Winkel des Scheitelkreises 
mit beliebigen Großkreisen, sondern die Winkel des Meridians 
des Winkelscheitels mit Großkreisen durch, den Winkel- 
scheitel kennen muß, so ist auch ‘der. Winkel des Meridians 
mit dem Scheitelkreise zu berechnen. Die geographischen 
Koordinaten  (g,, A,) des Mittelpunktes G der Gradrose sind 
gegeben. Um den Ort in die Karte scharf einzutragen, müssen 
die #, 4, in rechtwinklige Koordinaten umgerechnet werden, 
In dem Kugeldreieck ZP G (Fig. 6) sind bekannt zwei Seiten 
und der von ihnen eingeschlossene Winkel. 2 sei der Längen: 
anterschied . des Winkelscheitels und des Kartenmittel- 
punktes, g, die Breite von Z,' o, von G.- Dann sind aus | 
90°— go; 90° — gp, und 2 zu berechnen z; A und qg. Zur Berechnung kann man sich 
der Grundformeln der Kugeldreieckslehre oder der Gaussischen Analogien bedienen. 
Die Rechnung muß dann mit mehrstelligen Tafeln ausgeführt: werden. Um vier- 
2072 mm 
2955 
4141 
6037 
9557 
19706 
bb +2 
2182 mm 
3051. 
4233 
6142 
9697 
19970 
P 
2341 mm 
3181 
4362 
6289 
9895 
20342
	        
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